EU re­gelt Fisch­fang vor Sylt

Deutsch­land darf Me­tho­den nicht re­geln

Der Westallgäuer - - Wirtschaft -

Lu­xem­burg Deutsch­land darf nach EU-Recht nicht ein­sei­tig die Fi­sche­rei mit Schlepp- und Stell­net­zen in den Schutz­ge­bie­ten Syl­ter Au­ßen­riff und Pom­mer­sche Bucht ver­bie­ten. Dies ent­schied der Eu­ro­päi­sche Ge­richts­hof in Lu­xem­burg. Ein sol­ches Ver­bot wür­de auch Fi­scher­boo­te aus an­de­ren EU-Staa­ten be­tref­fen. Folg­lich be­tref­fe dies die ge­mein­sa­me Fi­sche­rei­po­li­tik der Eu­ro­päi­schen Uni­on. Zu­stän­dig für ein et­wai­ges Ver­bot wä­re dem­nach al­lein die Eu­ro­päi­sche Uni­on. Der Deut­sche Na­tur­schutz­ring hat­te in Deutsch­land be­an­tragt, die Fang­me­tho­den we­gen ne­ga­ti­ver Fol­gen für Um­welt und Ar­ten in den Schutz­ge­bie­ten zu ver­bie­ten. Die Na­tur­schüt­zer be­kla­gen, Schlepp­net­ze könn­ten Rif­fe und Sand­bän­ke in den Schutz­ge­bie­ten be­ein­träch­ti­gen. Die Stell­net­ze wie­der­um se­hen sie als Ge­fahr für Schweins­wa­le und See­vö­gel. Die Schutz­ge­bie­te lie­gen in der deut­schen Wirt­schafts­zo­ne. Die deut­schen Be­hör­den lehn­ten ein Ver­bot ab, weil für die Fra­ge al­lein die Eu­ro­päi­sche Uni­on zu­stän­dig sei. Da­ge­gen klag­te der Um­welt­ver­band. Die­ser ent­schied nun, die be­an­trag­ten Maß­nah­men dürf­ten tat­säch­lich nicht ein­sei­tig von ei­nem Mit­glied­staat er­las­sen wer­den.

Fo­to: dpa

Wie vor Sylt ge­fischt wer­den darf, ist Sa che der EU.

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