Tra­di­ti­ons­knei­pe „Ha­fen“kann vor­erst blei­ben

Der Tagesspiegel - - BERLIN / BRANDENBURG - Si­grid Kn­eist

Ber­lin - Die schwu­le Tra­di­ti­ons­knei­pe „Ha­fen“im Schö­ne­ber­ger Re­gen­bo­gen­kiez darf vor­erst wei­ter­ma­chen. Wie Be­trei­ber Ul­rich Si­mon­to­witz sag­te, kann der Pacht­ver­trag für das Lo­kal, das 1990 in der Motz­stra­ße er­öff­net wur­de, um ein Jahr ver­län­gert wer­den. Das sei zu­min­dest ei­ne vor­läu­fi­ge Lö­sung. Wie es da­nach wei­ter­geht, ste­he aber nicht fest. Man wer­de ver­su­chen, die Zeit zu nut­zen, um ei­nen lang­fris­ti­gen Miet­ver­trag mit dem Ei­gen­tü­mer des Ge­bäu­des ab­zu­schlie­ßen. Bis­her hat der „Ha­fen“nur ei­nen Pacht­ver­trag mit der eben­falls schwu­len Kn­ei­pe ne­ben­an. Ei­gent­lich war der Ver­trag zum Jah­res­en­de aus­ge­lau­fen. Am 3. Ja­nu­ar soll­te das Lo­kal ge­räumt über­ge­ben wer­den. Statt­des­sen stieg in den Räu­men ei­ne So­li­da­ri­täts­par­ty, zu der vie­le Po­li­ti­ker und lang­jäh­ri­ge Gäs­te ka­men. Als be­kannt wur­de, dass dem Ha­fen das En­de droh­te, mel­de­ten sich vie­le Po­li­ti­ker mit So­li­da­ri­täts­schrei­ben zu Wort. „Der Ha­fen ist seit 28 Jah­ren ei­ne In­sti­tu­ti­on – da­her muss er als Teil die­ses le­bens- und lie­bens­wer­ten Kie­zes er­hal­ten blei­ben“, schrieb der CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te aus Tem­pel­hof-Schö­ne­berg, Jan-Mar­co Lucz­ak.

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