ROLEX VS. OME­GA

ROLEX UND OME­GA GE­HÖ­REN ZU DEN ER­FOLG­REICHS­TEN UHRENMARKEN. FÜR DIE TAUCHERUHREN TRIFFT DAS IN BE­SON­DE­REM MAS­SE ZU. WER IST WO BES­SER?

Chronos - - Inhalt - TEXT JENS KOCH

Nie­mand taucht bes­ser als Rolex und Ome­ga. Wer siegt im Taucheruhren-du­ell?

DIE TAUCHERUHR Sub­ma­ri­ner ist seit Jah­ren das be­lieb­tes­te Mo­dell von Rolex, und auch Ome­ga ver­kauft mehr Taucheruhren der Sea­m­as­ter-li­nie als Ex­em­pla­re sei­ner Iko­ne Speed­mas­ter Pro­fes­sio­nal Moon­watch. Ins­ge­samt bringt Rolex deut­lich mehr Uh­ren als Ome­ga an den Mann, aber die Bie­ler wol­len auf­ho­len. Wo kön­nen sie bei den Taucheruhren den Platz­hirsch schla­gen?

His­to­rie

Bei bei­den Mar­ken reicht die Ge­schich­te ih­rer Taucheruhren weit zu­rück. Rolex brach­te 1927 mit der pa­ten­tier­ten ver­schraub­ten Kro­ne die ers­te was­ser­dich­te Arm­band­uhr. Mit dem Na­men „Oys­ter“(Aus­ter) er­hielt sie auch gleich ei­ne ge­nia­le Be­zeich­nung. Und Rolex in­sze­nier­te die Oys­ter me­di­en­wirk­sam: Bei dem über 15 St­un­den lan­gen Re­kord­ver­such von Mer­ce­des Gleit­ze, den Är­mel­ka­nal zu durch­schwim­men, hat­te die eng­li­sche Se­kre­tä­rin ei­ne was­ser­dich­te Rolex da­bei, die dem nas­sen Ele­ment trotz­te. Rolex buch­te für ei­ne An­zei­ge über die­ses Er­eig­nis die Ti­tel­sei­te der Lon­do­ner Ta­ges­zei­tung Dai­ly Mail, was den Uh­ren ei­nen gro­ßen Po­pu­la­ri­täts­schub brach­te.

Et­was spä­ter, 1932, stell­te Ome­ga sei­ne ers­te was­ser­dich­te Uhr vor. Die recht­ecki­ge Ma­ri­ne schirm­te ihr Werk mit ei­nem zu­sätz­li­chen Über­ge­häu­se vom Was­ser ab und wur­de da­mals so­gar schon von Tauchern ge­nutzt. 1948 folg­te die ers­te Sea­m­as­ter als was­ser­dich­te, aber recht ele­gan­te Uhr oh­ne Drehlünette.

Die ty­pi­sche Taucheruhr mit dreh­ba­rem Ring für die Tauch­zeit kam dann 1953 von Rolex. Wie Blancpains im glei­chen Jahr vor­ge­stell­te Fif­ty Fa­thoms ge­hör­te sie zu den ers­ten Taucheruhren mit Drehlünette. Zu­erst war die Sub­ma­ri­ner bis 100 Me­ter was­ser­dicht, doch schon 1954 er­höh­te Rolex die Druck­fes­tig­keit auf 200 Me­ter. Ab 1955 nut­ze die eng­li­sche Roy­al Na­vy und im Jahr dar­auf auch die Roy­al Ca­na­di­an Na­vy die Sub­ma­ri­ner für ih­re Tau­cher.

Auch hier lag Ome­ga hin­ter Rolex: 1957 bau­te die Mar­ke mit der Sea­m­as­ter 300 die ers­te Taucheruhr – mit dreh­ba­rem Mi­nu­ten­ring und 200 Me­tern Was­ser­dicht­heit. Spä­ter nutz­te sie un­ter an­de­rem der Tauch­pio­nier Jac­ques-yves Cous­teau.

Die 1950er und 1960er Jah­re wa­ren die Zeit der Ent­de­cker, Er­for­scher und Ero­be­rer. Der Mensch setz­te sei­nen Fuß auf den höchs­ten Berg der Welt und so­gar auf den Mond. Am 23. Ja­nu­ar 1960 er­reich­ten Jac­ques Pic­card und Don Walsh mit dem Tauch­boot Tries­te die mit 10916 Me­tern tiefs­te Stel­le des Mee­res. Bei die­sem Aus­flug in das Chal­len­ger­tief des Ma­ria­nen­gra­bens be­fand sich au­ßen am Tauch­boot ei­ne von Rolex spe­zi­ell für die­sen An­lass ent­wi­ckel­te Uhr. Die Deep Sea Spe­cial hielt mit ih­rem halb­ku­gel­för­mi­gen Glas dem un­glaub­li­chen Druck in elf Ki­lo­me­tern Tie­fe stand. Auch wenn nur ei­ni­ge Pro­to­ty­pen die­ser Uhr ent­stan­den, fes­tig­te sie doch Rolex’ Ruf als pro­fes­sio­nel­ler Aus­rüs­ter.

An­fang der 1960er Jah­re eta­b­lier­te sich das Sät­ti­gungs­tau­chen. Da­bei nut­zen Tauch­fir­men fürs Ar­bei­ten in der Tie­fe den Um­stand, dass sich nach 24 St­un­den un­ter Druck kein zu­sätz­li­cher Stick­stoff im Kör­per mehr löst und sich da­her die De­kom­pres­si­ons­zei­ten nicht wei­ter er­hö­hen. Be­rufs­tau­cher le­ben ei­ni­ge Tage in ei­ner Druck­kam­mer, die mit ei­nem He­li­um-stick­stoff-sau­er­stoff-ge­misch ge­füllt ist, und ar­bei­ten je­den Tag in der Tie­fe. Ist die Auf­ga­be er­le­digt, wird der Druck lang­sam wie­der auf Nor­mal­ni­veau ge­senkt. Da­bei plopp­ten im­mer wie­der die Glä­ser der Taucheruhren aus den Ge­häu­sen, da das ein­ge­drun­ge­ne He­li­um nicht ent­wei­chen konn­te.

Die Lö­sung er­ar­bei­te­te Rolex zu­sam­men mit den fran­zö­si­schen Tauch­spe­zia­lis­ten von Comex. Ein in die Ge­häu­se­flan­ke in­te­grier­tes Über­druck­ven­til lässt das He­li­um si­cher ent­wei­chen, wenn der Druck im In­nern zu groß wird. Da­bei blei­ben die Was­ser­dicht­heit und Druck­fes­tig­keit er­hal­ten. Zur Er­pro­bung lie­fer­te Rolex Mit­te der 1960er Jah­re spe­zi­ell um­ge­rüs­te­te Sub­ma­ri­ner-mo­del­le mit He­li­um­ven­til an Comex. Die­se Uh­ren mit der Re­fe­renz 5514 sind heu­te eben­so sel­ten wie teu­er. 1967 kam dann mit der Sea-dwel­ler das He­li­um­ven­til in ei­ne Se­ri­en­uhr. Zu­dem hielt das neue Mo­dell dem Druck bis in 610 Me­ter Tie­fe stand.

Auch Ome­ga wid­me­te sich den Be­rufs­tau­chern: 1970 stell­te die Mar­ke die Sea­m­as­ter Pro­fes­sio­nal 600m, ge­nannt Plo­prof (für fran­zö­sisch „plon­geur pro­fes­si­onnel“) vor. Mit dem ro­ten Si­cher­heits­drü­cker zum Ver­rie­geln der Drehlünette und ei­nem ver­schraub­ba­ren Kro­nen­schutz, der die Kro­ne ans Ge­häu­se drück­te, war sie bis 600 Me­ter was­ser­dicht. Das ein­tei­li­ge Ge­häu­se

soll­te sich auch oh­ne He­li­um­ven­til zum Sät­ti­gungs­tau­chen eig­nen.

1971 konn­te Ome­ga mit der Sea­m­as­ter Pro­fes­sio­nal 1000m ei­ne bis 1000 Me­ter was­ser­dich­te Taucheruhr vor­stel­len und da­mit Rolex über­trump­fen. Noch ent­schei­den­der war im Fol­ge­jahr 1972 die Sea­m­as­ter Au­to­ma­tik 120m. Bei die­sem Tau­cher­chro­no­gra­phen von Ome­ga konn­ten die Drü­cker un­ter Was­ser be­tä­tigt wer­den. Als der Frei­tau­cher Jac­ques Mayol 1981 als ers­ter Mensch mit ei­nem Atem­zug tie­fer als 100 Me­ter tauch­te, trug er am Arm ei­ne Ome­ga Sea­m­as­ter 120m mit Quarz­werk.

In der Ge­schich­te hat­te Rolex al­so meist die Na­se vorn und konn­te mit der Er­fin­dung des He­li­um­ven­tils und der Uhr an der tiefs­ten Stel­le des Mee­res auch die spek­ta­ku­lärs­ten Er­fol­ge für sich ver­bu­chen. Ome­ga zog aber oft schnell nach und be­setz­te mit dem un­ter Was­ser be­dien­ba­ren Tauch­chro­no­gra­phen auch Fel­der, die Rolex nicht be­dien­te. 1:0 für Rolex

Aus­wahl

Rolex hat le­dig­lich drei Taucheruhren im Pro­gramm. Zählt man die Sub­ma­ri­ner oh­ne Da­tum als ei­ge­nes Mo­dell, kommt man auf vier. Zu­dem gibt es nur we­ni­ge Va­ri­an­ten: Die Deep­sea ist mit zwei ver­schie­de­nen Zif­fer­blät­tern er­hält­lich, die Sub­ma­ri­ner im­mer­hin ne­ben Stahl auch in Gold und in ei­ner Mi­schung aus bei­dem, so­wie in un­ter­schied­li­chen Zif­fer­blatt- und Lü­net­ten­far­ben. Ins­ge­samt zählt die Tau­cher­uh­ren­kol­lek­ti­on al­so zehn Va­ri­an­ten. Band­va­ri­an­ten oder Funk­tio­nen über Zeit, Da­tum und Drehlünette hin­aus sucht man bei den Rolex-taucheruhren ver­geb­lich.

Da bie­tet Ome­ga deut­lich mehr Aus­wahl: 148 Tau­cher­uh­ren­va­ri­an­ten lis­tet die Home­page mo­men­tan. In den vier Kol­lek­tio­nen Sea­m­as­ter Di­ver 300m, Sea­m­as­ter 300, Pla­net Oce­an und Plo­prof fin­den sich un­ter­schied­li­che Ge­häu­se­grö­ßen, Ma­te­ria­li­en, Band­va­ri­an­ten, Far­ben, aber auch wei­te­re Funk­tio­nen. Ne­ben den Stahl- gibt es auch Tit­an­ge­häu­se und so­gar wel­che aus Ke­ra­mik in un­ter­schied­li­chen Far­ben. 1:1 Gleich­stand

Ein­stieg

Den Ein­stieg in die Tau­cher­uh­ren­kol­lek­ti­on stellt bei Rolex die Sub­ma­ri­ner oh­ne Da­tum für 6800 Eu­ro dar. Güns­ti­ger kommt man bei Ome­ga an ei­ne Taucheruhr: Die neue Sea­m­as­ter Di­ver 300m kos­tet mit Kaut­schuk­band 4400 Eu­ro, mit Edel­stahl­band 4500 Eu­ro. Al­ler­dings kann man die Rolex na­he­zu oh­ne Wert­ver­lust wie­der ver­kau­fen. 2:2 Gleich­stand

Dai­ly Wea­rer

Di­rekt ver­glei­chen kann man die Pla­net Oce­an und die Sub­ma­ri­ner Da­te. Bei­des sind Uh­ren, die man täg­lich tra­gen kann. Wäh­rend die Ome­ga bei 5800 Eu­ro an­fängt, muss man bei Rolex mit 7750 Eu­ro fast 2000 Eu­ro mehr be­zah­len. Die Was­ser­dicht­heit liegt bei der Ome­ga bei 600 Me­tern, Rolex be­schei­det sich mit 300 Me­tern. Bei Ome­ga er­hält man zu­dem noch ein He­li­um­ven­til und das Ma­nu­fak­tur­ka­li­ber 8900, das selbst stärks­ten Ma­gnet­fel­dern trotz Glas­bo­den trotzt. Hier bie­tet Ome­ga al­so das deut­lich bes­se­re Preis-leis­tungs­Ver­hält­nis. Al­ler­dings kann Rolex mit dem bes­se­ren Wert­er­halt den Preis­vor­teil von Ome­ga re­la­ti­vie­ren. 3:3 Gleich­stand

Pro­fi­mo­del­le

Bei den be­son­ders druck­fes­ten Uh­ren kon­kur­rie­ren die Rolex Sea-dwel­ler und die Ome­ga Sea­m­as­ter Plo­prof mit­ein­an­der. Die Ome­ga hält dem Druck bis 1200 Me­ter Was­ser­tie­fe stand, die Rolex bis 1220 Me­ter. Die Plo­prof kos­tet 7800 Eu­ro in Stahl und 10400 in Ti­tan. Bei Rolex muss man für die Stahl­uhr mit 10350 Eu­ro ähn­lich viel be­zah­len wie für das Ti­t­an­mo­dell von Ome­ga.

Mit der nur 850 Eu­ro teu­re­ren ge­ra­de über­ar­bei­ten Deep­sea hat Rolex noch ein Ass im Är­mel. Sie ist bis 3900 Me­ter Tie­fe druck­fest. Da­für hat die Mar­ke mit der Kro­ne ein ganz neu­es Ge­häu­se ent­wi­ckelt, bei dem ein Ring aus be­son­ders har­tem, stick­stoff­le­gier­tem Edel­stahl den Druck auf­nimmt. So konn­te ein Ge­häu­se rea­li­siert wer­den, das trotz der enor­men Druck­fes­tig­keit re­la­tiv flach baut. Bei den ex­tre­men Uh­ren hat al­so Rolex die Na­se vorn. 4:3 für Rolex

Die Son­der­mo­del­le

Bei den Son­der­mo­del­len kann Ome­ga aus dem Vol­len schöp­fen: Zahl­rei­che li­mi­tier­te Uh­ren für Olym­pia, das Se­gel­team Emi­ra­tes Team New Ze­a­land, den Schwim-

mer Micha­el Phelps oder Ja­mes Bond leg­te die Mar­ke auf. Rolex baut die Sub­ma­ri­ner mit grü­ner Lü­net­te und grü­nem Zif­fer­blatt so­wie die Deep­sea mit Farb­ver­lauf auf dem Zif­fer­blatt. Bei die­sen Mo­del­len über­steigt die Nach­fra­ge das An­ge­bot, li­mi­tiert sind sie aber nicht. Wer sel­te­ne Va­ri­an­ten ei­ner Taucheruhr ha­ben möch­te, muss bei Rolex zu ex­trem teu­ren his­to­ri­schen Stü­cken grei­fen. Hier bie­tet Ome­ga al­so mehr. 4:4 Gleich­stand

Die Wer­ke

Bei Rolex kom­men le­dig­lich drei un­ter­schied­li­che Ma­nu­fak­tur­wer­ke zum Ein­satz: bei der Sub­ma­ri­ner das 3130 oh­ne Da­tum und das 3135 mit Da­tum, bei­de mit 48 St­un­den Gang­au­to­no­mie, so­wie in der Sea-dwel­ler und der Deep­sea das neue Ka­li­ber 3235 mit 70 St­un­den Gang­dau­er. Ome­ga setzt meist Ka­li­ber der 8000erLi­nie und Chro­no­gra­phen­wer­ke der 9000er-rei­he ein. Sie ver­fü­gen über die ef­fek­ti­ve Co-axi­al-hem­mung und 60 St­un­den Gang­au­to­no­mie. Die Rolex-ka­li­ber ha­ben sich als äu­ßerst ro­bust und prä­zi­se her­aus­ge­stellt, bei Ome­ga ha­ben wir in den letz­ten Tests aber so­gar noch bes­se­re Gang­wer­te er­mit­telt. Zu­dem hat Ome­ga im­men­sen Auf­wand ge­trie­ben, um ei­nen weit­rei­chen­den Ma­gnet­feld­schutz oh­ne Weich­ei­sen­kä­fig zu rea­li­sie­ren. Durch ama­gne­ti­sche Werk­t­ei­le kön­nen Ma­gnet­fel­der die Gang­ge­nau­ig­keit nicht be­ein­träch­ti­gen, ein Glas­bo­den ist mög­lich und bei Ome­ga fast im­mer ver­baut. Auch Rolex ver­bes­sert sei­ne Wer­ke stän­dig. Hier lie­gen bei­de auf ei­nem gleich­ho­hen Ni­veau. 5:5 Gleich­stand

Ak­tu­el­le Pro­jek­te

Rolex un­ter­stütz­te 2010 die Ex­pe­di­ti­on „Un­der the Po­le“, bei der Tau­cher das Meer un­ter der po­la­ren Eis­kap­pe er­forsch­ten. 2012 be­tei­lig­te sich Rolex an der Deep­sea Chal­len­ge. Der Fil­me­ma­cher Ja­mes Ca­me­ron er­reich­te da­bei als ers­ter Mensch nach der Ex­pe­di­ti­on von 1960 den tiefs­ten Punkt der Mee­re. Au­ßen am UBoot be­fand sich wie­der ei­ne spe­zi­ell für die­sen An­lass ent­wi­ckel­te Rolex-kon­zeptuhr: die bis 12000 Me­ter druck­fes­te „Deep­sea Chal­len­ge“. Sie konn­te auf das Rin­glock-sys­tem des Mo­dells Deep­sea zu­rück­grei­fen und er­reich­te so trag­ba­re Aus­ma­ße mit 51,4 Mil­li­me­tern Durch­mes­ser und 28,5 Mil­li­me­tern Hö­he.

Ome­ga un­ter­stützt die Good­pla­net Foun­da­ti­on bei Na­tur­schutz­pro­jek­ten in In­do­ne­si­en und war auch am viel be­ach­te­ten Do­ku­men­ta­ti­ons­film Pla­net Oce­an von Yann Ar­t­hus-bertrand be­tei­ligt. Zu­dem ist die Mar­ke of­fi­zi­el­ler Zeit­neh­mer der Olym­pi­schen Spie­le und Part­ner von Sport­lern wie dem Aus­nah­me­schwim­mer Micha­el Phelps. Wäh­rend sich al­so Ome­ga für die Nach­hal­tig­keit und den Schutz der Mee­re ein­setzt, kann Rolex die aben­teu­er­li­che­ren Ak­tio­nen vor­wei­sen. Vor al­lem durch den Re­kord des Mo­dells Deep­sea Chal­len­ge geht die­ser Punkt an Rolex. 6:5 für Rolex

Ja­mes Bond

Au­tor Ian Fle­ming hat­te sei­nem Ge­heim­agen­ten Ja­mes Bond in den Bü­chern die Rolex Sub­ma­ri­ner an den Arm ge­schrie­ben, und auch in den ers­ten sie­ben Fil­men trug der Dop­pel­null-agent die Taucheruhr mit der Kro­ne. Nach ei­nem Sei­ko-zwi­schen­spiel mit da­mals hoch­mo­der­nen Lcd-uh­ren kehr­te Bond in „Li­zenz zum Tö­ten“(1989) noch ein­mal zur Sub­ma­ri­ner zu­rück. In den acht 007-Fil­men da­nach wur­de Ome­ga Part­ner der Rei­he, und Ja­mes Bond be­glei­te­ten ver­schie­de­ne Sea­m­as­terTau­cher­uh­ren. Zu­sätz­lich stei­ger­te Ome­ga mit vie­len An­zei­gen die Auf­merk­sam­keit für die Ver­bin­dung der Mar­ke mit Ja­mes Bond. Hier hat Ome­ga es ge­schafft, in die Fuß­stap­fen von Rolex zu tre­ten. 6:6 En­d­er­geb­nis

Fa­zit

Ins­ge­samt be­sitzt al­so je­de Mar­ke ih­re ei­ge­nen Stär­ken. Rolex hat his­to­risch mit der Er­fin­dung des He­li­um­ven­tils und der Rei­se sei­ner Uh­ren zur tiefs­ten Stel­le des Mee­res mehr ge­leis­tet. Aber Ome­ga konn­te in den letz­ten Jah­ren vor al­lem mit den Co-axi­al-wer­ken mit ein­ge­bau­tem Ma­gnet­feld­schutz ei­ni­ges an Bo­den gut­ma­chen. Da­zu kommt der Image­ge­winn für Ome­ga durch die Über­nah­me von Ja­mes Bond. Wäh­rend Rolex heu­te mit der be­son­ders druck­fes­ten und raf­fi­niert kon­stru­ier­ten Deep­sea be­ein­druckt, bie­tet Ome­ga ei­ne enor­me Mo­dell­viel­falt. Dass es in die­sem Tau­cher­uh­ren­ver­gleich kei­nen kla­ren Ge­win­ner gibt, ist vi­el­leicht die größ­te Über­ra­schung. [4514]

Rolex un­ter­stütz­te 2010 die Ex­pe­di­ti­on „Un­der the Po­le“, bei der mit Tauch­gän­gen das Meer un­ter der po­la­ren Eis­kap­pe er­forscht wur­de

Ers­te was­ser­dich­te Ome­ga­Uhr: die Ma­ri­ne von 1936

Der Frei­tau­cher Jac­ques Mayol tauch­te 1981 als ers­ter Mensch mit ei­nem Atem­zug tie­fer als 100 Me­ter. Da­bei trug er ei­ne Ome­ga Sea­m­as­ter 120m mit Quarz­werk

2012 er­reich­te Ja­mes Ca­me­ron mit der au­ßen am U-boot be­fes­tig­ten Rolex Deep­sea Chal­len­ge den tiefs­ten Punkt des Mee­res

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.