Gün­do­gan und die Pfif­fe

Der Westallgäuer - - Meinung & Dialog -

Zur Rand­be­mer­kung „Das Ver­hal­ten der Fans war un­an­stän­dig“von Tilmann Mehl (Sport) vom 11. Ju­ni: Nein, es geht nicht um la­pi­da­re „ge­sell­schaft­li­che Stan­dards“(was soll das sein?), die von zwei Na­tio­nal­spie­lern bei ih­rem un­säg­li­chen Fo­to mit „ih­rem“Prä­si­den­ten miss­ach­tet wur­den. Es geht um mas­si­ve Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen im Na­men die­ses Prä­si­den­ten! Für den Fo­to­ter­min nutz­ten die Spie­ler ihr Recht auf Mei­nungs­frei­heit, so wie die Fans im Sta­di­on mit ih­ren Pfif­fen. Bei­des muss ei­ne De­mo­kra­tie aus­hal­ten. Das un­ter­schei­det uns von Au­to­kra­ti­en und Dik­ta­tu­ren. Ge­nau für die­se Mei­nungs­frei­heit gin­gen und ge­hen Men­schen welt­weit ins Ge­fäng­nis oder wer­den an­der­wei­tig mund­tot ge­macht. Soll­ten wir da un­se­re Frei­hei­ten so ein­fach „ver­spie­len“?

Dr. Su­san­ne F. Kohl, Augs­burg

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