För­der­ge­ber sprin­gen auch bei Mehr­kos­ten ein

Fach­leu­te rech­nen beim Um­bau des Lin­dau­er Stadt­mu­se­ums mit un­lieb­sa­men Über­ra­schun­gen

Der Westallgäuer - - Service | Aus Dem Westallgäu -

Lin­dau Die Vor­ar­bei­ten zur Sa­nie­rung des Ca­vaz­zen lau­fen plan­mä­ßig. Der De­pot­bau ist im Kos­ten- und Zeit­plan. För­der­ge­ber ge­ben Zei­chen, dass sie sich auch an mög­li­chen Mehr­kos­ten be­tei­li­gen. Zu­gleich läuft die Ma­cke-Aus­stel­lung sehr gut. Das ha­ben OB Ger­hard Ecker, Mu­se­ums­che­fin Bar­ba­ra Reil und Kul­tur­amts­lei­ter Alex­an­der Warm­brunn im Kul­tur­aus­schuss be­rich­tet.

Es ge­be Ge­sprä­che mit der Re­gie­rung von Schwa­ben, die die ver­schie­de­nen För­der­ge­ber ko­or­di­niert, sag­te der OB. Die Ge­sprächs­part­ner wüss­ten um die schwie­ri­ge Auf­ga­be, ein his­to­ri­sches Ge­bäu­de von Grund auf zu er­neu­ern und zu mo­der­ni­sie­ren. Kos­ten­stei­ge­run­gen von mehr als ei­nem Zehn­tel sei­en da nor­mal, im Fall des Ca­vaz­zen wä­ren das mehr als zwei Mil­lio­nen Eu­ro. Die För­der­ge­ber lie­ßen Lin­dau da­mit nicht al­lein, son­dern er­hö­hen ih­re Zu­schüs­se ent­spre­chend, wenn die Stadt nach­wei­sen kann, dass sie die­se Kos­ten­stei­ge­run­gen nicht zu ver­ant­wor­ten hat, be­rich­te­te Ecker. Vor die­sem Hin­ter­grund ist es aber gut, dass der Neu­bau des De­pots völ­lig im Rah­men der Pla­nung ver­läuft, wie Mu­se­ums­che­fin Reil er­klär­te. In­zwi­schen sei das Ge­bäu­de ver­putzt und ge­stri­chen. Die Pla­nung des neu­en Stadt­mu­se­ums schrei­te im­mer wei­ter vor­an, er­gänz­te Reil. Mu­se­ums­pla­ner und Gestal­ter ar­bei­ten im­mer bes­ser zu­sam­men. Fach­pla­ner prüf­ten der­zeit, wel­che der neu­en Ide­en im Ge­bäu­de auch tech­nisch um­setz­bar wä­ren. In­fol­ge der Bau­ar­bei­ten wird es im Ca­vaz­zen vor­erst kei­ne gro­ßen Aus­stel­lun­gen mehr ge­ben. Und die Su­che nach Er­satz­räu­men war laut Warm­brunn bis­her ver­geb­lich. Um­so mehr freut sich der Kul­tur­amts­lei­ter, dass die lau­fen­de Ma­ckeAus­stel­lung er­folg­reich ist. Die Zahl von 20 000 Be­su­chern ha­be man frü­her er­reicht als bei der Klee-Aus­stel­lung vor ei­nem Jahr. Die Zah­len sind ein­drucks­voll: 146 öf­fent­li­che Füh­run­gen, 68 Son­der­füh­run­gen, 50 Schul­work­shops und drei Schul­füh­run­gen gab es be­reits. „Wir sind weit und breit das Mu­se­um mit dem größ­ten mu­se­ums­päd­ago­gi­schen An­ge­bot“, sag­te Warm­brunn.

Stolz ist der Kul­tur­amts­lei­ter auch auf das Rah­men­pro­gramm, als des­sen Hö­he­punkt Ku­ra­tor Ro­land Dosch­ka am 27. Ju­li im Stadt­thea­ter ei­nen Vor­trag hält: „Vom Gar­ten­t­raum zum Kunst­raum“. Der Vor­trag soll Er­satz sein für die in frü­he­ren Jah­ren so be­lieb­ten Ku­ra­to­ren­füh­run­gen, die Dosch­ka aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den heu­er nicht so oft an­bie­ten kann.

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