Chemnitzer Morgenpost

Fördergeld-Experten sollen Bürokratie entschlack­en

-

DRESDEN - Raus aus dem Bürokratie-Dickicht: Der Freistaat will bei der Förderpoli­tik aufräumen. Denn die veralteten Strukturen würden zu viel Personal und Geld schlucken. Eine neue Kommission machte sich gestern an die Arbeit.

Wenn in Sachsen die Fördergeld­er fließen, haben sie einige Hinderniss­e zu überwinden. Die Strukturen sind laut Finanzmini­sterium unübersich­tlich, die Verfahren bürokratis­ch vertrackt. Die elf Experten der „Förderkomm­ission II“sollen nun Ordnung schaffen.

Auch die Schwerpunk­te der Förderunge­n sollen zeitgemäß werden, etwa mit Blick auf den Arbeitsmar­kt. „Wir hatten in den 90er-Jahren massive Arbeitslos­igkeit - jetzt werden die Arbeitskrä­fte knapp“, sagt Kommission­s-Leiter Tilmann Schweisfur­th (62). Außerdem müsse sich die Städtebauf­örderung umstellen: Lange Zeit sei der Leerstand das größte Problem gewesen, heute sei es die Wohnungsno­t.

Die Kommission will ihre Vorschläge bis November 2022 erarbeiten. jp

 ?? ?? Tilmann Schweisfur­th (62), früherer Präsident des Landesrech­nungshofes Mecklenbur­g-Vorpommern, leitet die neue Kommission.
Tilmann Schweisfur­th (62), früherer Präsident des Landesrech­nungshofes Mecklenbur­g-Vorpommern, leitet die neue Kommission.

Newspapers in German

Newspapers from Germany