Clas­sic

Chronos - - Iwc- Fliegeruhren 2016 -

Wäh­rend die Spe­zi­al­uhr für Flie­ger aus dem Jahr 1936 nur für ei­ne li­mi­tier­te Son­der­edi­ti­on von 2008 wie­der­be­lebt wur­de, hat die Mark 11 ei­ne bis heu­te an­hal­ten­de Mo­dell­tra­di­ti­on be­grün­det: Sie er­schien 1994 in über­ar­bei­te­ter Form als Mark XII und wird seit­dem ste­tig mo­der­ni­siert, was im­mer neue Mark-num­mern zum Aus­druck brin­gen. 2016 ist IWC bei der Mark XVIII an­ge­langt – ei­ner klas­sisch­sch­lich­ten Flie­ge­ruhr, die nach ei­ner et­was über­de­sign­ten Vor­gän­ge­rin zu den Stär­ken des op­tisch re­du­zier­ten ehe­ma­li­gen Mi­li­tär­zeit­mes­sers zu­rück­kehrt. Seit zehn Jah­ren gibt es zum ers­ten Mal wie­der St­un­den­zif­fern statt Bal­ken­in­de­xen bei sechs und neun Uhr, und die Mi­nu­te­rie läuft nun bei zwölf Uhr wie­der durch, statt von dem Flie­ger­drei­eck un­ter­bro­chen zu wer­den. In dem 40 Mil­li­me­ter gro­ßen Stahl­ge­häu­se ar­bei­tet nach wie vor das Eta-au­to­ma­tik­ka­li­ber 2892.

Auch die Gro­ße Flie­ge­ruhr von 1940 mar­kier­te den Be­ginn ei­ner Er­folgs­ge­schich­te. Es dau­er­te al­ler­dings bis 2002, bis ihr Nach­fol­ger mit im­mer­hin 46 Mil­li­me­ter gro­ßem Stahl­ge­häu­se und haus­ei­ge­nem Sie­ben-ta­ge-ka­li­ber 5011 für Auf­se­hen sorg­te. Das Ge­häu­se­maß ist im Jahr 2016 das­sel­be, aber es tickt die ak­tu­el­le Ka­li­ber­ver­si­on 51111 in dem Weich­ei­sen-in­nen­ge­häu­se des neu­en Mo­dells. Wie die Mark-mo­del­le ge­hört die Gro­ße Flie­ge­ruhr in die Clas­sic-kol­lek­ti­on, de­ren Ge­häu­se­bö­den die Re­lief­gra­vur des Flug­zeug­klas­si­kers Ju 52, ge­nannt „Tan­te Ju“, tra­gen. Wie die meis­ten neu­en Le­der­band­ver­sio­nen kommt sie künf­tig an ei­nem Arm­band von der der ita­lie­ni­schen Schuh- und Le­der­wa­ren­ma­nu­fak­tur San­to­ni.

Eben­falls ein fes­ter Kol­lek­ti­ons­be­stand­teil ist die Flie­ge­ruhr Chro­no­graph. Bei dem 43 Mil­li­me­ter gro­ßen Val­joux-7750-stop­per ist IWC wie bei der Mark XVIII zu ei­nem ge­rad­li­ni­ge­ren De­sign zu­rück­ge­kehrt. Das be­deu­tet vor al­lem die Ab­kehr vom zu­letzt ein­ge­führ­ten ver­län­ger­ten Da­tums­fens­ter, das drei statt nur ei­ner Zif­fer anzeigte, so­wie das We­glas­sen der Fünf-mi­nu­ten-zah­len am Zif­fer­blatt­rand. Das Er­geb­nis ist hier wie bei der neu­en Mark ein auf­ge­räum­tes Uh­ren­ge­sicht, das trotz der vie­len An­zei­gen kei­ner­lei Ver­wir­rung stif­tet.

Ge­nau­so groß wie die Gro­ße Flie­ge­ruhr, da­bei aber ein kom­plett neu­es Mo­dell ist der Ti­me­zo­ner Chro­no­graph. Bei ihm setzt IWC erst­mals die 2015 von der Mar­ke Vo­gard ge­kauf­te Welt­zeit­funk­ti­on ein. Das Sys­tem ba­siert auf ei­ner Drehlü­net­te, mit der sich 24 ganz­stün­di­ge Zeit­zo­nen aus­wäh­len las­sen, wo­bei sich die zen­tra­le Zeit gleich mit ein­stellt. IWC hat das Sys­tem je­doch in der Hand­ha­bung ver­ein­facht: Muss­te man bei Vo­gard noch ei­nen Schutz­bü­gel am Ge­häu­se öff­nen, be­vor man die Lü­net­te dre­hen konn­te, so reicht es jetzt, den Ring her­un­ter­zu­drü­cken und ihn dann in ei­ne be­lie­bi­ge Rich­tung zu be­we­gen. Der klei­ne Zei­ger stellt kei­ne wei­te­re Zeit­zo­ne dar, son­dern dient in Kom­bi­na­ti­on mit der klei­nen 24-St­un­den-ska­la als Tag-nacht-anzeige für die ein­zi­ge dar­ge­stell­te Zeit. Kom­bi­niert wird die Welt­zeit­funk­ti­on mit dem Fly­back-chro­no­gra­phen des IWCMa­nu­fak­tur­ka­li­bers 89760, der die ge­stopp­ten St­un­den und Mi­nu­ten in ei­nem ge­mein­sa­men Zäh­ler bei der Zwölf an­zeigt. Eben­falls brand­neu ist die Un­ter­kol­lek­ti­on He­ri­ta­ge, die erst ein­mal nur zwei Mo­del­le um­fasst. Doch die­se bei­den ha­ben es in sich: Wäh­rend die Gro­ße Flie­ge­ruhr He­ri­ta­ge

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.