DOP­PEL­TE BIOMETRISCHE SI­CHER­HEIT

Das Ma­te 20 Pro bie­tet ei­ne in der An­dro­id-Welt ein­zig­ar­ti­ge Kom­bi­na­ti­on bio­me­tri­scher Sen­so­ren. Für den Nut­zer sind das gu­te Nach­rich­ten.

connect - - SMARTPHONES -

Ein wich­ti­ges Al­lein­stel­lungs­merk­mal der ak­tu­el­len iPho­neGe­ne­ra­ti­on ist die Ge­sichts­ent­sper­rung mit­tels Face ID. App­le hat ein be­son­ders si­che­res Ver­fah­ren ent­wi­ckelt, hin­ter dem weit mehr steht als ei­ne Ka­me­ra, die das Ge­sicht op­tisch er­fasst. Denn die Op­tik wird von ei­ner gan­zen Pha­lanx von Sen­so­ren flan­kiert, de­ren Kern­ele­men­te ein In­fra­rot- und ein Tie­fen­sen­sor sind. Da­mit ist ein drei­di­men­sio­na­ler Scan des Ge­sichts zu je­der Ta­ges­zeit mög­lich. Das Si­cher­heits­ni­veau ist mit dem Fin­ger­ab­druck ver­gleich­bar, ei­ne Täu­schung mit Mas­ken oder Fo­tos schließt App­le aus. Hua­wei geht beim Ma­te 20 Pro mit dem „Face Scan“ei­nen ähn­li­chen Weg. Die Chi­ne­sen er­fas­sen nach ei­ge­nen An­ga­ben et­wa 30 000 Punk­te im Ge­sicht. Im Ge­gen­satz zu App­le wird die Ge­sichts­er­ken­nung al­ler­dings mit ei­nem Fin­ger­ab­druck­sen­sor kom­bi­niert, der di­rekt in den Touch­screen ein­ge­las­sen ist.

Char­man­te Kom­bi­na­ti­on

Das erst­ma­li­ge Ein­scan­nen des Fin­ger­ab­drucks dau­ert län­ger als wir von Hua­wei ge­wohnt sind, die Er­ken­nungs­ra­te in un­se­rem Test lag aber auf ei­nem genau­so ho­hen Ni­veau wie ein klas­si­sches Sen­sor­feld. Den Fin­ger­ab­druck be­nö­tigt man aber oh­ne­hin nur noch als Al­ter­na­ti­ve, wenn der „Face Scan“ver­sagt, was in un­se­rem Test so gut wie nie der Fall war. Das Ver­fah­ren funk­tio­niert in je­der Licht­si­tua­ti­on und auch im schrä­gen Win­kel pro­blem­los und ist genau­so kom­for­ta­bel, wie wir es vom iPho­ne X ken­nen. Ih­ren be­son­de­ren Charme ge­winnt die Lö­sung von Hua­wei mit der Kom­bi­na­ti­on von zwei Me­tho­den, die für sich al­lein ge­nom­men schon sehr be­quem sind. Auch wenn man im Win­ter ei­nen Schal vor dem Mund trägt oder wenn das Pho­ne in Rich­tung von an­de­ren Per­so­nen ge­hal­ten wird (et­wa um Fo­tos zu zei­gen), muss man beim Ma­te 20 Pro kei­ne PIN ein­ge­ben. Die PIN wird fast nur noch im Rah­men der ob­li­ga­to­ri­schen drei­tä­gi­gen Si­cher­heits­ab­fra­ge be­nö­tigt – was auch sinn­voll ist, weil sonst die Ge­fahr be­steht, dass man die Zah­len­fol­ge ir­gend­wann ver­gisst.

Die pas­sen­de Soft­ware

Pas­send zu den neu­en bio­me­tri­schen Me­tho­den im­ple­men­tiert Hua­wei ei­nen Pass­wort-Ma­na­ger in EMUI 9, der al­le Nut­zer­na­men und Pass­wör­ter spei­chert, die auf dem Pho­ne ein­ge­ge­ben wer­den – ei­ne Funk­ti­on, mit der nicht nur iOS, son­dern auch Samsungs An­dro­id-Ober­flä­che Ex­pe­ri­ence UI bis­her im­mer

Smarter Touch

Das Ma­te 20 Pro ist ei­nes der ers­ten Smart­pho­nes welt­weit mit ei­nem di­rekt in den Touch­screen ein­ge­las­se­nen Sen­sor. ge­gen Hua­wei punk­ten konn­ten. Er­gänzt wird der Pass­wort-Ma­na­ger von den Ex­tras, die man be­reits von Hua­wei kennt und schätzt: Per Ap­pSper­re kann der Be­sit­zer Apps fest­le­gen, die sich nur von ihm öff­nen las­sen, der Zu­gang er­folgt via PIN, Face Scan oder Fin­ger­ab­druck. Das Glei­che gilt für den „Da­teisafe“, der Fo­tos, Vi­de­os und an­de­re Da­tei­en ver­schlüs­selt, und für den „Pri­va­te Space“, ei­ne ge­trenn­te An­dro­idOber­flä­che, auf die man nur mit ei­nem ex­tra da­für hin­ter­leg­ten Fin­ger­ab­druck zu­grei­fen kann. Das Ma­te 20 kommt mit den

glei­chen Soft­ware-Funk­tio­nen, trägt den Fing­er­sen­sor aber klas­sisch auf dem Rü­cken und die Ge­sichts­ent­sper­rung er­folgt nur mit­hil­fe des

Ka­me­ra­sen­sors.

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