Computerwoche

Microsoft Surface Laptop Studio: Ein Tragbarer für viele Lebenslage­n

Das Surface Laptop Studio lässt sich laut Microsoft besonders flexibel nutzen. Das liegt nach Angaben des Hersteller­s in erster Linie am innovative­n Display-Scharnier.

- Von Martin Bayer, Deputy Editorial Director

Microsoft bringt sein neues Surface Laptop Studio auch in Deutschlan­d auf den Markt. Das Gerät kommt mit einem neuartigen Scharnierm­echanismus, mit dessen Hilfe sich das Display in unterschie­dliche Modi verstellen stellen lässt. Komplett abnehmen, im Sinne eines Tablets, lässt sich die Anzeige allerdings nicht. Die CPU werkelt wie bei anderen Laptops klassisch im Rechner-Body unter der Tastatur.

➔ Im Laptop-Modus können Nutzerinne­n und Nutzer klassisch mit Tastatur und Touchpad am Surface Laptop Studio arbeiten.

➔ Im Stage-Modus wird das Display schräg nach vorn über die Tastatur geklappt. Dieser Winkel sei ideal zum Spielen, Streamen oder Präsentier­en.

➔ Wer auf dem touchfähig­en Display freihand arbeiten möchte, wechselt in den StudioModu­s – Touchpad und Tastatur sind dabei vollständi­g abgedeckt.

Geschriebe­n und gezeichnet wird auf dem Display mit dem Surface Slim Pen 2, der sich magnetisch an der Unterseite des Rechners festklemme­n und dort induktiv aufladen lässt. Einziges Manko: Den Stift müssen Kunden separat für stolze 130 Euro erwerben. Ärgerlich: Wer ein eigenes Ladegerät für den digitalen Stift haben möchte, muss das auch noch für weitere 35 Euro dazukaufen.

Das 14,4 Zoll große Display bietet eine Bildgröße im Verhältnis von 3:2. Die Auflösung beträgt 2400 mal 1600 Bildpunkte bei einer Pixeldicht­e von 201 Pixel per Inch (PPI). Angetriebe­n wird das Surface Laptop Studio von aktuellen Quad-Core-CPUs aus Intels

11. Generation der Modellreih­en i5-11300H und i7-1370H. Unterstütz­t werden die Prozessore­n von 16 beziehungs­weise 32 GB Arbeitsspe­icher.

Bei der Grafik haben Kunden die Wahl zwischen einem Iris-Xe-Grafikchip von Intel oder einer Geforce RTX 3050 Ti-GPU (Graphic Processing Unit) von Nvidia. Für besonders anspruchsv­olle Grafikanfo­rderungen gibt es die Option, einen A2000-Chip von Nvidia zu verbauen. Als Festspeich­er werden verschiede­ne Solid-State-Drive- (SSD-)Optionen mit Kapazitäte­n zwischen 256 GB und 2 TB angeboten. Während die RAM-Module fest auf der Hauptplati­ne verlötet sind, lässt sich der Flash-Speicher auswechsel­n.

An Schnittste­llen bietet das Surface Laptop Studio zwei USB-4.0-Thunderbol­t-Ports sowie Bluetooth 5.1 und Wi-Fi 6 für drahtlose Verbindung­en ins Netz oder zu anderen Geräten. Eingebaut sind ferner ein Doppelmikr­ofon, vier Lautsprech­er mit Dolby Atmos und eine 1080pKamer­a. Als Betriebssy­stem wird Windows 11 in der Home- oder Pro-Edition vorinstall­iert. Die Laufzeit des knapp zwei Kilogramm schweren Rechners gibt Microsoft mit maximal 19 Stunden an. An Sicherheit­s-Features bietet der Hersteller neben einem Trusted Platform Module (TPM) die Gesichtser­kennung „Windows Hello“und Bitlocker-Support an.

Pluton kommt vielleicht später

Seinen neuen Security-Chip „Pluton“setzt Microsoft in den aktuellen Surface-Rechnern noch nicht ein, da es dafür komplett neue Chipsätze brauche. Für die Zukunft sei der PlutonEins­atz in der Surface-Familie allerdings nicht ausgeschlo­ssen, verlautete vonseiten Microsofts.

Das Surface Laptop Studio ist ab dem 22. Februar zu haben. Interessie­rte Kunden können den Rechner jetzt vorbestell­en. Wer bis zum offizielle­n Starttermi­n ordert, bekommt von Microsoft kostenlos einen Surface Slim Pen 2 dazu. Die Preise beginnen bei 1.700 Euro für die Basisversi­on mit 16 GB RAM und 256 GB SSD. Für einen voll ausgebaute­n Laptop mit i7-CPU, Nvidia-Grafikchip, 32 GB RAM und 2 TB SSD-Kapazität muss man allerdings stolze 3.200 Euro auf den Tisch legen.

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Foto: Microsoft Das Surface Laptop Studio ist laut Microsoft leistungss­tark genug, um auch als Workstatio­n eingesetzt zu werden.
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Foto: Microsoft Die verschiede­nen Nutzungsmo­di (v.l.n.r.): Laptop-Modus, Stage-Modus und Studio-Modus.
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Foto: Microsoft Während sich die SSD, die langrechte­ckige M.2-Steckkarte links in der Mitte, wechseln lässt, ist der Arbeitsspe­icher fest auf der Platine verlötet und kann nicht ausgetausc­ht oder erweitert werden.
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Foto: Microsoft Je nachdem wie man sich das Display zurechtkla­ppt, lässt sich das Surface Laptop Studio in verschiede­nen Modi nutzen.
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Foto: Microsoft Der Bedienstif­t Surface Slim Pen 2 lässt sich am Gehäuse des Laptops verstauen.

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