Der Strom­zäh­ler wird di­gi­tal

In Haus­hal­te und Fir­men zieht ei­ne neue Tech­nik ein. Wann die Um­stel­lung kommt, was sie bringt und was sie kos­tet

Der Westallgäuer - - Wirtschaft - VON MICHA­EL KERLER

Augs­burg Bis­her war es ein fes­ter Ter­min im Ka­len­der: Ein Mit­ar­bei­ter des Ener­gie­an­bie­ters kam ins Haus, um den Strom­zäh­ler ab­zu­le­sen. Das wird bald Ge­schich­te sein. Denn die al­ten, schwar­zen Zäh­ler wer­den durch di­gi­ta­le er­setzt, die den Ver­brauch di­rekt an den An­bie­ter mel­den. Wenn es so­weit ist, wer­den Haus­hal­te und Fir­men in un­se­rer Re­gi­on Post be­kom­men. Wir er­klä­ren, wie der Tausch ab­läuft und was er kos­tet. Der Ein­bau der Zäh­ler kos­tet den Ver­brau­cher nichts. Für den Be­trieb der di­gi­ta­len Zäh­ler hat der Ge­setz­ge­ber Preis­ober­gren­zen fest­ge­legt, die wie­der­um vom Strom­ver­brauch ab­hän­gen. Wer nur den ein­fa­chen di­gi­ta­len Strom­zäh­ler be­kommt, zah­le laut Preis­ober­gren­ze ma­xi­mal 20 Eu­ro im Jahr, er­klärt Lux. Zum Ver­gleich: Ein Fer­ra­ris-Zäh­ler schlägt im Netz­ge­biet der Lech­wer­ke heu­te mit rund 13 Eu­ro zu Bu­che. Für al­le, die nicht nur den ein­fa­chen di­gi­ta­len Strom­zäh­ler be­kom­men, son­dern auch das Ga­te­way, be­tra­gen die Preis­ober­gren­zen zwi­schen 100 und 200 Eu­ro im Jahr, ab­hän­gig von Strom­ver­brauch bzw. in­stal­lier­ter Leis­tung der Ein­spei­se­an­la­ge. Wer sich als Pri­vat­kun­de frei­wil­lig für das leis­tungs­fä­hi­ge­re Sys­tem mit Ga­te­way ent­schei­det, kommt auf 23 bis 60 Eu­ro.

Fo­tos: Chris­ti­na Blei­er, LEW

In Haus­hal­te und Fir­men zieht in den nächs­ten Jah­ren ei­ne neue Tech­nik ein: Di­gi­ta­le Strom­zäh­ler gel­ten als ein Schritt, um die Ener­gie­wen­de vor­an­zu­brin­gen.

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