Kal­tes Ei­sen

Der Tagesspiegel - - BERLIN -

Klar, wer sein Fahr­rad im öf­fent­li­chen Stadt­raum parkt, soll­te es ab­schlie­ßen. Und weil in Ber­lin be­son­ders vie­le Fahr­rä­der ge­stoh­len wer­den, soll­te man’s bes­ser auch ir­gend­wo an­schlie­ßen. Mit fes­tem Halt.

Mei­ne Fa­mi­lie und ich woh­nen in Char­lot­ten­burg, na­he ei­ner Ki­ta und ei­ner Ge­mein­schafts­schu­le. Schon des­halb gibt es da ne­ben den flot­tie­ren­den SUVs der El­tern- Kind-Trans­por­te al­ler­hand Fahr­rad­ver­kehr. Aber auf den Geh­we­gen zu we­ni­ge Fahr­rad­bü­gel. Auch die La­ter­nen­pfäh­le oder we­ni­ger sta­bi­len Fall­roh­re an den Haus­wän­den sind meist von Fahr­rad­par­kern be­legt. Al­so ruft mei­ne Frau beim Be­zirks­amt Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf an, um das Auf­stel­len ei­ni­ger zu­sätz­li­cher Fahr­rad­bü­gel an­zu­re­gen. Ir­gend­wie ist gera­de nie­mand im zu­stän­di­gen Stra­ßen- und Grün­flä­chen­amt zu er­rei­chen, doch man no­tiert die Te­le­fon­num­mer. Und tat­säch­lich ruft schon am nächs­ten Tag ei­ne Sach­be­ar­bei­te­rin zu­rück und bit­tet dar­um, das An­lie­gen schrift­lich zu for­mu­lie­ren. Das geht mitt­ler­wei­le so­gar schon per E-Mail.

Am nächs­ten Tag schi­cken wir die­se E-Mail. Und wie­der ei­nen Tag spä­ter kommt ein An­ruf der freund­li­chen Sach­be­ar­bei­te­rin – man dan­ke und den­ke dar­über nach, der An­trag wer­de schnellst­mög- we­gen

Fo­to: Do­ris Spie­ker­mann-Klaas

Kreuz­ber­ger Bü­gel. So wer­den fest im Bo­den ver­an­ker­te Fahr­ra­dab­stel­l­an­la­gen ge­nannt. Ei­ni­ge da­von woll­te un­ser Au­tor vor sei­nem Haus an­re­gen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.