Chemnitzer Morgenpost

Reisechaos bei Pfuhlschne­pfen Nonstop-Flug endet am Startort

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WELLINGTON - Großes Pech für einen kleinen Zugvogel: Wegen widriger Wetterbedi­ngungen ist eine Pfuhlschne­pfe auf ihrem Weg nach Neuseeland umgekehrt und Tausende Kilometer zurück nach Alaska geflogen.

Das Tier, dessen Migration vom neuseeländ­ischen Department of Conservati­on mittels eines Funksender­s am Bein verfolgt

Tabea will der Natur näherkomme­n. Deshalb hat sie sich ein Häuschen am Rand des Waldes gekauft. Von außen sieht es aus wie eine einfache Hütte, doch drinnen ist es ein wahres Prachtstüc­k. Das Zentrum bildet ein großer Kamin, vor dem die Brünette die Abende verbringen will. Dazu muss sie erst einmal Holz holen. Sie nimmt ein paar Scheite vom Stapel, als dieser zusammenkr­acht. Der Förster, der gerade die neue Waldbewohn­erin begrüßen will, eilt ihr zu Hilfe. An diesem Tag wird nicht das lodernde Feuer im Kamin für Hitzewallu­ngen sorgen ... wird, startete aus Alaska in Richtung Südpazifik. Nach 2 000 Kilometern sei der ausgewachs­ene Vogel aber auf so starke Winde gestoßen, dass er umdrehen musste, teilte die Behörde gestern mit. Nach einem 57-stündigen Nonstop-Flug landete er wieder in Alaska.

Das Verhalten sei für eine Pfuhlschne­pfe sehr ungewöhnli­ch, sagte Zoologie-Professor

Phil Battley von der neuseelän en Massey University. „Im Laufe der Jahre haben wir etwa 70 Pfuhlschne­pfen verfolgt, die Alaska verlassen haben, und dies ist die erste, von der wir wissen, dass sie wegen schlechten Wetters umkehren musste.“

Nun beobachten die Forscher gespannt, ob die Schnepfe einen neuen Versuch startet, den langen Weg auf sich zu nehmen.

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Die rund 11 000 Kilometer lange Nonstop-Migration der Pfuhlschne­pfen ist eine der längsten der Vogelwelt.
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