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KO­TOR/MON­TE­NE­GRO

Wäh­rend Kroa­ti­ens Adria­per­le Du­brov­nik zur Hoch­sai­son schon mal kurz vor dem Kol­laps steht, hat sich die mon­te­ne­gri­ni­sche Stadt Ko­tor ih­ren Charme be­wahrt. Die fast 2000 Jah­re al­te Han­dels­stadt liegt ma­le­risch in ei­ner tie­fen Buch, die von stei­len Fels­klip­pen um­rahmt wird. Die Ein­fahrt durch die fjordähn­li­che Adria-land­schaft in den Ha­fen ist um­wer­fend schön. Ko­tor hat ei­ne be­rühmt mit­tel­al­ter­li­che Alt­stadt, die von ei­ner 4,5 Ki­lo­me­ter lan­gen Stadt­mau­er ein­ge­rahmt wird. In den ver­win­kel­ten Gas­sen kann man gut nach­voll­zie­hen, dass die Stadt ein idea­les Ver­steck für See­räu­ber und Pi­ra­ten war. Ein Schmuckstück ist die ro­ma­ni­sche Sankt Try­phon Ka­the­dra­le (Sve­ti Tri­fun), die als die schöns­te Kir­che in Mon­te­ne­gro gilt. Nach der Stadt­be­sich­ti­gung kann man sich am Ha­fen in ei­nem der sym­pa­thi­schen Ca­fés und Re­stau­rants die Zeit ver­trei­ben und das le­ben­di­ge

Es ist ein na­he­zu men­schen­lee­res Land: ta­ge­lang Ber­ge, Glet­scher, blaue Fel­sen, wei­ßes Eis und im­mer wie­der Ne­bel. Im Nor­den war­ten das Pack­eis und die Po­lar­bä­ren. Nie­mand weiß, wie lan­ge man die Tie­re in frei­er Na­tur noch be­wun­dern kann, und ge­nau des­we­gen sind al­le Rei­sen­den hier.

Schon zwei Ta­ge un­ter­wegs und noch im­mer kein Eis­bär in Sicht: Die wun­der­ba­ren Be­geg­nun­gen mit Wa­len, Rob­ben und den vie­len Vö­geln trös­ten je­doch ein we­nig über die Ab­we­sen­heit der Po­lar-gi­gan­ten hin­weg. Die er­fah­re­nen, deutsch­spra­chi­gen Ex­pe­di­ti­ons­lei­ter ken­nen die Er­war­tun­gen ih­rer Gäs­te und de­ren Un­ge­duld. Um kei­ne Lang­wei­le auf­kom­men zu las­sen, hal­ten sie an Bord im Han­se Atri­um span­nen­de Vor­trä­ge über das atem­be­rau­ben­de Land, be­ein­dru­cken­de Men­schen und die Tier­welt mit den ein­zig­ar­ti­gen Po­lar­bä­ren. Zum Bei­spiel er­fah­ren die Gäs­te, dass das für den Eis­bä­ren ty­pi­sche, weiß-gelb­li­che Fell in der ark­ti­schen Eis­re­gi­on ei­ne idea­le Tar­nung dar­stellt, die ihm das Ja­gen er­leich­tert. Die­se Tar­nung macht na­tür­lich auch den Tier­be­ob­ach­tern auf der Brü­cke des Schif­fes zu schaf­fen. Mit bes­ten Fern­glä­sern aus­ge­stat­tet, su­chen sie müh­sam die Eis­ober­flä­che ab.

Mehr als zwei St­un­den kreuzt das Schiff schon durch dün­nes Eis. Der Ne­bel hat sich zwi­schen­zeit­lich ver­zo­gen, die Sicht reicht

Der rie­si­ge Kö­nig der Ark­tis zieht Rei­sen­de aus al­ler Welt an. In der Re­gel ge­lan­gen die Ur­lau­ber auf Ex­pe­di­ti­ons­see­fahr­ten auf ro­bus­ten, klei­nen Schif­fen dort­hin, für die das Pack­eis kaum ein Pro­blem be­deu­tet.

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