9 mo­bi­le Kli­ma­ge­rä­te im Ver­gleichs­test

Ab­küh­lung auf Knopf­druck

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Test­fa­zit

Vor al­lem Be­woh­ner von Dach­ge­schoss­woh­nun­gen oder schlecht ge­dämm­ten Häu­sern­ha­ben in die­sem Jahr un­ter der Som­mer­hit­ze zu lei­den ge­habt. Zum

Glück – oder zu­min­dest mit dem Blick auf den nächs­ten Som­mer – gibt es mit mo­bi­len Kli­ma­ge­rä­ten ei­ne uni­ver­sel­le Lö­sung für das Wär­me­pro­blem. Zahl­rei­che Her­stel­ler ha­ben sol­che Kli­ma­an­la­gen auf Rol­len im An­ge­bot. Je nach Mo­dell sind sol­che An­la­gen kom­pakt und platz­spa­rend ge­baut. Aber auch wuch­ti­ge­re Kli­ma­ge­rä­te gibt es. Sie ver­spre­chen schnel­le Ab­küh­lung, doch bei der In­be­trieb­nah­me gibt es ei­ni­ge Din­ge zu be­ach­ten. So muss bei­spiels­wei­se für ei­ne ef­fek­ti­ve Ab­luf­ta­blei­tung ge­sorgt wer­den. Denn: Kli­ma­an­la­gen ar­bei­ten nach dem Kühl­schrank­prin­zip. Die war­me Luft muss nach Au­ßen ab­ge­lei­tet wer­den. Des­halb wer­den al­le An­la­gen mit ei­nem Ab­luft­schlauch be­trie­ben, der ent­spre­chend mon­tiert wer­den muss. Da­bei ist dar­auf zu ach­ten, dass der Schlauch aus­rei­chend lang ist, um ihn et­wa in ein ge­kipp­tes Fens­ter ein­zu­hän­gen. Be­son­ders vor­bild­lich ist hier Whirl­pool mit ei­ner Schlauch­län­ge von 188 Zen­ti­me­tern im voll aus­ge­zo­ge­nen Zu­stand. Deut­lich kür­zer ist der Ab­luft­schlauch beim Test­ge­rät von De’Longhi. Mit nur 125 Zen­ti­me­tern ist die­ser viel zu kurz ge­ra­ten. Soll der Schlauch in ein ge­kipp­tes Fens­ter ge­klemmt wer­den, muss das Kli­ma­ge­rät an­ge­ho­ben wer­den. Al­ler­dings brach­te es die­ses Ge­rät auf die bes­te Kühl­leis­tung im Test­feld der Ober­klas­se und er­rang dem­ent­spre­chend sou­ve­rän den Test­sieg. Ein Man­ko bei al­len Ge­rä­ten ist die be­schränk­te Kühl­fä­hig­keit. Die­se nimmt je nach Raum­grö­ße im­mer wei­ter ab. Da­bei ist zu be­ach­ten, dass nicht nur die Qua­drat­me­ter­flä­che, son­dern das ge­sam­te Raum­vo­lu­men in die Be­rech­nung ein­be­zo­gen wer­den muss. Be­son­ders Räu­me in Alt­bau­woh­nun­gen mit ho­hen De­cken über­schrei­ten da­bei schnell die Her­stel­ler­an­ga­ben.

Al­le An­la­gen ma­chen im Be­trieb deut­li­che Ge­räu­sche. Be­son­ders auf­fal­lend ist hier das Klap­pern des Test­ge­rä­tes von Sich­ler. Was tags­über viel­leicht noch er­träg­lich ist, stört nachts im Schlaf­zim­mer na­tür­lich er­heb­lich. Et­was Ab­hil­fe schafft die Re­duk­ti­on der Lüf­ter­dreh­zahl. Bis auf ei­nen Kan­di­da­ten kön­nen al­le Ge­rä­te mit drei Ge­schwin­dig­keits­stu­fen auf­war­ten. Nur bei der Sich­ler NC-5655 gibt es nur ma­ge­re zwei Stu­fen. Auch über ei­nen Au­to­ma­tik­mo­dus ver­fü­gen al­le Ge­rä­te. Hier wird die Dreh­zahl vom Ge­rät be­darfs­wei­se re­gu­liert. Er­freu­lich: Die An­la­ge von De’Longhi ver­fügt über ei­nen spe­zi­el­len Si­lent-Mo­dus mit deut­lich re­du­zier­tem Lüf­ter­ge­räusch. Den­noch: Für das Schlaf­zim­mer ma­chen al­le An­la­gen deut­lich zu viel schlaf­stö­ren­den Krach, so dass ein Ein­satz dort nicht zu emp­feh­len ist.

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