UN­SER HOF IST UN­SER LE­BEN

Sie hal­ten Scha­fe, Schwei­ne und Hüh­ner, be­trei­ben ein Bed & Bre­ak­fast, ver­su­chen sich als Wein­bau­ern und wür­den ger­ne ei­nen ei­ge­nen Hofla­den er­öff­nen – Fa­mi­lie Pers­sons Traum vom Le­ben auf dem Land.

Die Schoensten Landhaeuser - - INHALT 4/2018 - TEXT: KA­RO­LIN KÜHL, AN­NA MÅRD FO­TOS: KA­RIN FOBERG/HOU­SE OF PICTURES

Fa­mi­lie Pers­son be­treibt ein B&B auf dem Land und liebt es, neue Pro­jek­te an­zu­ge­hen.

Zwei Kin­der, ein Hund, zwei Kat­zen, ei­ne Her­de Scha­fe, ei­ni­ge Schwei­ne und Hüh­ner, ein gut ge­hen­des Bed & Bre­ak­fast, et­wa 100 Wein­stö­cke und 16 Hekt­ar Land – als Au­ßen­ste­hen­der fragt man sich, wie Lin­da und An­ders Pers­son das al­les un­ter ei­nen Hut be­kom­men. „Zu­nächst ein­mal ist ein Groß­teil des Lan­des ver­pach­tet“, er­klärt An­ders schmun­zelnd, „wir selbst nut­zen nur ei­nen klei­nen Teil als Wei­de­land so­wie für den An­bau von Äp­feln und Wein.“Der haupt­be­ruf­li­che Um­welt­ko­or­di­na­tor, der ne­ben­her noch als Huf­schmied ar­bei­tet, lebt mit sei­ner Frau Lin­da so­wie den Kin­dern Ali­ce und Pet­ter im über 200 Qua­drat­me­ter gro­ßen Wohn­haus des frü­he­ren Ap­fel­hofs. „Der Hof ge­hör­te mei­nen Groß­el­tern. Ich er­in­ne­re mich noch an die vie­len Fes­te, die wir in mei­ner Kind­heit hier ge­fei­ert ha­ben“, er­zählt An­ders.

Als er den Hof 2006 über­nahm, wa­ren die Ge­bäu­de stark re­no­vie­rungs­be­dürf­tig. „Wir ha­ben ver­sucht, den ur­sprüng­li­chen Grund­riss bei­zu­be­hal­ten. Auch die schö­nen al­ten Tü­ren und den Holz­bo­den im Haupt­haus woll­te ich un­be­dingt be­wah­ren“, er­klärt Lin­da. Im Ne­ben­ge­bäu­de ha­ben die bei­den ein klei­nes Gäste­haus ein­ge­rich­tet. Die Zim­mer sind so be­liebt, dass sich Lin­da gut vor­stel­len kann, ih­re Ge­schäfts­idee wei­ter aus­zu­bau­en: „An­ders hat ei­ne ei­ge­ne Schmie­de auf dem Hof. Da wä­re es denk­bar, spe­zi­el­le Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten für Rei­ter und Pferd an­zu­bie­ten.“Die neu­en Gäs­te könn­ten dann viel­leicht schon im Hofla­den der Pers­sons ein­kau­fen – ei­ne wei­te­re Zu­kunfts­vi­si­on des Paa­res. „Ich möch­te dort ger­ne un­se­re Äp­fel, schö­ne Din­ge aus der Wol­le un­se­rer Scha­fe und viel­leicht auch selbst re­stau­rier­te Mö­bel an­bie­ten. Und na­tür­lich An­ders’ Schmie­de­ar­bei­ten“, schwärmt Lin­da. Den Wein von

ih­ren Reb­stö­cken dürf­ten sie nach schwe­di­schem Ge­setz lei­der nicht ver­kau­fen. „Erst ein­mal müs­sen wir ler­nen, wie wir die Trau­ben ver­ar­bei­ten. Die Kel­le­rei ist be­reits in Pla­nung“, be­rich­tet An­ders. Als gä­be es nicht schon ge­nug zu tun. Die Pfle­ge des Gar­tens, in dem der Haus­herr blü­hen­de Sträu­cher wie Jas­min und Flie­der ge­pflanzt hat, se­hen die bei­den je­doch oh­ne­hin mehr als Hob­by. Was die Haus­ge­stal­tung be­trifft, ist Lin­da die trei­ben­de Kraft: „Ich er­stei­ge­re die meis­ten Din­ge auf Auk­tio­nen.“Ei­ne ih­rer Lieb­lings­adres­sen ist in ih­rer al­ten Hei­mat Vim­mer­by. „Aber man kann auch hier in der Um­ge­bung von Bår­löv tol­le Schnäpp­chen ma­chen.“Viel­leicht ist beim nächs­ten Mal auch et­was für den zwi­schen Wohn­haus und Scheu­ne ge­plan­ten Win­ter­gar­ten da­bei. „Hier sol­len die Gäs­te in Zu­kunft beim Früh­stück den Hüh­nern beim Pi­cken zu­schau­en kön­nen“, ver­rät die Haus­her­rin mit ei­nem zu­frie­de­nen Lä­cheln im Ge­sicht.

Links: Mo­dern trifft An­tik: Zum Wasch­tisch von Ikea ge­sellt sich ein Spie­gel vom Floh­markt. Rechts: Die Kan­ne auf dem Nacht­tisch fand An­ders’ Va­ter bei ei­ner Ent­rüm­pe­lungs­ak­ti­on auf dem Dach­bo­den. Sie steht auf ei­nem Tel­ler, den zuf­rie­de­ne Gäs­te dem...

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