Gart­ner: Im E-Com­mer­ce wer­den Ama­zon und Ali­ba­ba ih­re Markt­an­tei­le wei­ter aus­bau­en

Computerwoche - - Markt -

Bis 2023 wer­den Ama­zon und Ali­ba­ba ei­nen 40-pro­zen­ti­gen An­teil am welt­wei­ten On­li­ne-Ein­zel­han­del hal­ten, pro­gnos­ti­zie­ren die Markt­for­scher von Gart­ner. Im ver­gan­ge­nen Jahr hät­ten die bei­den E-Com­mer­ce-Gi­gan­ten be­reits ein Drit­tel (33 Pro­zent) des Mark­tes auf sich ver­eint.

Für Tho­mas O‘Con­nor, Se­ni­or Di­rec­tor bei Gart­ner, ist die Do­mi­nanz der On­li­ne-Rie­sen aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu ste­cken. „Es gibt vie­le Mög­lich­kei­ten für Re­tailer, sich zu dif­fe­ren­zie­ren“, sag­te er an­läss­lich des Gart­ner Sym­po­si­um/ITx­po in Aus­tra­li­en. Auch in Zu­kunft wer­de es ei­nen ro­bus­ten Ein­zel­han­del ge­ben, al­lein in die­sem Jahr wer­de der welt­wei­te Markt um 4,8 Pro­zent zu­le­gen. Au­ßer­dem sei der An­teil der Neu­er­öff­nun­gen von On­li­ne- und La­den­ge­schäf­ten hö­her als der von Schlie­ßun­gen.

Star­kes Wachs­tum 2018

Die IT-Aus­ga­ben im Ein­zel­han­del wer­den laut Gart­ner bis 2022 je­des Jahr um drei bis vier Pro­zent wach­sen, wo­bei 2018 so­gar ein Plus von 5,6 Pro­zent er­zielt wer­den soll. Die Bran­che wer­de in die­sem Jahr 197 Mil­li­ar­den Dol­lar in­ves­tie­ren, von de­nen der Lö­wen­an­teil auf IT-Ser­vices ent­fal­le, näm­lich 81,6 Mil­li­ar­den Dol­lar. IT-Ser­vices und Soft­ware sol­len auch in den nächs­ten Jah­ren die größ­te Wachs­tums­dy­na­mik auf­wei­sen. O‘Con­nor sag­te, dass der sta­tio­nä­re Han­del kei­nes­wegs tot sei, son­dern, im Ge­gen­teil, wie­der auf­blü­hen wer­de. Er­folg­reich sei, wer die Be­dürf­nis­se sei­ner Kun­den am bes­ten ver­ste­he und die nö­ti­ge Wand­lungs­fä­hig­keit mit­brin­ge.

Ein­zel­han­dels­un­ter­neh­men müss­ten Ad­van­ced Ana­ly­tics und künst­li­che In­tel­li­genz be­herr­schen, um das ge­gen­wär­ti­ge und zu­künf­ti­ge Ver­hal­ten der Kun­den zu er­he­ben. Au­ßer­dem soll­ten sie ei­ne fle­xi­ble Ar­chi­tek­tur auf­bau­en, da sich die Ver­brau­cher­wün­sche im­mer häu­fi­ger und schnel­ler än­der­ten. Und schließ­lich soll­ten die Händ­ler den Er­folg ih­rer Maß­nah­men rund um den di­gi­ta­len Um­bau ge­nau mes­sen und be­ob­ach­ten.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.