DIE NA­TUR VOR DER HAUS­TÜR

Schon von Wei­tem leuch­tet das ro­te Schwe­den­haus von Li­na und Andre­as durch die Baum­wip­fel. Um­ge­ben von Wie­sen und Wäl­dern ha­ben die bei­den ihr Glück ge­fun­den.

Die Schoensten Landhaeuser - - INHALT 4/2018 - TEXT: AN­NA TRUELSEN, NAD­JA END­RES • FO­TOS: JONAS LUNDBERG

Li­na ze­le­briert die war­me Jah­res­zeit un­ter Obst­bäu­men.

Der ers­te Kaf­fee im blü­hen­den Gar­ten ist für Li­na je­des Jahr et­was ganz Be­son­de­res. Wenn der Wind die Kirsch­blü­ten durch die Luft wir­belt und die Vö­gel aus ih­ren Ver­ste­cken kom­men, dann be­ginnt die schöns­te Zeit des Jah­res. Den Som­mer über ver­bringt Li­na mit ih­rem Mann Andre­as und den bei­den Kin­dern Ivar und Ma­ja so viel Zeit wie mög­lich im Frei­en. Denn die Nä­he zur Na­tur und der gro­ße Gar­ten ge­hö­ren zu den Haupt­grün­den, war­um die jun­ge Fa­mi­lie sich hier so wohl­fühlt. „An lau­en Som­mer­ta­gen mit den Kin­dern un­ter den rie­si­gen Bäu­men zu sit­zen, zu es­sen und zu trin­ken, das ist für mich pu­res Glück“, sagt Li­na. Das 230 Qua­drat­me­ter gro­ße, ehe­ma­li­ge Bau­ern­haus na­he der schwe­di­schen Stadt Hjo liegt ein­ge­bet­tet in blü­hen­de Wie­sen, grü­ne Wäl­der und duf­ten­de Obst­bäu­me. Für Farm­häu­ser die­ser Ära ty­pisch sind die ein­zel­nen Räu­me groß und of­fen ge­schnit­ten. Die rus­ti­ka­len Holz­bö­den er­ge­ben ei­nen har­mo­ni­scher Kon­trast zu den hell ge­stri­che­nen und teil­wei­se ta­pe­zier­ten Wän­den. Die ge­räu­mi­ge, licht­durch­flu­te­te Land­haus­kü­che ist das Lieb­lings­zim­mer von Li­na und Andre­as – und das, ob­wohl der Raum ur­sprüng­lich über­haupt nicht den Vor­stel­lun­gen des jun­gen Paa­res ent­sprach:

De­ko­ra­ti­ve Zwei­ge aus dem Gar­ten und fri­sche Blu­men sind ein Muss

„Die Kü­che war klein und düs­ter und wirk­te nicht sehr ein­la­dend. Da wir das Haus zu­nächst aber nur zur Mie­te be­wohn­ten, wa­ren uns, was grö­ße­re Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten an­ging, die Hän­de ge­bun­den“, er­klärt Li­na. Das än­der­te sich, als sich die bei­den 2006 da­zu ent­schlos­sen, das Haus zu kau­fen. „Als Ers­tes war die Kü­che dran. Wir ris­sen die Wand zum Ess­zim­mer ein, so­dass ein zu­sam­men­hän­gen­der Raum ent­stand, den wir in hel­len Far­ben stri­chen“, er­zählt sie. Um ge­nug Platz für die bei­den Kin­der zu ha­ben, wur­de als Nächs­tes das ge­sam­te Dach­ge­schoss aus­ge­baut. Der Um­bau dau­er­te meh­re­re Jah­re und war der auf­wen­digs­te Teil der Re­no­vie­rung. Au­ßer­dem wur­de das Ba­de­zim­mer ver­grö­ßert und mit neu­en Fens­tern ver­se­hen. Wich­tig bei der Sa­nie­rung war für die Haus­her­ren, dass trotz al­ler Ve­rän­de­run­gen der al­te Charme des Ge­bäu­des nicht ver­lo­ren ging: „Die Holz­bö­den, die De­cken­bal­ken und die wun­der­schö­nen, al­ten Spros­sen­fens­ter woll­ten wir un­be­dingt er­hal­ten. Schließ­lich sind ge­nau das die Ele­men­te, die das Haus so be­son­ders und ein­zig­ar­tig ma­chen.“Ei­ne ge­lun­ge­ne Mi­schung aus Erb­stü­cken und neu­en Ac­ces­soires ver­leiht dem Zu­hau­se ei­ne ganz per­sön­li­che No­te.

Durch gro­ße Fens­ter und hel­le Far­ben wir­ken die Räu­me gleich viel grö­ßer

Grü­ne Zwei­ge aus dem Gar­ten und Blu­men­trie­be in hüb­schen Va­sen schmü­cken fast je­den Raum. „Auch wenn ich mei­nen rie­si­gen Gar­ten di­rekt vor der Na­se ha­be, brau­che ich im­mer auch ein biss­chen Na­tur drin­nen im Haus“, er­klärt die Hob­by­gärt­ne­rin. Da­mit sie auch in der kal­ten Jah­res­zeit nicht auf ih­re ge­lieb­ten Pflan­zen und Blu­men ver­zich­ten muss, ist zum Ab­schluss des Um­baus noch ein klei­nes High­light in Pla­nung: „Was uns noch fehlt, ist ein rich­ti­ges Ge­wächs­haus, in dem es auch im Win­ter blüht. Ich glau­be, dann ha­ben wir tat­säch­lich al­les, was wir zum Glück­lich­sein brau­chen. Und viel­leicht so­gar noch ein biss­chen mehr“, sagt sie la­chend.

Bul­ler­bü-Idyl­le: ein Schwe­den­haus wie aus dem schöns­ten Bil­der­buch

Rechts: Von der ge­müt­li­chen Sitz­bank aus hat man ei­nen wun­der­ba­ren Blick in den Gar­ten. Mit­te: Die ge­mus­ter­te Ta­pe­te in zar­tem Beige sorgt für ei­ne ru­hi­ge At­mo­sphä­re im Schlaf­zim­mer. Un­ten: Das neu ge­stal­te­te Ba­de­zim­mer ist ganz in Weiß ge­hal­ten. Ein...

Links: Der dunk­le Die­len­bo­den im Wohn­zim­mer sorgt für ein ge­müt­li­ches Am­bi­en­te. Mit­te: Rus­ti­ka­ler Charme ent­steht durch die Spros­sen­fens­ter. Un­ten: Die neue Kü­che ist der Lieb­lings­raum von Li­na und Andre­as.

Das Ess­zim­mer ... ist das Herz­stück des Hau­ses. Die in strah­len­dem Weiß ge­stri­che­ne Wand­ver­tä­fe­lung und die blau ge­mus­ter­te, hüb­sche Ta­pe­te un­ter­strei­chen den tra­di­tio­nel­len Charme des al­ten Bau­ern­hau­ses.

Oben: Das auf­wen­dig re­no­vier­te, fa­l­un­ro­te Bau­ern­haus ist der gan­ze Stolz der Fa­mi­lie. Mit­te: Li­na ver­bringt je­de freie Mi­nu­te im Gar­ten. Links: Die Kin­der Ivar und Ma­ja lie­ben es, drau­ßen zu to­ben und ih­rer Ma­ma bei der Gar­ten­ar­beit zu hel­fen.

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