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Die Schoensten Wohntraeume - - INHALT - TEXT: ANDREA RAMPL, HE­LEN WIG­GERS FO­TOS: PER WADSKJAER

Ein be­ruf­li­cher und wohn­li­cher Neu­an­fang hat bei Dor­te Ar­høj neue Ener­gi­en frei­ge­setzt. Für die Ein­rich­tung ih­rer neu­en Woh­nung hat sie sich Zeit ge­las­sen.

Wenn man sein Le­ben in ei­ne an­de­re Rich­tung lenkt, sich wie Dor­te Ar­høj selbst neu er­fin­det, bleibt ei­ni­ges auf der Stre­cke. Doch die Ve­rän­de­rung bringt auch fri­schen Wind für neue Per­spek­ti­ven, ori­gi­nel­le Ide­en und un­ent­deck­te We­ge.

Schon Kon­fu­zi­us wuss­te: Wer stän­dig glück­lich sein möch­te, muss sich oft ver­än­dern. Für Dor­te Ar­høj war die Zeit reif für ei­nen grund­le­gen­den Wan­del. Sie such­te nicht nur ei­ne neue Woh­nung, son­dern auch ei­ne neue be­ruf­li­che Her­aus­for­de­rung. Vie­le Jah­re führ­te Dor­te ihr ei­ge­nes Ein­rich­tungs­ge­schäft in Hel­le­rup, un­weit von Ko­pen­ha­gen, wo sie aus­ge­such­te Mö­bel und schö­ne Ac­ces­soires ver­kauf­te. „Aber ir­gend­wann spür­te ich, dass ich fest­steck­te“, be­schreibt Dor­te ih­re Si­tua­ti­on. „Es war ein­fach so­weit, et­was Neu­es aus­zu­pro­bie­ren.“Der La­den wur­de ver­kauft, ei­ne neue Woh­nung über­ra­schend schnell ge­fun­den. In Char­lot­ten­lund liegt die at­trak­ti­ve Alt­bau­woh­nung, die Dor­te für sich, ih­ren Sohn Se­bas­ti­an und den Fa­mi­li­en­hund Mor­gan ent­deck­te und die ge­nau ih­ren Vor­stel­lun­gen und Wün­schen ent­sprach.

Es ist nur ein St­ein­wurf bis zum Char­lot­ten­lun­der Schloss und wenn Dor­te auf ih­rem Bal­kon sitzt, kann sie die Kro­nen der al­ten Bäu­me im Schloss­park se­hen. „Mor­gan und ich ge­hen oft in dem Park spa­zie­ren“, er­zählt uns Dor­te. „Er ist ma­le­risch an­ge­legt, ei­ni­ge Tei­che und We­ge stam­men aus dem 17. Jahr­hun­dert und hin­ter dem Schloss ste­hen die zwei äl­tes­ten Lär­chen von Dä­ne­mark.“Mit der Ein­rich­tung der neu­en Woh­nung hat sich Dor­te viel Zeit ge­las­sen. Wenn man die Woh­nung be­tritt, hat man das schö­ne Ge­fühl, zu Be­such in Süd­frank­reich zu sein. Di­rekt am Ein­gang hor­tet ein an­ti­kes Wand­re­gal bun­te Tü­cher, Schals und Gür­tel. Dar­un­ter steht ein französischer Wei­den­korb vol­ler Ten­nis­schlä­ger, die nicht al­lein der De­ko­ra­ti­on die­nen. Dor­te hat näm­lich schon et­li­che dä­ni­sche Ten­nis­meis­ter­schaf­ten ge­won­nen und spielt so oft es eben geht.

Von der Die­le aus sieht man in das ge­müt­li­che Wohn­zim­mer und in die nied­li­che Kü­che, in der es so­gar Platz für ei­nen klei­nen Ess­tisch gibt. Das gro­ße Him­mel­bett fand im Schlaf­zim­mer sei­nen idea­len Stand­ort, die dunk­len Fens­ter­lä­den und die al­ten Schuh­re­ga­le be­to­nen den in­ti­men Cha­rak­ter des Rau­mes. „Ich bin froh, dass der ers­te Schritt ge­tan ist“, re­sü­miert Dor­te ih­ren Neu­be­ginn. „Die Woh­nung ist wirk­lich ganz nach mei­nem Ge­schmack, sie hat ei­ne sehr per­sön­li­che, ei­gen­wil­li­ge und be­son­de­re At­mo­sphä­re. Nun fehlt mir nur noch der Traum­job zu mei­nem Glück.“

DIE­SE SEI­TE Schön, wenn es je­man­den gibt, der weiß, was ei­nem ge­fällt: Die ro­man­ti­schen Ro­sen sind ein Ge­schenk von Dor­tes Freund. RECHTS Mor­gan, der Hund der Be­woh­ne­rin, sitzt ge­dul­dig auf sei­nem Lieb­lings­ses­sel und war­tet auf sei­nen täg­li­chen Spa­zier­gang im Schloss­park.

DIE­SE SEI­TE Der an­ti­ke Tisch blickt auf ei­ne lan­ge Ver­gan­gen­heit zu­rück, zahl­rei­che Schar­ten und Ma­cken kün­den von sei­nem be­weg­ten Le­ben. Da­zu passt die al­te Sitz­bank mit viel Patina, auf der schon Ur­groß­mut­ter ger­ne ih­ren Früh­stücks­kaf­fee ge­trun­ken hat.

DIE­SES BILD Ei­ne Samm­lung an­ti­ker Spiegel, Bil­der und die funk­tio­nie­ren­de XXL-Wand­uhr um­rah­men das be­que­me So­fa. UNTEN Lie­be­vol­le Hom­mage an Dor­tes gro­ße sport­li­che Lei­den­schaft, das Ten­nis­spiel.

DIE­SES BILD Ne­ben der Ess­ecke ist Platz für die Bi­b­lio­thek. Die al­te Lei­ter ne­ben dem ge­müt­li­chen Le­der­ses­sel im Ches­ter­fiel­d­stil dient als prä­sen­ta­ble Abla­ge für Zeit­schrif­ten. Die dop­pel­te Fens­ter­front lotst viel Ta­ges­licht für Wohl­fühl­stim­mung in den aus­ge­wo­ge­nen Raum. UNTEN Dor­te in der Kü­che bei der Zu­be­rei­tung ih­res Lieb­lings­ku­chens. Es duf­tet schon ver­füh­re­risch nach Oran­gen.

DIE­SE SEI­TE Die Kü­chen­ka­cheln wur­den weiß ge­stri­chen, da­mit sie ei­ne ru­hi­ge Ba­sis für die al­ten Kan­nen und Tas­sen bil­den, die Dor­te mit vol­lem En­thu­si­as­mus auf Floh­märk­ten sucht und sam­melt.

DIE­SE SEI­TE Ge­floch­te­ne Wei­den­mat­ten fas­sen den Frei­sitz auf dem Bal­kon har­mo­nisch ein. Ein al­ter Fens­ter­la­den wur­de krea­tiv als Tisch­plat­te zweck­ent­frem­det, Blu­men­töp­fe mit blü­hen­den Gera­ni­en und Klet­ter­pflan­zen be­le­ben das Bild.

DIE­SE SEI­TE Statt Vor­hän­gen ver­dun­keln klapp­ba­re La­mel­len­fens­ter­lä­den den Raum. Das dunk­le Him­mel­bett kor­re­spon­diert mit den of­fe­nen Schuh­re­ga­len. UNTEN Dor­te und Hund Mor­gan beim Blick über das Bal­kon­ge­län­der.

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