DIE BE­SON­DE­RE UHR OMEGA ULTRA DEEP

Am 28. April fand der tiefs­te Tauch­gang der Mensch­heits­ge­schich­te statt. Mit da­bei: die Omega-kon­zeptuhr Sea­m­as­ter Pla­net Oce­an Ultra Deep Pro­fes­sio­nal.

Chronos - - Inhalt - TEXT ALEX­AN­DER KRUPP

ZWI­SCHEN 28. APRIL UND 5. MAI die­ses Jah­res tauch­te der Mee­res­for­scher und ehe­ma­li­ge Ma­ri­ne­of­fi­zier Vic­tor Ves­co­vo (53) vier­mal zur tiefs­ten Stel­le des Mee­res, dem so­ge­nann­ten Chal­len­ger­tief im west­pa­zi­fi­schen Ma­ria­nen­gra­ben. Bei zwei­en der Tauch­gän­ge war Ves­co­vo al­lein an Bord des Tauch­boots DSV Li­mit­ing Fac­tor. Ei­ner von ih­nen, der be­reits zu Be­ginn der Ex­pe­di­ti­on am 28. April statt­fand, brach­te ihn zur tiefs­ten Stel­le, die je ein Mensch er­reicht hat, in ei­ne Tie­fe von 10.928 Me­tern. Da­mit schlägt Ves­co­vo den Tauch­gang, der Re­gis­seur Ja­mes Ca­me­ron 2012 in ei­ne Tie­fe von 10.908 Me­tern führ­te, und auch den bis­he­ri­gen Re­kord von 10.912 Me­tern, den der Us-na­vy-leut­nant Don Walsh und der Schwei­zer Wis­sen­schaft­ler Jac­ques Pic­card be­reits 1960 auf­ge­stellt hat­ten. Bei bei­den Ex­pe­di­tio­nen wa­ren Spezialuhr­en von Rolex an den Tauch­boo­ten be­fes­tigt ge­we­sen und hat­ten nach dem Tauch­gang noch ein­wand­frei funk­tio­niert.

Die­sem Vor­bild fol­gend, trug der Greif­arm der DSV Li­mit­ing Fac­tor zwei Ex­em­pla­re der Omega-kon­zeptuhr Sea­m­as­ter Pla­net Oce­an Ultra Deep Pro­fes­sio­nal, und ein wei­te­res be­fand sich an Bord ei­nes zu­ge­hö­ri­gen Da­ten­sam­mel­ro­bo­ters. Die Uhrengehäu­se be­ste­hen aus Res­ten der Ti­t­an­hül­le, die beim Bau des Tauch­boots üb­rig blie­ben. Das Deck­glas wur­de mit­hil­fe des Omega-ei­ge­nen Ma­te­ri­als Li­quid­me­tal fest, aber elas­tisch mit dem Ge­häu­se ver­bun­den, so­dass kein all­zu di­ckes Sa­phirglas nö­tig war. Des­halb bleibt die – frei­lich stäm­mig kon­stru­ier­te – Ex­trem­tau­cher­uhr mit ei­ner Di­cke von knapp 28 Mil­li­me­tern halb­wegs trag­bar.

Omega hat trotz der ex­tre­men Her­aus­for­de­run­gen an die Sea­m­as­ter Pla­net Oce­an Ultra Deep Pro­fes­sio­nal dar­auf ge­ach­tet, dass sich die Fer­ti­gung in­dus­tria­li­sie­ren lässt. Denn der Kon­zeptuhr sol­len in na­her Zu­kunft Se­ri­en­pro­duk­te mit ähn­li­chen Tech­ni­ken fol­gen.

Ve­so­vo war üb­ri­gens nicht nur an der tiefs­ten, son­dern auch an der höchs­ten Stel­le un­se­rer Er­de: Als Be­zwin­ger der Se­ven Sum­mits – der höchs­ten Ber­ge auf je­dem der sie­ben Kon­ti­nen­te – stand er be­reits auf dem 8848 Me­ter ho­hen Gip­fel des Mount Eve­r­est. [9810]

Vic­tor Ves­co­vo hat die DSV Li­mit­ing Fac­tor (lin­kes Bild Mit­te) zum Grund des Ma­ria­nen­gra­bens ge­steu­ert Das Tit­an­ge­häu­se der Omega Sea­m­as­ter Pla­net Oce­an Ultra Deep Pro­fes­sio­nal ist knapp 28 Mil­li­me­ter dick

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