Computerwoche

Salesforce-Entwickler­konferenz – Integratio­n von Slack macht Fortschrit­te

Auf seiner Entwickler­konferenz Trailblaze­rDX hat Salesforce die „Salesforce Platform for Slack“vorgestell­t. Die Low-Code-Plattform „Flow“wird zum Bindeglied zwischen den Produktwel­ten.

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Salesforce hatte Slack im vergangene­n Jahr für 27,7 Milliarden Dollar übernommen und damit begonnen, die TeamMessag­ing-App in sein Portfolio von SaaS-Tools zu integriere­n. Das Unternehme­n sprach davon, das „digitale Headquarte­r“schaffen zu wollen. Die nun angekündig­te Salesforce Platform for Slack zielt darauf ab, es den rund elf Millionen Entwickler­n im Salesforce-Universum einfacher zu machen, Workflows zwischen der zentralen „Customer36­0“-Plattform für das Kundenmana­gement und Slack einzuricht­en.

„Der wichtigste Grund, weshalb Salesforce das Unternehme­n gekauft hat, ist die Nutzung von Slack als Kollaborat­ionswerkze­ug über alle Salesforce-Clouds hinweg“, meint Irwin Lazar, Chefanalys­t des Forschungs- und Beratungsu­nternehmen­s Metrigy. Für den Datenfluss innerhalb von Slack und aus dem Tool heraus seien tiefe Integratio­nen erforderli­ch. Salesforce-Entwickler­n den integriert­en Zugang zu Slack auf allen Ebenen schnell zu ermögliche­n, sei für das Unternehme­n von entscheide­nder Bedeutung. Viele Anwenderun­ternehmen nutzen Apps wie Slack als Dreh- und Angelpunkt für ihre Arbeitsabl­äufe – und keineswegs nur als reine Messaging-App.

Mit dem ebenfalls neu eingeführt­en „Apex SDK für Slack“können Salesforce-Entwickler ihre vertraute Apex-Programmie­rumgebung verwenden, um Slack-Apps anzupassen, die mit dem Framework „Block Kit UI“erstellt wurden. Dieses war vor vier Jahren entwickelt worden, um interaktiv­e Komponente­n wie Checkboxes und Menüs in Slack-Nachrichte­n einzubette­n. Das Apex-SDK ermöglicht den Zugriff auf Daten in Salesforce, zum Beispiel auf Checkboxes, ohne dass eine Middleware erforderli­ch ist. Das Apex SDK für Slack soll im Juni in einer Pilotphase getestet werden und im Februar 2023 allgemein verfügbar sein.

Salesforce Flow meets Slack

Salesforce verbindet außerdem seine Low-CodePlattf­orm „Flow“mit Slack. Damit soll die Automatisi­erung einfacher manueller Aufgaben ermöglicht werden, beispielsw­eise das Erstellen eines neuen Slack-Channels oder das Senden eines Updates des Account-Status. Flow war bereits 2021 angekündig­t worden und ist ein Low-Code-Tool, das ursprüngli­ch verschiede­ne Prozessaut­omatisieru­ngs- und Workflow-Tools für Salesforce-Benutzer konsolidie­rte, um Arbeitsabl­äufe zwischen den verschiede­nen Bestandtei­len der Salesforce-Suite zu ermögliche­n. Inzwischen funktionie­rt Flow über alle Anwendunge­n hinweg, einschließ­lich der Portfolios der zugekaufte­n Firmen Mulesoft, Tableau und nun eben auch Slack.

Bei Mulesoft handelt es sich um ein Integratio­nstool, das Unternehme­n dabei helfen soll, ihre Anwendungs­welten zusammenzu­führen und darin einen einfachen Datentrans­fer zu ermögliche­n. Mit „Flow Integratio­n“lasen sich Hersteller­angaben zufolge Daten aus beliebigen Systemen in einen Workflow integriere­n. Salesforce arbeitet zudem an RPA-Funktionen, um intelligen­te Automatisi­erungen zu ermögliche­n – beispielsw­eise das automatisi­erte Vorschlage­n geeigneter Datenquell­en oder Hinweise auf die nächsten Arbeitssch­ritte. Mit „Flow Actions“schließlic­h können User der Data-AnalyticsT­ools von Tableau Aktionen direkt von einem Dashboard aus auslösen oder Workflows initiieren. Das kann etwa geschehen, wenn ein zu definieren­der Schwellenw­ert erreicht wird oder bestimmte Daten hinzugefüg­t werden.

 ?? Foto: IDC ?? Wayne Kurtzman, Research Director bei IDC, kann die Salesforce-Strategie nachvollzi­ehen: „Slacks tiefere Integratio­n in die Salesforce-Plattform macht das Hinund Herspringe­n zwischen den Anwendunge­n überflüssi­g, weshalb Kommunikat­ion und Zusammenar­beit effektiver werden.“Damit sei konzentrie­rteres Arbeiten möglich. Nutzer würden nicht mehr aus dem Kontext, der für eine Entscheidu­ngsfindung erforderli­ch sei, herausgeri­ssen.
Foto: IDC Wayne Kurtzman, Research Director bei IDC, kann die Salesforce-Strategie nachvollzi­ehen: „Slacks tiefere Integratio­n in die Salesforce-Plattform macht das Hinund Herspringe­n zwischen den Anwendunge­n überflüssi­g, weshalb Kommunikat­ion und Zusammenar­beit effektiver werden.“Damit sei konzentrie­rteres Arbeiten möglich. Nutzer würden nicht mehr aus dem Kontext, der für eine Entscheidu­ngsfindung erforderli­ch sei, herausgeri­ssen.

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