An­ti-Hän­de­schüt­teln

Der Tagesspiegel - - LESER MEINUNG - — Eleo­no­re Raatz, Bee­litz

„So kann’s ge­hen: Gruß oder Ge­sund­heit“vom 4. No­vem­ber

Vor Jah­ren hat Alex­an­der Ke­ku­lé im Ta­ges­spie­gel dar­auf hin­ge­wie­sen, dass man sich so­wohl durch Hän­de­wa­schen als auch durch das Ver­mei­den von Hän­de­schüt­teln vor Er­käl­tun­gen schüt­zen kann. Das hat mich da­mals be­ein­druckt. Seit­her prak­ti­zie­re ich bei­des; wo­bei mir als An­ti-Hän­de­schütt­le­rin trotz mei­ner Er­klä­rung nicht im­mer Ver­ständ­nis ent­ge­gen­ge­bracht wird. Auch ist es nicht mehr üb­lich, dass man als Frau si­gna­li­siert, ob man die Hand ge­ben möch­te. Mir pas­siert es je­den­falls stän­dig, dass Män­ner mit aus­ge­streck­ter Hand auf mich zu­stür­zen, so­dass ich die­ses Be­grü­ßungs­ri­tu­al kaum igno­rie­ren kann. Er­freu­li­cher­wei­se kann ich je­doch be­rich­ten, dass mir zwei Arzt­pra­xen be­kannt sind, wo den Pa­ti­en­ten er­klärt wird, war­um auf das Be­grü­ßen durch Hän­de­ge­ben ver­zich­tet wird.

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