Pre­mie­re von Zhang Yi­mous Wett­be­werbs­film ab­ge­sagt

Der Tagesspiegel - - BERLINALE -

Zhang Yi­mous „One Se­cond“läuft doch nicht im Ber­li­na­le-Wett­be­werb. „Tech­ni­sche Pro­ble­me bei der Post-Pro­duk­ti­on“sei­en der Grund, so die of­fi­zi­el­le Be­grün­dung. Statt­des­sen wird zum Pre­mie­ren­ter­min am Frei­tag sein Film „He­ro“von 2002 ge­zeigt, eben­so bei den Wie­der­ho­lun­gen am Sams­tag. Am 17.2. läuft im Zoo-Pa­last statt­des­sen der Ge­win­n­er­film des Gol­de­nen Bä­ren. Dass die Ab­sa­ge auch Zen­sur­grün­de ha­ben könn­te und der Re­gis­seur oder die Pro­duk­ti­ons­fir­ma in Chi­na wo­mög­lich un­ter po­li­ti­schem Druck ste­hen, legt das The­ma des Films na­he. Er spielt in der Kul­tur­re­vo­lu­ti­on (1966 – 1976), ei­ner Epo­che, die in Chi­na bis heu­te viel­fach Ta­bu ist. Im Zen­trum ste­hen ein Mann, der aus ei­nem Ar­beits­la­ger ge­flo­hen ist, und­ein Mäd­chen, das ei­ne Film­rol­le mit ei­ner Nach­rich­ten­sen­dung stiehlt. Es ist das ers­te Mal, dass ein Bä­ren-An­wär­ter wäh­rend der Ber­li­na­le ge­can­celt wird. Zhang Yi­mou, Jahr­gang 1951, wur­de in sei­ner Ju­gend selbst zur Zwangs­ar­beit in die Pro­vinz ge­schickt. Zu­nächst dreh­te er mu­ti­ge Fil­me über fins­te­re his­to­ri­sche Ka­pi­tel und die so­zia­le Rea­li­tät Chi­nas, 1988 ge­wann er mit „Ro­tes Korn­feld“den Gold­bä­ren. In letz­ter Zeit rea­li­sier­te er ge­fäl­li­ge­re His­to­rie­nepen. In der Rei­he Ge­ne­ra­ti­on war kurz vor Fes­ti­valstart be­reits ein an­de­rer chi­ne­si­scher Bei­trag ab­ge­sagt wor­den, „Bet­ter Days“von Derek Kwok-che­ung Tsang. Der Thril­ler han­delt von ei­ner Schü­le­rin, die ge­mobbt wird und sich mit ei­nem Kri­mi­nel­len an­freun­det. Tsp

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