Ni­kon D750

ColorFoto - - Inhalt 2/2020 -

Das zweit­jüngs­te Mit­glied des SLRSys­tems von Ni­kon hat ei­nen KB-Sen­sor und ist als ers­te Voll­for­mat­ka­me­ra die­ses Her­stel­lers mit ei­nem ver­stell­bar ge­la­ger­ten 3,2-Zoll-Mo­ni­tor mit RGBW-Ma­trix aus­ge­stat­tet. Das „W“steht für das zu­sätz­li­che Weiß-Pi­xel, das die Hel­lig­keit stei­gert. Der op­ti­sche Su­cher mit 100% Bild­feld­ab­de­ckung und ei­ner 0,7-fach ef­fek­ti­ven Ver­grö­ße­rung kann in der Pra­xis voll über­zeu­gen. Au­ßer­dem ist die knapp 1000 Eu­ro teu­re D750 der ers­te Ni­kon-Voll­for­ma­ter mit ei­nem in­te­grier­ten WLAN-Mo­dul. Auf Blue­tooth muss der Fo­to­graf al­ler­dings ver­zich­ten.

Dank ih­rer spe­zi­el­len Kon­struk­ti­on ist die D750 so­gar noch ein we­nig kom­pak­ter und um 20 Gramm leich­ter als das ihr un­ter­ge­ord­ne­te Con­su­merMo­dell D610. Wie die­ses ar­bei­tet die D750 mit ei­ner Auf­lö­sung von 24MP und steckt in ei­nem ab­ge­dich­te­ten Ma­g­ne­si­um-Kunst­stoff-Ge­häu­se. Den Pha­sen­au­to­fo­kus auf ei­nem ex­ter­nen Sen­sor mit 52 Fel­dern (15 da­von sind Kreuz­sen­so­ren) hat sie da­ge­gen von der teu­re­ren D810 ge­erbt, er­freu­li­cher­wei­se in ei­ner über­ar­bei­te­ten Ver­si­on mit hö­he­rer Licht­emp­find­lich­keit. Die Aus­lö­se­ver­zö­ge­rung liegt bei or­dent­li­chen 0,3/0,57 s im Su­cher- und bei lang­sa­men 1,1s im Live-View-Be­trieb. Im Se­ri­en­mo­dus nimmt sie ma­xi­mal 4,1 RAWs pro Se­kun­de auf.

Bild­qua­li­tät RAW / JPEG

Die D750 ge­hört im JPEG-Test dank der her­vor­ra­gen­den in­ter­nen Si­gnal­ver­ar­bei­tung im­mer noch zum Bes­ten, was der Markt im 24-MP-Seg­ment der­zeit her­gibt. Da die D750 ih­re JPEG-Auf­nah­men scho­nen­der ent­rauscht als die meis­ten Con­su­mer-Mo­del­le, fällt der Ge­winn im RAW-Test ver­gleichs­wei­se mo­de­rat aus. Bei ISO1600 steigt die Auf­lö­sung von 1750 (JPEG) auf 1983 (LR1), 1925 (LR2) bzw. 1975 LP/BH (LR3). Da­bei ge­hen die De­ad-Lea­ves­LC-Wer­te von 954 (JPEG) auf 1234 (LR1) und 1049LP/BH (LR2), bei LR3 auf 914LP/BH her­un­ter. Im RAW-Test er­höht sich der Visual Noi­se ge­gen­über dem JPEG-Test selbst dann nur recht mo­de­rat, wenn man in Light­room die Rau­sch­re­du­zie­rung auf null her­un­ter­re­gelt (LR1). In die­sem Fall kommt die

D750 bei ISO1600 auf 2,2 VN, mit LR2-Ein­stel­lung auf 1,6 VN und mit deut­lich hoch ge­re­gel­tem Rausch­fil­ter auf 1,1 VN (LR3). Die Ar­te­fak­te sind bei die­ser Ka­me­ra ge­ne­rell sehr schwach aus­ge­prägt und lie­gen bei LR1 nicht ein­mal im mess­ba­ren Be­reich. Trotz­dem kommt die D750 in der Ge­samt­wer­tung nicht an die 40-Me­ga­pi­xelKa­me­ras von Ni­kon und So­ny her­an.

FA­ZIT: Wer ei­ne klas­si­sche SLR mit scho­nen­der Si­gnal­ver­ar­bei­tung sucht, fin­det in der Ni­kon D750 ein pas­sen­des Mo­dell. In Sa­chen Bild­qua­li­tät braucht sie sich auch in Ge­sell­schaft von Kon­kur­ren­ten mit 40 oder 50MP nicht zu ver­ste­cken, auch wenn sie de­ren Auf­lö­sung nicht er­rei­chen kann. Die Aus­stat­tung der Ka­me­ra ist al­ler­dings nach ak­tu­el­lem Stand et­was schmal.

Funk­tio­nell Ni­kon stat­tet die D750 mit gut er­reich­ba­ren Funk­ti­ons­tas­ten aus, die dem Fo­to­gra­fen er­lau­ben, die Ka­me­ra auch „blind“si­cher zu be­die­nen.

Be­weg­lich Ei­ner der we­sent­li­chen Un­ter­schie­de der D750 zur D610 ist der be­weg­li­che Mo­ni­tor.

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