Wenn evan­ge­li­sche und ka­tho­li­sche Chris­ten hei­ra­ten

Der Westallgäuer - - Aus Dem Westallgäu -

● Evan­ge­li­sche wie auch ka­tho­li­sche Pfar­rer kön­nen ge­mischt­kon­fes­sio nel­le Paa­re trau­en. ● Ei­ne öku­me­ni­sche Trau­ung gibt es nach ka­tho­li­schem und evan­ge­li schem Ver­ständ­nis je­doch nicht. ● Die Braut­leu­te müs­sen sich ent­sch­ei den, im Ri­tus wel­cher Kon­fes­si­on sie hei­ra­ten wol­len und wel­cher Pfar­rer von ih­nen den Kon­sens, al­so das Ja Wort, er­fra­gen soll. ● Bei­de Kir­chen ak­zep­tie­ren es, wenn zu­sätz­lich zum ei­ge­nen Geist­li­chen ein Pfar­rer der an­de­ren Kon­fes­si­on beim Trau­ungs­akt an­we­send ist. ● Der­je­ni­ge der Braut­leu­te, der sich in ei­ner an­de­ren als in der ei­ge­nen Kon­fes­si­on trau­en lässt, braucht da­für von sei­ner Kir­che be­zie­hungs­wei­se Hei­mat­ge­mein­de ei­ne Frei­ga­be (Di­mis sio­na­le oder Di­s­pens). ● In der ka­tho­li­schen Kir­che ist der Di­s­pens an ei­ne Be­din­gung ge knüpft: Der ka­tho­li­sche Part­ner muss sich laut Kir­chen­recht be­reit er­klä ren, „nach al­len Kräf­ten al­les zu tun, dass al­le sei­ne Kin­der in der ka­tho­li schen Kir­che ge­tauft und er­zo­gen wer den“. ● Die Kir­chen ha­ben ei­ne grund­sätz­lich un­ter­schied­li­che Hal­tung zu Trau­ung und Ehe: Nach evan­ge­li­scher Auf­fas sung wird ei­ne Ehe vor dem Stan des­amt ge­schlos­sen und in der kirch­li chen Trau­ung ge­seg­net. Nach ka­tho li­schem Ver­ständ­nis ge­schieht die ver bind­li­che Ehe­schlie­ßung durch das Sa­kra­ment der Trau­ung. Dem­nach ist ei­ne Ehe­auf­lö­sung nicht mög­lich.

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