AUCH DAS NOCH

Delmenhorster Kreisblatt - - POLITIK -

Ein Lo­kal­po­li­ti­ker aus Te­xas hat die de­mo­kra­ti­sche US-Kon­gress­ab­ge­ord­ne­te Alex­an­dria Oca­sio-Cor­tez als „Tus­si“(eng­lisch: „bim­bo“) be­lei­digt und da­mit ei­nen Pro­test­sturm auf sich ge­zo­gen. Scott Dunn schrieb bei Twit­ter in ei­ner Re­ak­ti­on auf Kri­tik von Oca­sio-Cor­tez an US-Prä­si­dent Do­nald Trump, die jun­ge La­ti­na sei ei­ne „Tus­si, die nichts zwi­schen den Oh­ren“ha­be. Weil er sich dar­auf­hin vor Kri­tik kaum ret­ten konn­te, pos­te­te Dunn ei­ne Ent­schul­di­gung und lösch­te sei­nen Twit­ter-Ac­count. „Die Wör­ter, die ich be­nutzt ha­be, wa­ren be­lei­di­gend“, schrieb er. „Ich bin ver­ant­wort­lich für mei­ne ei­ge­nen Wor­te und Ta­ten.“

Dar­un­ter ver­steht man Mit­ar­bei­ter, die Miss­stän­de oder Fehl­ver­hal­ten in Un­ter­neh­men oder Be­hör­den of­fen­le­gen. Der be­kann­tes­te Fall ist der ehe­ma­li­ge US-ame­ri­ka­ni­sche Ge­heim­dienst­mit­ar­bei­ter Ed­ward Snow­den. Er ent­hüll­te 2013 das welt­wei­te Aus­maß an Über­wa­chung und Spio­na­ge durch die USGe­heim­diens­te. In den USA droht ihm da­für Haft. Auch in Deutsch­land gibt es kei­nen

Wenn der Hin­weis­ge­ber in der Ab­sicht han­delt, das all­ge­mei­ne öf­fent­li­che In­ter­es­se zu schüt­zen. Oder wenn Jour­na­lis­ten das Recht der frei­en Mei­nungs­äu­ße­rung aus­üben. Das Pro­blem: Das Ge­setz nennt die­se Aus­nah­men nur als „Recht­fer­ti­gungs­grund“.

Es ist zu be­fürch­ten, dass Jour­na­lis­ten sich we­gen der Ver­öf­fent­li­chung von Ge-

Die Grü­nen ha­ben dem Bun­des­tag ei­nen An­trag vor­ge­legt,

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