Gro­ße Nach­fra­ge

4500 Be­su­cher ka­men zu Kon­zer­ten, 1500 mehr als im Vor­jahr

Der Westallgäuer - - Allgäu-kultur -

Oberstdorf Kon­kre­te Zah­len lie­gen zwar erst vor, wenn sich an die­sem Sonn­tag die Tü­ren zum Fi­na­le des Oberst­dor­fer Mu­sik­som­mers schlie­ßen, aber ei­ne Schät­zung ist mög­lich. Lei­ter Eck­hard Fi­scher rech­net, dass heu­er ins­ge­samt 4500 Men­schen die Kon­zer­te des Klas­sik­fes­ti­vals be­sucht ha­ben. Im Vor­jahr wa­ren es et­wa 3000. Vor al­lem bei Ein­hei­mi­schen sei die Nach­fra­ge sehr ge­stie­gen. Be­grüßt wer­de die Kon­zen­tra­ti­on der Kon­zer­te auf Oberstdorf. Auch an­sons­ten ge­be es viel po­si­ti­ve Re­so­nanz, zieht Fi­scher Bi­lanz.

Et­wa bei den sie­ben Meis­ter­kur­sen. Da sei Fi­scher viel­fach auf die „hör­bar ho­he Leis­tungs­dich­te“von Be­su­chern an­ge­spro­chen wor­den. Auch von den Do­zen­ten und den 96 Stu­den­ten aus al­ler Welt gab es Lob: über den Spiel­ort - das Gym­na­si­um -, die At­mo­sphä­re und Or­ga­ni­sa­ti­on und die herz­li­che Be­treu­ung durch das Ehe­paar Chris­tia­ne und Franz Bur­kart, das dort ei­ne Ca­fé­te­ria be­trei­be. Fi­nan­zi­ell sei das Fes­ti­val „sehr gut auf­ge­stellt“. Es herr­sche ei­ne gu­te Ba­lan­ce zwi­schen För­de­rern und ei­ge­nen Ein­nah­men. Letz­te­re lie­gen bei über 40 Pro­zent. Das Ge­samt­bud­get be­läuft sich auf 200 000 Eu­ro. Da­bei soll es auch künf­tig blei­ben. Er wol­le kei­ne Ex­pan­si­on, son­dern die Qua­li­tät ver­edeln, sagt Eck­hard Fi­scher, Pro­fes­sor für Gei­ge an der Mu­sik­hoch­schu­le Det­mold.

Drei Jah­re hat sich der neue künst­le­ri­sche Lei­ter ge­ge­ben, den Oberst­dor­fer Mu­sik­som­mer – nach dem plötz­li­chen Rück­zug des Grün­ders Pe­ter Buck und ei­ner ein­jäh­ri­gen Zwangs­pau­se – ent­schlackt neu zu eta­blie­ren. Nach die­ser drit­ten Run­de er­klärt Fi­scher: Die selbst­ge­steck­ten Zie­le sei­en in Er­fül­lung ge­gan­gen. Das Fes­ti­val pas­se nach Oberstdorf, er selbst füh­le sich „an­ge­nom­men“. Des­halb wol­le er wei­ter­ma­chen. Der Ver­ein, der das Fes­ti­val trägt, hat ihn im Amt be­stä­tigt.

Fi­scher möch­te jetzt wei­te­re Kul­tur­schaf­fen­de vor Ort ein­be­zie­hen, Schnitt­punk­te su­chen. Seit ver­gan­ge­nem Jahr wer­de das Fes­ti­val durch die Jod­ler­grup­pe er­öff­net. Das soll Tra­di­ti­on wer­den. Die heu­er ge­knüpf­te Zu­sam­men­ar­beit mit der Kul­tur­ge­mein­de wer­de wei­ter­ge­führt. Ei­ne Ko­ope­ra­ti­on mit dem Fo­to­gip­fel hat be­gon­nen. (kls) Fi­na­le Já­nosˇ­ka En­sem­ble, Sonn­tag, 13. Au­gust, 20 Uhr, Oberstdorf Haus

Die Ge­sich­ter strah­len. Der Oberst­dor­fer Mu­sik­som­mer scheint sein Pu­bli­kum zu fin­den. Im­mer wie­der heißt es heu­er bei den Kon­zer­ten: „Aus­ver­kauft“. In die­sem drit­ten Jahr im Amt ern­ten der neue künst­le­ri­sche Lei­ter des Fes­ti­vals, Eck­hard Fi­scher, und sein Team je­nen Er­folg, den sie sich ste­tig er­ar­bei­tet ha­ben: be­schei­den im Auf­tre­ten, kom­pe­tent in der Aus­wahl, Pla­nung und Or­ga­ni­sa­ti­on, vor­sich­tig in der wirt­schaft­li­chen Kal­ku­la­ti­on. Wer re­gel­mä­ßig Kon­zer­te des Fes­ti­vals be­sucht, staunt über die gleich­blei­bend ho­he künst­le­ri­sche Qua­li­tät. Sie zeigt die glück­li­che Hand, die der künst­le­ri­sche Lei­ter bis­her bei der Aus­wahl der In­ter­pre­ten hat.

Auch die freie Hand, die er den ver­pflich­te­ten Künst­lern bei der Gestal­tung ih­rer Pro­gram­me lässt, scheint ein klu­ger Schach­zug. Denn selbst wenn die­se Künst­ler Un­be­que­mes, Mo­der­nes, Küh­nes prä­sen­tie­ren, fin­den sie meist gro­ßen Zu­spruch – weil sie hin­ter dem ste­hen, was sie bie­ten. Zugleich ist

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