Chemnitzer Morgenpost

Kapitänin Popp plant bei der EM „ein Riesending“

Favre fängt an

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NIZZA - Die Rückkehr des früheren Bundesliga-Trainers Lucien Favre zum französisc­hen Erstligist­en OGC Nizza ist perfekt.

Der Schweizer tritt die Nachfolge von Christophe Galtier an - und leitete bereits am Morgen die erste Übungsi heit.

Galtier kann damit zum französisc­hen Meister Paris Saint-Germain wechseln. Beim Hauptstadt-Klub geht es aber noch um die Modalitäte­n für die Trennung vom bisherigen argentinis­chen Coach Mauricio Pochettino.

Favre hatte Nizza bereits zwischen 2016 und 2018 trainiert, bevor er zurück in die Bundesliga zu Borussia Dortmund ging. Vor allem das erste Jahr an der Coté d’Azur ist den Franzosen noch gut in Erinnerung, als Favre die Mannschaft auf den dritten Platz führte. Nach der Hinrunde hatte OGC sogar die Tabelle angeführt.

Vor wenigen Wochen hatte sich Borussia Mönchengla­dbach um eine Rückkehr des 64-Jährigen bemüht. Favre sagte aber schließlic­h dem Bundesligi­sten ab.

HERZOGENAU­RACH - Alexandra Popp ärgerte sich nur über die Frisur, die ihrer Meinung nach nicht saß. Alles andere passt dagegen für die Kapitänin der deutschen Fußballeri­nnen zu Beginn der heißen EM-Vorbereitu­ngsphase.

„Wir haben die Qualität, um Europameis­ter

werden zu können“, sagte die hochmotivi­erte Popp, die trotz Corona in den Knochen den Pokal holen will: „Davon bin ich fest überzeugt.“

Für die Spielführe­rin, die nach überstande­ner Infektion wieder ins Training im Quartier in Herzogenau­rach eingestieg­en ist, wäre der neunte EM-Triumph der deutschen Auswahl bei der bevorstehe­nden Endrunde in England (6. bis 31. Juli) „das Nonplusult­ra und ein Riesending“.

Die Superlativ­e kommen nicht von ungefähr, schließlic­h steht Popp aufgrund von Verletzung­en in den vergangene­n Jahren vor ihrem ersten kontinenta­len Titelkampf. Doch selbst bei einem EM-Triumph plant die 31-Jährige die Fortsetzun­g ihrer aktiven Laufbahn. „Komplett würde ich meine Karriere selbst dann nicht beenden“, äußerte Popp, deren Vertrag bei Double-Gewinner VfL Wolfsburg bis Juni 2023 läuft: „Natürlich beschäftig­t man sich mit dem Thema Karriere-Ende. Aber das ist ein Moment, den man für sich fühlen muss.“

Nicht nur gefühlt ist das Selbstvert­rauen der deutschen Mannschaft nach dem jüngsten Kantersieg im Testspiel gegen die Schweiz (7:0) gewachsen. Das war auch bitter nötig. Die Auftritte zuvor und zwei enttäusche­nde Turniere (Viertelfin­al-Aus bei der EM 2017 wie bei der WM 2019) hatten Zweifel geschürt.

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Alexandra Popp (l./hier beim 7:0-Test gegen die Schweiz) hat bei der EM viel vor.
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Freut sich auf Nizza: Lucien Favre.
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