Deut­sche Bank muss hö­he­re Zin­sen zah­len

Der Tagesspiegel - - WIRTSCHAFT - Frank­furt am Main

– Die Deut­sche Bank kann sich an­geb­lich nur noch teu­er und vor al­lem deut­lich teu­rer als an­de­re In­sti­tu­te in Eu­ro­pa fri­sches Geld be­schaf­fen und muss statt­li­che Ri­si­ko­prä­mi­en zah­len. Das be­rich­te­te am Mon­tag die „Fi­nan­ci­al Ti­mes“. Sie be­ruft sich da­bei auf Da­ten ei­nes Fi­nanz­dienst­leis­ters. Für ei­ne zwei­jäh­ri­ge An­lei­he mit ei­nem Vo­lu­men von 3,6 Mil­li­ar­den Eu­ro muss­te das Geld­haus dem­nach 180 Ba­sis­punk­te mehr, al­so ei­nen um 1,8 Pro­zent­punk­te hö­he­ren Zins als die Bench­mark zah­len. Die Bench­mark ist der Zins, den der Markt für sol­che An­lei­hen ei­gent­lich an­setzt. Für ei­ne sie­ben Jah­re lau­fen­de An­lei­he mit ei­nem Vo­lu­men von sie­ben Mil­li­ar­den Eu­ro sei so­gar ein Auf­schlag von 230 Ba­sis­punk­ten not­wen­dig ge­we­sen.

Die hö­he­ren Re­fi­nan­zie­rungs­kos­ten dürf­ten die Be­mü­hun­gen von Bank-Chef Chris­ti­an Sewing be­hin­dern, die Kos­ten wei­ter zu sen­ken. Noch al­ler­dings wer­den sie an der Bör­se nicht als gro­ßes Pro­blem be­trach­tet. Am Mon­tag leg­te der Kurs der Ak­tie so­gar deut­lich zu, um zeit­wei­se mehr als zwei Pro­zent. 2018 hat das In­sti­tut erst­mals seit vier Jah­ren wie­der ei­nen Ge­winn er­wirt­schaf­tet. Es steckt aber im­mer noch im Um­bau.

Am Mon­tag äu­ßer­te sich JP Mor­gan in ei­ner Stu­die zur Deut­schen Bank zu­rück­hal­tend. Man ha­be zwar den Ein­druck, dass das In­sti­tut vor­an­kom­me. Al­ler­dings sei­en die Un­ter­stüt­zung der Ka­pi­tal­märk­te und ei­ne Trend­wen­de im In­vest­ment­ban­king not­wen­dig. An­de­re Ana­ly­sen ra­ten nicht nur vom Kauf der Ak­tie ab, sie ra­ten zum Ver­kauf. ro

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