Hin­ten nicht ganz dicht

Her­tha BSC muss sich noch deut­lich stei­gern

Der Tagesspiegel - - SPORT - Lou­is Rich­ter

Ber­lin - Pal Dar­dai hielt sein Wort. Der Trai­ner von Her­tha BSC woll­te das Vor­be­rei­tungs­tur­nier, bei dem ne­ben Her­tha auch der FC Bayern Mün­chen, Gast­ge­ber Fortu­na Düs­sel­dorf und Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach an­tra­ten, vor al­lem da­zu nut­zen, ver­schie­de­ne tak­ti­sche Mit­tel ein­zu­stu­die­ren. Im Halb­fi­na­le des Tur­niers bot der Un­gar mal wie­der ei­ne de­fen­si­ve Drei­er­ket­te auf, was auf­grund von di­ver­sen Ver­let­zun­gen zu­vor wo­chen­lang nicht mög­lich war. Niklas Stark, Fa­bi­an Lus­ten­ber­ger und Jor­dan Tor­u­na­rig­ha bil­de­ten das Trio, das mit dem Spiel der Glad­ba­cher dann aber lan­ge Pro­ble­me hat­te und erst nach 25 Mi­nu­ten ge­fes­tigt wirk­te. Bis da­hin kam es im­mer wie­der zu spät in die Zwei­kämp­fe.

Th­or­gan Ha­zard er­ziel­te be­reits nach fünf Mi­nu­ten das Sieg­tor per Fern­schuss. Die Durch­läs­sig­keit im Mit­tel­feld, die Dar­dai be­reits nach dem Test­spiel­sieg ge­gen Bie­le­feld kri­ti­sert hat­te, wur­de nur teil­wei­se be­ho­ben. Vla­di­mir Da­ri­da ver­gab nach 27 Mi­nu­ten ei­ne Groß­chan­ce auf den Aus­gleich. „Es gab Mo­men­te, in de­nen ich zu­frie­den war und es gab Mo­men­te, in de­nen ich es nicht war“, sag­te Pal Dar­dai nach der Par­tie. Deut­lich mehr Grund zum Är­gern bot dem Trai­ner dann das Spiel um den drit­ten Platz. Her­tha un­ter­lag Fortu­na Düs­sel­dorf mit 1:3. Dies­mal tes­te­te Dar­dai die Vie­rer­ket­te, in der In­nen­ver­tei­di­ger Ka­rim Re­kik nach zwei Mo­na­ten Ver­let­zungs­pau­se sein Come­back fei­er­te.

Pas­cal Köp­ke brach­te die im Ver­gleich zum Halb­fi­na­le auf elf Po­si­ti­on ver­än­der­te Her­tha früh in Front, da­nach ent­glitt Dar­da­is Mann­schaft die Par­tie völ­lig. Di­ver­se de­fen­si­ve Unacht­sam­kei­ten und ein durch Re­kik ver­ur­sach­ter Foul -Elf­me­ter lu­den die Rhein­län­der ge­ra­de­zu zum To­re­schie­ßen ein. Von Her­tha kam de­fen­siv wie of­fen­siv kaum Ge­gen­wehr. „Man hat ge­se­hen, dass wir bis zum Rück­run­den­auf­takt noch ei­ne Men­ge zu trai­nie­ren ha­ben“, sag­te Micha­el Preetz da­nach. Der Ber­li­ner Ma­na­ger for­dert von sei­ner Mann­schaft in der Rück­run­de mehr Punk­te als in der Hin­se­rie, da wa­ren es 24. Soll das Vor­ha­ben am Sonn­tag in Nürn­berg er­folg­reich star­ten, muss Her­tha in al­len Be­lan­gen ver­bes­sert auf­tre­ten.

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