E NACH­RICH­TEN

Der Tagesspiegel - - KULTUR -

An­ti­ke Mo­sai­ke keh­ren aus den USA in die Tür­kei zu­rück Zwölf Tei­le ei­nes Mo­sa­ik­werks aus der an­ti­ken Stadt Zeug­ma sind nach Jahr­zehn­ten in den USA an ih­ren Ur­sprungs­ort in die heu­ti­ge Tür­kei heim­ge­kehrt. Die Mo­sa­ik­stü­cke stamm­ten nach An­ga­ben der staat­li­chen Nach­rich­ten­agen­tur Ana­do­lu aus dem gro­ßen Mo­sa­ik ei­nes Spei­se­saals der Rö­mer­zeit im zwei­ten Jahr­hun­dert. Es zeigt Sze­nen aus der grie­chi­schen My­tho­lo­gie. „Die Rück­ga­be die­ser feh­len­den Tei­le mo­ti­viert uns in un­se­ren Be­mü­hun­gen, so vie­le Ar­te­fak­te zu­rück­zu­brin­gen, die in die­ses Land ge­hö­ren“, sag­te Kul­tur- und Tou­ris­mus­mi­nis­ter Meh­met Er­soy. Die Tür­kei ha­be laut Er­soy in den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren 4319 an­ti­ke Wer­ke aus dem Aus­land zu­rück­ge­holt. Die Bow­ling Gre­en Sta­te Uni­ver­si­ty im US-Bun­des­staat Ohio er­warb die Mo­sa­ik­stü­cke 1965, wuss­te aber nach ei­ge­nen An­ga­ben nichts von den Um­stän­den der Be­schaf­fung. Lan­ge ging sie auch da­von aus, dass die Mo­sai­ke aus An­tio­chi­en stamm­ten – ei­ner eben­falls in der heu­ti­gen Tür­kei ge­le­ge­nen an­ti­ken Stät­te. Zu den Mo­sai­ken Zeug­mas ge­hört auch das be­rühm­te, 1998 frei­ge­leg­te Bild­nis ei­ner weib­li­chen Fi­gur, das als „Gyp­sy Girl“in­ter­na­tio­nal be­kannt wurde. Bei der Darstel­lung han­delt es sich wohl um ei­ne Mä­na­de, ei­ne Be­glei­te­rin des grie­chi­schen Wein­got­tes Dio­ny­sos.

Li­te­ra­tur­preis Ruhr geht an

Ber­li­ner Au­to­rin El­ke Hei­ne­mann

Die in Ber­lin le­ben­de Schrift­stel­le­rin El­ke Hei­ne­mann ist in Bochum mit dem dies­jäh­ri­gen Li­te­ra­tur­preis Ruhr aus­ge­zeich­net wor­den. Die pro­mo­vier­te Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin er­hielt die mit 10 000 Eu­ro do­tier­te Aus­zeich­nung bei ei­ner Preis­ver­lei­hung in der Jahr­hun­dert­hal­le, wie der Re­gio­nal­ver­band Ruhr (RVR) mit­teil­te. Die Ju­ry zeich­ne­te Hei­ne­mann für ihr Ge­samt­werk aus und wür­dig­te sie als „ei­ne be­harr­lich wi­der­stän­di­ge Au­to­rin, die eben­so vir­tu­os wie iro­nisch ge­sell­schaft­li­che Kli­schees, die Kom­mer­zia­li­sie­rung al­ler Le­bens­be­rei­che und ver­meint­li­che Ge­wiss­hei­ten un­se­rer Ge­gen­wart se­ziert“. Hei­ne­mann wurde 1961 in Es­sen ge­bo­ren und lebt heu­te als Au­to­rin und Pu­bli­zis­tin in Ber­lin. epd

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