IN­NO­VA­TI­ON UND DE­SIGN

Beim Gen­fer Uh­ren­sa­lon SIHH zeig­ten die Lu­xus­mar­ken, was sie kön­nen: tech­ni­sche In­no­va­tio­nen und schön ge­stal­te­te Mo­del­le. Wir ha­ben ei­ni­ge von ih­nen aus­ge­zeich­net.

Chronos - - Sihh -

Pa­ne­rai stellt ei­ne be­son­ders leich­te Kom­pli­ka­ti­ons­uhr vor: Die Lo Sci­en­zia­to Lu­mi­nor 1950 Tour­bil­lon GMT Ti­ta­nio ist dem tos­ka­ni­schen Phy­si­ker und As­tro­no­men Ga­li­leo Ga­li­lei ge­wid­met. Das Hand­auf­zugs­ka­li­ber P.2005 mit Tour­bil­lon be­sitzt ske­let­tier­te Tit­an­brü­cken. Bei der Tour­bil­lon­kon­struk­ti­on von Pa­ne­rai dreht sich die Un­ruh nicht wie üb­lich um die senk­rech­te Ach­se, son­dern um die waa­ge­rech­te. Drei Fe­der­häu­ser sor­gen für ei­ne Gan­g­re­ser­ve von sechs Ta­gen. Auf der Rück­sei­te des Wer­kes fin­det sich ei­ne ent­spre­chen­de Anzeige, die dar­über in­for­miert, wann die Uhr wie­der auf­ge­zo­gen wer­den muss. Auf dem Zif­fer­blatt zeigt sich ge­gen­über der klei­nen Se­kun­de bei der Neun ei­ne Tag-nacht-anzeige; der zwei­te St­un­den­zei­ger aus dem Zen­trum zeigt die Zeit ei­ner zwei­ten Zeit­zo­ne an. Das Ge­häu­se fer­tigt Pa­ne­rai eben­falls aus dem leich­ten Ma­te­ri­al Ti­tan. Pa­ne­rai baut le­dig­lich 150 Ex­em­pla­re. jk

2015 stell­te die Ma­nu­fak­tur aus Le Bras­sus den ers­ten Pro­to­ty­pen ei­ner in­no­va­ti­ven Mi­nu­ten­re­pe­ti­ti­on vor. Nun ist die Tech­nik se­ri­en­reif, und die jetzt prä­sen­tier­te Roy­al Oak Con­cept Su­per­son­ne­rie kann be­stellt wer­den. Nach acht Jah­ren For­schung und Kon­struk­ti­on ist ei­ne neu­ar­ti­ge, sehr gut hör­ba­re Re­pe­ti­ti­ons­uhr ent­stan­den, in die drei pa­ten­tier­te In­no­va­tio­nen ein­ge­baut wur­den. Das was­ser­dich­te Tit­an­ge­häu­se schützt vor Schall­dämp­fung und ver­stärkt den Klang mit ei­nem zwei­ten Bo­den, durch den ein Klang­kör­per wie bei ei­ner Gei­ge ent­steht. Die Ablauf­ge­schwin­dig­keit des Schlag­werks re­gu­liert ein neu ent­wi­ckel­ter An­ker­me­cha­nis­mus mit ge­fe­der­ten Ele­men­ten, der zu ei­nem na­he­zu un­hör­ba­ren Schlag­werk­me­cha­nis­mus führt. Und durch ei­ne neue Ver­ar­bei­tungs­me­tho­de des Stahls für die Ton­fe­dern ent­steht ein be­son­ders rei­ner Ton. Zu­sätz­lich zum Schlag­werk be­sitzt das Ma­nu­fak­tur­ka­li­ber 2937 mit Hand­auf­zug ein Tour­bil­lon und ei­nen Chro­no­gra­phen. Die Tech­nik soll künf­tig auch in an­de­ren Re­pe­ti­ti­ons­uh­ren der Mar­ke zum Ein­satz kom­men und dort eben­falls den Klang ver­bes­sern. jk Au­de­mars Pi­guet zeigt mit der Roy­al Oak Dou­ble Ba­lan­ce Wheel Open­wor­ked ei­ne Uhr mit dop­pel­ter Un­ruh und ske­let­tier­tem Werk. Die of­fe­ne Ar­chi­tek­tur er­mög­licht ei­nen Blick durch das Zif­fer­blatt auf den un­ter ei­ner Gold­brü­cke ge­la­ger­ten dop­pel­ten Takt­ge­ber. Bei die­ser sind zwei Un­ruh­rei­fen mit Re­gu­lier­schrau­ben und zwei Un­ruh­spi­ra­len auf ei­ner Ach­se ver­eint. Das soll dank des er­höh­ten Träg­heits­mo­ments zu ei­ner er­höh­ten Gangs­ta­bi­li­tät füh­ren. Das Au­to­ma­tik­ka­li­ber 3132 lie­fert ei­ne Gan­g­re­ser­ve von 45 St­un­den und ist mit 21600 Halb­schwin­gun­gen ge­tak­tet. Das in Schie­fer­grau ge­hal­te­ne Werk lenkt mit ei­ner gol­de­nen Brü­cke den Blick auf die dop­pel­te Un­ruh. Die Zei­ger und In­de­xe sind in Ro­sé­gold ge­hal­ten. Die Edel­stahl­ver­si­on der 41 Mil­li­me­ter gro­ßen Uhr kos­tet 43 100 Eu­ro, die Ro­se­gold­ver­si­on 75 100 Eu­ro. tw

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