Mar­ke, DE­SIGN, TECH­NIK

TEXT ALEX­AN­DER KRUPP FO­TOS OK-PHO­TO­GRA­PHY

Chronos - - Test Omega Aqua Terra -

WENN MAR­KE, De­sign und Tech­nik stim­men, stimmt al­les. So ein­fach lie­ße sich ein all­ge­mein gül­ti­ges Uh­ren­cre­do ver­fas­sen. In der Rea­li­tät ist es frei­lich et­was kom­pli­zier­ter: Mar­ken kön­nen auf viel­fäl­ti­ge Wei­se über­zeu­gen und aus eben­so vie­len Grün­den in der Be­deu­tungs­lo­sig­keit ver­har­ren. Ein De­sign kann ge­lun­gen sein, aber den Zeit­geist ver­feh­len – oder ihn so per­fekt tref­fen, dass Zeit­lo­sig­keit von vorn­her­ein aus­ge­schlos­sen ist. Ei­ne Tech­nik ist un­ter Um­stän­den in­no­va­tiv und fas­zi­nie­rend, aber für den all­täg­li­chen Ge­brauch völ­lig un­wich­tig.

Ome­ga macht auf je­dem der drei Ge­bie­te al­les rich­tig: Das De­sign ist gleich­zei­tig zeit­ge­mäß und zeit­los, und die Wer­ke bie­ten mit ih­rer chro­no­me­ter­taug­li­chen CoAxi­al-hem­mung so­wie dem ex­tre­men Magnetfeldschutz bis min­des­tens 15 000 Gauß ei­nen ech­ten Mehr­wert im All­tag. Und weil Ome­ga schon seit Lan­gem at­trak­ti­ve Uh­ren mit gro­ßem Nutz­wert baut, ver­bin­den Uh­ren­fans den Mar­ken­na­men mit Prä­zi­si­on, Zu­ver­läs­sig­keit so­wie ech­ter, re­le­van­ter In­no­va­ti­on – Wer­te, die die heu­ti­gen Uh­ren mehr denn je be­stä­ti­gen. Die jüngs­te Mo­dell­ver­si­on der Sea­m­as­ter Aqua Ter­ra 150M wur­de auf der Ba­sel­world 2015 vor­ge­stellt und peppt das sport­lich-ele­gan­te De­sign der be­ste­hen­den Mo­del­le durch ei­ne neue Farb­ge­bung auf. Das ak­tu­el­le Aqua-ter­ra-ge­sicht stammt aus dem Jahr 2008, wenn­gleich der er­ha­be­ne Rah­men um das Da­tums­fens­ter mitt­ler­wei­le ver­schwun­den ist.

In den letz­ten Jah­ren prä­sen­tier­te sich die Uhr eher zu­rück­hal­tend mit sil­ber­far­be­nem, schwar­zem, manch­mal blau­em Ge­sicht und Edel­stahl- oder Gold­ge­häu­se mit pas­sen­den Zei­gern. Nun ein Sprung nach vorn: Mit dem Se­kun­den­zei­ger und den Mi­nu­ten­zah­len in Oran­ge kommt Far­be aufs Zif­fer­blatt, oh­ne dass die Uhr ins Schril­le, Pro­vo­kan­te ab­drif­tet. Das eben­falls neue, mit­tel­brau­ne Arm­band har­mo­niert per­fekt mit den neu­en Farb­ak­zen­ten und ver­voll­stän­digt die ge­lun­ge­ne Kom­po­si­ti­on. Schon bei sei­ner Ein­füh­rung im Jahr 2007 war das Ome­ga-ka­li­ber 8500 ein tech­ni­sches High­light – gut kon­stru­iert, funk­tio­nal, fein ver­ziert und be­reit für den Auf­satz von Mo­du­len. Da­bei ist Ome­ga in vie­ler­lei Hin­sicht neue We­ge ge­gan­gen: Die bei­den in Se­rie ge­schal­te­ten Fe­der­häu­ser funk­tio­nie­ren dank ei­ner har­ten Dia­mond­li­ke-car­bon-be­schich­tung weit­ge­hend ver­schleiß­frei, der beid­sei­tig auf­zie­hen­de Ro­tor ar­bei­tet dank ei­nes neu kon­stru­ier­ten Wech­sel­ge­trie­bes und ei­nes Ke­ra­mik­gleit­la­gers ef­fek­tiv und ge­räusch­los, und ei­ne neue Ver­zah­nung so­wie Spe­zi­al­fet­te mi­ni­mie­ren die Rei­bung im ge­sam­ten Rä­der­werk. Für die mar­ken­ei­ge­ne, be­son­ders prä­zi­se ar­bei­ten­de Co-axi­al-hem­mung führ­te Ome­ga da­mals ein neu­es An­ker­rad mit drei Funk­ti­ons­ebe­nen ein. An die Stel­le ei­nes Un­ruh­klo­bens trat ei­ne mas­si­ve Brü­cke, in der die Un­ruh sta­bil ge­la­gert ist und mit der sich ihr Hö­hen­spiel fein­stu­fig jus­tie­ren lässt.

Au­ßer­dem hat­te sich Ome­ga für die Wer­ko­ber­flä­chen et­was Ei­ge­nes über­legt: Der Ro­tor so­wie die bo­den­sei­ti­gen Brü­cken des Ka­li­bers 8500 sind nicht nur rho­di­niert, son­dern auch mit ei­nem be­son­de­ren Zier­schliff na­mens „Cô­tes de Genè­ve en Ar­a­bes­que“ver­ziert. Die Brü­cken be­sit­zen dar­über hin­aus ge­bro­che­ne und po­lier­te Kan­ten. Sie wer­den von ge­schwärz­ten Schrau­ben ge­hal­ten, die farb­lich zur Un­ruh und den bei-

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