Scha­de um Ma­rok­ko

Der Westallgäuer - - Fußball-wm 2018 - VON AN­TON SCHWANKHART as@azv.de

Ma­rok­ko war chan­cen­los. Die Nord­afri­ka­ner hat­ten die Be­wer­bung um die WM 2026 ver­lo­ren, ehe die ers­te Stim­me der Kon­gress-Mit­glie­der im Ab­stim­mung­s­topf lag. Es war ein Fa­vo­ri­ten­sieg der Drei-Län­der-Be­wer­bung USAKa­na­da-Me­xi­ko und des Welt­ver­ban­des. Die Fi­fa hat mit ih­rer Ex­pan­si­ons­po­li­tik das Tur­nier in ab­sur­de Di­men­sio­nen auf­ge­bla­sen und Be­wer­bungs­so­li, zu­mal von jen­seits der ers­ten Welt, den Bo­den ent­zo­gen. Wie soll ein ein­zel­ner afri­ka­ni­scher Staat ei­ne WM mit aber­wit­zi­gen 48 teil­neh­men­den Na­tio­nen stem­men?

Da hilft es nicht, dass in Ma­rok­ko mehr Fuß­ball-Be­geis­te­rung zu Hau­se ist als in den USA und in Ka­na­da zu­sam­men. Die WM geht dort­hin, wo der größ­te Markt und das meis­te Geld sind. Der DreiLän­der-Gast­ge­ber ver­spricht mit 14 Mil­li­ar­den Dol­lar fast dop­pelt so ho­he Ein­nah­men wie Ma­rok­ko. Be­zeich­nen­der­wei­se fin­den drei Vier­tel der 80 Spie­le al­lein in den USA statt und nur ein Vier­tel in Ka­na­da und Me­xi­ko zu­sam­men.

Da­bei hät­ten die Ame­ri­ka­ner, streng ge­nom­men, gar nicht an­tre­ten dür­fen. Prä­si­dent Trump hat­te vor der WM-Ver­ga­be ge­droht, im Fall ei­ner Nie­der­la­ge Län­der ab­zu­stra­fen, die ge­gen die Drei­er-Be­wer­bung stim­men. Po­li­ti­schen Druck aus­zu­üben, hat selbst die la­xe Fi­fa ge­le­gent­lich schon mit dem Ent­zug der Mit­glied­schaft in der Welt­ge­mein­schaft des Fuß­balls be­straft. Aber vor die Wahl ge­stellt – USA oder Ma­rok­ko –, war die Ent­schei­dung klar.

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