Drei Mil­lio­nen für Feu­er­wehr­haus

Ho­hen­wei­ler be­kommt ei­ne Mil­li­on Eu­ro vom Land. Der Neu­bau ist Teil ei­ner groß an­ge­leg­ten Um­ge­stal­tung des Zen­trums

Der Westallgäuer - - Aus Dem Westallgäu | Nachbarschaft -

Ho­hen­wei­ler Die Ge­mein­de Ho­hen­wei­ler be­ginnt im Herbst mit dem Bau ei­nes neu­en Feu­er­wehr­hau­ses. Der 1300-Ein­woh­ner-Ort an der Gren­ze zu Deutsch­land will drei Mil­lio­nen Eu­ro in das Groß­pro­jekt in­ves­tie­ren. Ei­ne Mil­li­on gibt es als Zu­schuss vom Land, teilt die Lan­des­re­gie­rung mit. Das Pro­jekt ist Teil der ge­plan­ten Um­ge­stal­tung des Orts­zen­trums. Da­bei soll „kein St­ein auf dem an­de­ren blei­ben“, wie es sei­tens der Ge­mein­de heißt.

Ho­hen­wei­ler macht sich seit Jah­ren Ge­dan­ken über die Gestal­tung des Zen­trums und sei­ne Zu­kunft. Da­bei wur­den auch die Bür­ger ein­be­zo­gen. In Work­shops ha­ben sie sich mit den Stär­ken und Schwä­chen ih­rer Ge­mein­de be­schäf­tigt und kon­kre­te Maß­nah­men for­mu­liert. Ti­tel: „Wir gestal­ten Ho­hen­wei­ler“.

Ein Schwer­punkt ist das Zen­trum. Für des­sen bau­li­che Ent­wick­lung hat der Ge­mein­de­rat ei­nen Mas­ter­plan be­schlos­sen. Die Ge­mein­de will den Orts­kern in den nächs­ten Jah­ren mit Mil­lio­nen­auf­wand um­krem­peln. So sol­len Schu­le, Bau­hof und Ge­mein­de­ver­wal­tung neu ge­baut wer­den. Die Ge­bäu­de sei­en vom Zu­schnitt und der Bau­sub­stanz her nicht mehr sa­nie­rungs­fä­hig, heißt es. Bau­en will auch die Pfarr­ge­mein­de – sie er­rich­tet auf der West­sei­te des Pfarr­hofs ei­nen Pfarr­saal. Zu­dem sol­len im Zen­trum meh­re­re Dut­zend neue Woh­nun­gen ent­ste­hen und Flä­chen für Di­enst­leis­ter. An ei­ner Trä­ger­ge­sell­schaft, die sich um die Fi­nan­zie­rung der Vor­ha­ben küm­mert, ist ne­ben der Ge­mein­de die Raiff­ei­sen­bank Lei­blach­tal be­tei­ligt.

Mög­lich ist die groß an­ge­leg­te Um­ge­stal­tung des Zen­trums un­ter an­de­rem des­halb, weil die Ge­mein­de laut Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Lan­ges seit Jahr­zehn­ten „stra­te­gisch wich­ti­ge Grund­stü­cke“er­wor­ben hat. Auch jetzt denkt die Ge­mein­de mit­tel- und lang­fris­tig. „Wir wer­den an der Um­set­zung des Ge­samt­vor­ha­bens vie­le Jah­re ar­bei­ten müs­sen“, kün­dig­te Lan­ges an.

Sehr kon­kret ist der Bau ei­nes Feu­er­wehr­ge­rä­te­hau­ses. Der Spa­ten­stich soll im Herbst er­fol­gen. Die Vor­be­rei­tun­gen sei­en so gut wie ab­ge­schlos­sen, sagt Lan­ges: „Mit der In­ves­ti­ti­on in die Si­cher­heits­in­fra­struk­tur wird sich Ho­hen­wei­ler für die nächs­ten Jahr­zehn­te op­ti­mal rüs­ten.“Mehr als drei Mil­lio­nen Eu­ro sol­len in den Neu­bau in­ves­tiert wer­den.

Im Ver­gleich zu Bay­ern un­ter­stützt Vor­arl­berg den Bau von Feu­er­wehr­häu­sern sehr viel groß­zü­gi­ger. Im Frei­staat ist der Zu­schuss ab­hän­gig von der Zahl der Stell­plät­ze. Für den ers­ten gibt es 57000 Eu­ro, ab dem zehn­ten min­des­tens 95 000 Eu­ro. Da­ge­gen be­kommt die Ge­mein­de Ho­hen­wei­ler für ihr neu­es Ge­rä­te­haus ei­ne Mil­li­on Eu­ro Zu­schuss. Die Feu­er­weh­ren hät­ten auf­grund der „un­ver­zicht­ba­ren Si­cher­heits­ar­beit, die sie ver­rich­ten, maß­geb­li­chen An­teil an der ho­hen Le­bens­qua­li­tät in den Ge­mein­den“, be­grün­det Lan­des­haupt­mann Wall­ner die Un­ter­stüt­zung. (pem)

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Die Feu­er­wehr ist bis­her in ei­nem Abau an die Schu­le un­ter­ge­bracht.

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