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Groß­for­mat­dru­cke von Pi­xum

Groß­for­mat­dru­cke im Test: Un­se­re Se­rie Groß­for­mat­prints wid­met sich dies­mal Pi­xum. Wir ver­glei­chen ei­nen Echt­fo­to-Ab­zug hin­ter Acryl­glas und ein Fo­to auf Acryl­glas mit Alu-Di­bond-Ve­re­de­lung mit dem güns­ti­ge­ren Fo­to­druck auf Acryl­glas.

- Photography · Arts · PayPal · Auch · Joachim Sauer

Fo­to­druck auf Acryl­glas, Fo­to­ab­zug hin­ter Acryl­glas, Di­gi­tal­druck auf Acryl­glas mit Alu-Di­bond-Ve­re­de­lung

Pi­xum hat sich als ei­ner der Vor­rei­ter un­ter den On­li­ne­dienst­leis­tern sehr stark auf Be­di­en­kon­zep­te und Soft­wareEnt­wick­lung kon­zen­triert. Mit sei­ner ei­gen­stän­di­gen Web­sei­te ist Pi­xum in meh­re­ren eu­ro­päi­schen Län­dern ak­tiv

und schafft es, sei­ne gro­ße Pro­dukt­viel­falt über­sicht­lich zu sor­tie­ren. Für den Test ha­ben wir drei Ver­sio­nen aus­ge­wählt. Mit 25 Eu­ro für das For­mat 30x20cm ist der Fo­to­druck auf Acryl­glas, al­so ein Di­gi­tal­druck, ver­gleichs­wei­se güns­tig. 10 Eu­ro mehr muss man für den Echt­fo­to-Ab­zug hin­ter Acryl­glas (Fi­ne­art) be­zah­len. Be­reits 40 Eu­ro kos­tet der Di­gi­tal­druck auf Acryl­glas mit Alu-Di­bond-Ver­stär­kung (Ga­le­rie­print) und mit­ge­lie­fer­ter Wand­hal­te­rung.

Be­stel­lung per Web­sei­te

Das Fo­to­buch steht bei Pi­xum gleich vorn an – für die Gestal­tung soll­te man dann die „Fo­to­welt“-Soft­ware in­stal­lie­ren, die die Ar­beit ver­ein­facht. Hier geht es aber um die gro­ßen For­ma­te für erst­klas­si­ge Wand­bil­der, und die kann man na­tür­lich auch on­line be­stel­len. Schließ­lich ist da­von aus­zu­ge­hen, dass ein Wand­bild schon vor­her pas­send be­ar­bei­tet wur­de. Zu­dem lässt sich ein Fo­to durch­aus auch noch on­line be­ar­bei­ten, wes­halb Pi­xum gleich nach der Pro­dukt­aus­wahl zum Upload führt. An­schlie­ßend zeigt die Web­sei­te das Bild in der ma­xi­mal emp­foh­le­nen Be­stell­grö­ße. Klei­ner geht im­mer, bei der Wahl ei­nes grö­ße­ren For­mats wird man ge­warnt, dass die Auf­lö­sung nicht aus­reicht. Die Web­sei­te stellt das Bild an ei­ner vir­tu­el­len Wand dar – so­gar mit den pas­sen­den Wand­hal­te­run­gen. Wo­bei sich aber nur die Sei­ten­ver­hält­nis­se be­ur­tei­len las­sen, denn die räum­li­chen Pro­por­tio­nen der vir­tu­el­len Darstel­lung än­dern sich bei der Va­ria­ti­on des For­mats nicht. Et­was ge­wöh­nungs­be­dürf­tig fin­den wir, dass Pi­xum die Wand­hal­te­rung gleich mit­ver­kau­fen will. Das wird zwar sau­ber kom­mu­ni­ziert, ist uns den­noch erst durch den hö­he­ren Preis auf­ge­fal­len. Ab­be­stellt ist die an und für sich gu­te Hal­te­rung schnell. Pi­xum in­te­griert aber nicht nur ei­ne über­sicht­li­che Pro­dukt­aus­wahl, son­dern er­mög­licht auch die On­line-Be­ar­bei­tung. Un­ser 4:3-Fo­to woll­ten wir im Sei­ten­ver­hält­nis 3:2 be­stel­len und konn­ten noch den Aus­schnitt be­stim­men oder den Ho­ri­zont ge­ra­de­rü­cken. So be­kommt man auch Tex­te oder Gra­fi­k­el­e­men­te ins Bild und fin­det zu­dem Lay­out­vor­schlä­ge für Col­la­gen. Selbst ein­fa­che Bild­be­ar­bei­tun­gen bzw. -kor­rek­tu­ren las­sen sich hier er­le­di­gen. Wir ha­ben selbst­ver­ständ­lich be­reits ein op­ti­mier­tes Bild hoch­ge­la­den, so­dass wir beim nächs­ten Schritt den un­schein­ba­ren Ha­ken bei „au­to­ma­ti­sche Bil­d­op­ti­mie­rung (DPO)“lie­ber ent­fernt ha­ben, was al­ler­dings nur für al­le Bil­der im Wa­ren­korb gleich­zei­tig an­wend­bar ist. Sehr gut: Wer Pro­duk­te im Wa­ren­korb lie­gen hat, kann bei Be­darf noch ein­mal zu­rück­sprin­gen und die Be­stel­lung kor­ri­gie­ren. Da­bei lässt sich fast al­les ver­än­dern: vom Pro­dukt über das For­mat so­gar bis hin zum Mo­tiv. So lan­det man auf kur­zen We­gen schnell im Be­stell­pro­zess und kann via Rech­nung, Kre­dit­kar­te oder PayPal be­zah­len. Wie üb­lich er­hält man am En­de der Be­stel­lung ei­ne E-Mail und zu­sätz­lich ei­ne Nach­richt, so­bald die Pro­duk­te in den Ver­sand ge­gan­gen sind. Nach den fünf ver­spro­che­nen Werk­ta­gen tra­fen die Bil­der bei uns ein: Je­weils in ei­nem se­pa­ra­ten Kar­ton ver­packt und mit ei­nem PET-Band zum Pa­ket zu­sam­men

Fa­zit So stress­frei wünscht man sich ei­nen On­li­ne­auf­tritt! Da­bei ist die Pro­dukt­aus­wahl tat­säch­lich enorm groß. Hier hat Pi­xum sei­ne Stär­ke voll aus­ge­spielt – nicht nur auf dem Desk­top-Rech­ner: Auch die Apps für die Be­stel­lung funk­tio­nie­ren sehr gut. Bei der Druck­qua­li­tät lie­fert Pi­xum sau­be­res Hand­werk ab. Scha­de, dass die Fi­ne­art-Aus­be­lich­tung et­was zu hell aus­ge­fal­len ist. Das be­ein­träch­tigt das sonst sehr gu­te Er­geb­nis ein we­nig. Bei den Di­rekt­dru­cken hin­ter Acryl­glas kann man, wenn das Bild an ei­ne wei­ße Wand kommt, so­gar auf die teu­re­re Alu-Di­bond-Ka­schie­rung ver­zich­ten und sich lie­ber ei­ne or­dent­li­che Auf­hän­gung gön­nen. Mit Ab­stand be­trach­tet se­hen die bei­den Di­rekt­dru­cke gleich aus, auch das Druck­ras­ter fällt so nicht mehr auf. Die bes­te Qua­li­tät lie­fert je­doch der Fo­to­ab­zug. ge­schnürt. Je­der Druck ist noch­mal in Kunst­stoff­fo­lie ein­ge­wi­ckelt und zum Schutz mit Kunst­stoffecken ver­se­hen. We­nigs­tens auf die Fo­lie hät­te man ver­zich­ten kön­nen, denn auf der Ple­xi­glas­schei­be je­des Drucks ist eben­falls noch ei­ne Schutz­fo­lie auf­ge­bracht. Wir ha­ben schon deut­lich öko­lo­gisch sinn­vol­le­re Ver­sand­lö­sun­gen ge­se­hen.

Tes­t­er­geb­nis­se

Un­se­re ers­te Fra­ge war: Wie schlägt sich das Fi­ne­art-Bild, al­so der Fo­to­ab­zug hin­ter Acryl­glas, ge­gen den Ga­le­rie­print, al­so den Di­gi­tal­druck auf Acryl­glas mit Alu-Di­bond-Ver­stär­kung? Der Ga­le­rie­print ist um 5 Eu­ro teu­rer, wird da­für aber mit ei­ner Wand­hal­te­rung ge­lie­fert: Das Finart-Bild lässt Pi­xum auf Fu­ji­co­lor-Crys­tal-Pa­pier aus­be­lich­ten, und es wirkt ein­deu­tig bril­lan­ter. Al­ler­dings ist es et­was zu hell be­lich­tet. Das ist scha­de, denn da­mit hat der Him­mel zu we­nig Blau, und auch die Haut­tö­ne stim­men nicht mehr ganz. Das ist beim Di­rekt­druck bes­ser – und zwar bei bei­den Bil­dern, al­so auch beim deut­lich güns­ti­ge­ren Fo­to­druck auf Acryl­glas oh­ne zu­sätz­li­che AluDi­bond-Ka­schie­rung. An der Bild­qua­li­tät las­sen sich die­se bei­den Dru­cke nicht un­ter­schei­den. Wer aber sei­nen Druck an ei­ne far­bi­ge Wand hän­gen will, braucht ei­ne Di­bond-Ka­schie­rung, denn die Wand­far­be schim­mert durch den Di­rekt­druck noch ganz leicht durch. Ein we­nig stö­rend fällt bei bei­den Bil­dern das Druck­ras­ter auf, das schon fast wie Bild­rau­schen aus­sieht. Dar­un­ter lei­det auch die Bild­schär­fe et­was. Bei bei­den Dru­cken trifft Pi­xum ge­gen­über der Aus­be­lich­tung aber eben die Hel­lig­keits­ab­stim­mung bes­ser, so­dass die De­tails auch in hel­len Bild­be­rei­chen noch gut wie­der­ge­ge­ben wer­den. Joa­chim Sau­er

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hin­zu. Da­mit er­klärt sich die Dif­fe­renz zwi­schen dem An­ge­bots­preis und dem auf der fol­gen­den Sei­te an­ge­zeig­ten Preis. Die Wand­hal­te­rung kann man na­tür­lich
auch ab­wäh­len.
Fo­tos: Joa­chim Sau­er
Stan­dard­mä­ßig fügt Pi­xum der Be­stel­lung ei­ne Wand­hal­te­rung hin­zu. Da­mit er­klärt sich die Dif­fe­renz zwi­schen dem An­ge­bots­preis und dem auf der fol­gen­den Sei­te an­ge­zeig­ten Preis. Die Wand­hal­te­rung kann man na­tür­lich auch ab­wäh­len. Fo­tos: Joa­chim Sau­er
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 ??  ?? Im Brow­ser kann man nicht nur den Bild­aus­schnitt aus­wäh­len, son­dern das Fo­to auch gleich kor­ri­gie­ren. Die Bil­d­op­ti­mie­rung de­ak­ti­viert man da­ge­gen …
Im Brow­ser kann man nicht nur den Bild­aus­schnitt aus­wäh­len, son­dern das Fo­to auch gleich kor­ri­gie­ren. Die Bil­d­op­ti­mie­rung de­ak­ti­viert man da­ge­gen …
 ??  ?? … im Wa­ren­korb, und so­mit im­mer für die ge­sam­te Be­stel­lung. Au­ßer­dem lässt sich je­des Pro­dukt im Wa­ren­korb noch ein­mal pro­blem­los kor­ri­gie­ren.
… im Wa­ren­korb, und so­mit im­mer für die ge­sam­te Be­stel­lung. Au­ßer­dem lässt sich je­des Pro­dukt im Wa­ren­korb noch ein­mal pro­blem­los kor­ri­gie­ren.
 ??  ?? Aus­ge­rech­net beim teu­ers­ten Ga­le­rie­print lie­fert Pi­xum ei­ne un­sau­be­re End­fer­ti­gung an ei­ner Ecke. Das be­ein­träch­tigt den Ge­samt­ein­druck
ein we­nig.
Aus­ge­rech­net beim teu­ers­ten Ga­le­rie­print lie­fert Pi­xum ei­ne un­sau­be­re End­fer­ti­gung an ei­ner Ecke. Das be­ein­träch­tigt den Ge­samt­ein­druck ein we­nig.
 ??  ?? Der Fi­ne­art-Druck ist lei­der et­was zu hell ge­ra­ten, wirkt aber den­noch bril­lant. Oh­ne das Druck­ras­ter kom­men die De­tails bes­ser zur Gel­tung.
Der Fi­ne­art-Druck ist lei­der et­was zu hell ge­ra­ten, wirkt aber den­noch bril­lant. Oh­ne das Druck­ras­ter kom­men die De­tails bes­ser zur Gel­tung.
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Beim Ga­le­rie­print be­druckt Pi­xum die Acryl­schei­be und la­mi­niert auf der Rück­sei­te ei­ne Alu-Di­bond-Plat­te auf. Da­durch wirkt der Druck auch auf far­bi­gen Hin­ter­grün­den farb­neu­tral.
 ??  ?? Der Di­rekt­druck auf Acryl sieht nicht an­ders aus als die teu­re­re Ga­le­rie-Ver­si­on, al­ler­dings kann bei die­ser Lö­sung ein far­bi­ger Hin­ter­grund durch­schim­mern.
Der Di­rekt­druck auf Acryl sieht nicht an­ders aus als die teu­re­re Ga­le­rie-Ver­si­on, al­ler­dings kann bei die­ser Lö­sung ein far­bi­ger Hin­ter­grund durch­schim­mern.
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Joa­chim Sau­er, Au­tor

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