Ca­non 80D

ColorFoto - - Inhalt 2/2019 -

Das Herz­stück der EOS 80D ist ihr CMOSSen­sor mit ei­ner Auf­lö­sung von 24 Me­ga­pi­xeln, den ein Di­gic-6-Pro­zes­sor un­ter­stützt. Im Su­cher­be­trieb bie­tet die Ka­me­ra den für SLR-Ka­me­ras ty­pi­schen Pha­sen­au­to­fo­kus mit Sen­sor­mo­dul im Ge­häu­se. Er be­rück­sich­tigt mit 45 Kreuz­sen­so­ren ei­nen gro­ßen Bild­be­reich, ist gut ge­wapp­net für Auf­nah­men bei we­nig Licht und agiert mit ei­ner Aus­lö­se­ver­zö­ge­rung von 0,35/0,38s bei 300/30 Lux. Im Live-View- und Vi­de­o­be­trieb kommt an sei­ner Stel­le ein Hy­bridau­to­fo­kus mit 49 Fel­dern zum Ein­satz, der zwar lang­sa­mer ar­bei­tet als der Pha­sen­au­to­fo­kus (0,55 s), im SLR-Ver­gleich je­doch be­acht­lich schnell funk­tio­niert. Die Ein­schalt­ver­zö­ge­rung ist mit 0,4s er­freu­lich kurz. RAW-Se­ri­en er­stellt die 80D mit ei­ner Ge­schwin­dig­keit von 7 B/s und ma­xi­mal 25 Auf­nah­men pro Se­rie. Als Ex­tras bie­tet sie un­ter an­de­rem ei­ne Fla­cker­er­ken­nung, die bei Se­ri­en­auf­nah­men un­ter Kunst­licht für ei­ne ein­heit­li­che Be­lich­tung sor­gen soll, da­zu ein Mir­ror-Vi­bra­ti­ons-Con­trol-Sys­tem, das den Spie­gel­schlag mo­tor­ge­steu­ert dämpft, so­wie ein in­te­grier­tes WLAN-/NFC-Mo­dul. Der 3 Zoll gro­ße, schwenk- und klapp­ba­re Mo­ni­tor mit 346667 RGB-Pi­xeln wur­de von der 70D über­nom­men. Gut brauch­bar ist die Touch­funk­ti­on. Zu­dem be­sitzt die Ka­me­ra das in die­ser Klas­se nicht üb­li­che LC-Dis­play an der Ober­sei­te mit zu­ge­ord­ne­ten Funk­ti­ons­tas­ten für AF, Dri­ve, ISO und die Wahl der Be­lich­tungs­mess­me­tho­de. Erst­mals in Ca­nons Mit­tel­klas­se ist ein op­ti­scher Su­cher mit 100-Pro­zent-Bild­feld­ab­de­ckung ver­baut.

Bild­qua­li­tät RAW / JPEG

Dass die 80D im JPEG-Stan­dard­test weit bes­ser ab­schnei­det als die Ca­non 70D, ver­dankt sie auch der für die Mes­sung ver­wen­de­ten Ein­stel­lung „Fein­de­tail“, die vor al­lem bei nied­ri­gen ISO -Emp­find­lich­kei­ten zu ei­ner deut­lich ver­bes­ser­ten De­taildar­stel­lung führt. Ei­ne solch scho­nen­de, zu­rück­hal­ten­de JPEGSi­gnal­ver­ar­bei­tung lässt der 80D al­ler­dings we­ni­ger Spiel­raum, um sich im RAW-Test noch zu stei­gern. Trotz­dem klet­tert bei ISO 100 die Auf­lö­sung von 1771 auf 1951 LP/BH. Zugleich las­sen die DL-high-Wer­te nach. Bei den mit LR1- und LR2-Ein­stel­lung ins TIFFFor­mat um­ge­wan­del­ten ISO -1600-Roh­da­ten steigt der Vi­su­al Noi­se ra­pi­de von 2,0 (JPEG) auf 3,9 (LR1) bzw. 2,9 VN (LR2). Die LR3-Auf­nah­men blei­ben zwar mit 2,0 VN auf JPEGNi­veau, wei­sen aber we­sent­lich stär­ke­re Tex­t­ur­ver­lus­te auf. Fa­zit: Die Ca­non 80D kann die Bild­qua­li­tät im RAW-For­mat noch ein­mal ver­bes­sern. Den­noch lan­det die Ka­me­ra auf ei­nem der hin­te­ren Plät­ze. Die jün­ge­ren APS-C-Mo­del­le der Kon­kur­renz ho­len noch mehr De­tails aus den Mo­ti­ven her­aus und sind in der Re­gel auch schnel­ler. Da­für ist die 80D mit ei­nem Preis un­ter 1000 Eu­ro ziem­lich güns­tig.

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