At­test muss pünkt­lich kom­men

Delmenhorster Kreisblatt - - STELLENMARKT -

DÜS­SEL­DORF Ar­beit­neh­mer müs­sen in der Re­gel am drit­ten Tag nach ei­ner Krank­mel­dung ein ärzt­li­ches At­test bei ih­rem Ar­beit­ge­ber ein­rei­chen. Für die­se Frist zäh­len al­ler­dings nicht die ver­stri­che­nen Ar­beits­ta­ge, son­dern die Ka­len­der­ta­ge. Dar­auf weist der Rechts­schutz des Deut­schen Ge­werk­schafts­bunds (DGB) hin. Kon­kret heißt das laut DGB Rechts­schutz: Wer an ei­nem Frei­tag krank wird und zu Hau­se bleibt, muss spä­tes­tens am Mon­tag dar­auf ei­ne Ar­beits­un­fä­hig­keits­be­schei­ni­gung vom Arzt beim Ar­beit­ge­ber vor­le­gen. Ein Ar­beit­ge­ber kann je­doch ab­wei­chend von die­ser Re­ge­lung auch ver­lan­gen, dass Mit­ar­bei­ter be­reits ab dem ers­ten Krank­heits­tag ein sol­ches At­test vor­le­gen - zum Bei­spiel dann, wenn das im Ar­beits- oder Ta­rif­ver­trag oder in ei­ner Be­triebs­ver­ein­ba­rung so ge­re­gelt ist. Un­ab­hän­gig von ei­nem ärzt­li­chen At­test müs­sen An­ge­stell­te ih­rem Ar­beit­ge­ber bei ei­ner Er­kran­kung so schnell wie mög­lich mit­tei­len, dass und für wie lan­ge sie vor­aus­sicht­licht aus­fal­len wer­den. rbeit­neh­mer krank­mel­den? Die Mel­dung soll­te un­ver­züg­lich er­fol­gen – al­so am ers­ten Krank­heits­tag und so schnell wie mög­lich. „Am besten vor Beginn der Ar­beits­zeit“, rät Nat­ha­lie Obert­hür, Fach­an­wäl­tin für Ar­beits­recht aus Köln. Wer ei­nen Un­fall hat, der mel­det sich, so­bald er kann – oder bit­tet ei­nen An­ge­hö­ri­gen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.