Von Flo­ri­da bis Dä­ne­mark

Die Schoensten Wohntraeume - - INHALT - TEXT UND FO­TOS: IBEN UND NIELS AHLBERG/ HO­ME SWEET HO­ME

Nach ei­nem Flo­ridaur­laub war für Ma­ri­an­ne Hart­mann klar: In ih­rer nor­di­schen Hei­mat Dä­ne­mark will sie ihr Haus im re­lax­ten Stil des Son­nen­staa­tes bau­en.

Wie schafft man es, die Son­ne und das „ea­sy li­ving“Flo­ri­das nach Dä­ne­mark zu brin­gen? Mit Stil und ei­ner Men­ge Vor­stel­lungs­kraft.

Es pas­sier­te im Sü­den der Ver­ei­nig­ten Staa­ten, auf ei­ner Rei­se durch Flo­ri­da. Ma­ri­an­ne Hart­mann und ih­re dä­ni­sche Fa­mi­lie ver­fie­len – ge­nau wie sei­ner­zeit Er­nest He­ming­way – dem au­ßer­ge­wöhn­li­chen Charme der Land­schaft, dem ent­spann­ten Le­bens­stil und der spe­zi­fi­schen Bau­wei­se der be­ein­dru­cken­den Holz­vil­len. Zehn Jah­re spä­ter, als die Hart­manns end­lich den Traum von ei­nem ei­ge­nen Haus ver­wirk­li­chen konn­ten, wa­ren die schö­nen Süd­staa­ten-In­spi­ra­tio­nen noch lan­ge nicht ver­ges­sen und wur­den nörd­lich von Ko­pen­ha­gen mit ei­nem sehr er­staun­li­chen Er­geb­nis um­ge­setzt. „Na­tür­lich war uns klar, dass das Kli­ma in Flo­ri­da und Dä­ne­mark ge­gen­sätz­li­cher nicht sein kann“, lacht Ma­ri­an­ne, „doch wir wa­ren si­cher, dass die­ser süd­lich ge­präg­te Baustil auch hier rea­li­sier­bar wä­re.“Wie die Häu­ser im Sü­den der USA be­sitzt das Holz­haus der Hart­manns eben­falls ei­ne brei­te Veran­da im Log­gia-Stil, so­wohl vor als auch hin­ter dem Haus. In den Som­mer­mo­na­ten ver­bringt die Fa­mi­lie ihr Le­ben auf der Veran­da mit Blick in den Gar­ten. Ma­ri­an­nes Kreativität er­mög­licht, dass die vier­köp­fi­ge Fa­mi­lie nicht die Flucht ins In­ne­re des Hau­ses er­grei­fen muss, wenn das ka­pri­ziö­se dä­ni­sche Wetter wie­der ein­mal plötz­li­che Re­gen­schau­er be­reit­hält. Die

Der läs­si­ge Le­bens­stil und der Charme Flo­ri­das präg­ten die Ar­chi­tek­tur

Tie­fe der Ter­ras­se und ein aus­ge­klü­gel­tes Heiz­sys­tem er­mög­li­chen, dass man von April bis in den spä­ten Herbst hin­ein zum gro­ßen Teil im Frei­en sit­zen kann. Doch wenn dann der skan­di­na­vi­sche Win­ter tat­säch­lich vor der Tür steht, wer­den die Gar­ten­mö­bel ent­lang der Veran­da und in ei­ner der gro­ßen Ga­ra­gen ganz ge­schützt un­ter­ge­bracht. Durch die zahl­rei­chen Flü­gel­tü­ren aus Glas ge­langt auch im Win­ter der Gar­ten op­tisch in das In­ne­re des Hau­ses. „Hier be­fin­det sich un­ser Win­ter­quar­tier“, er­klärt Ma­ri­an­ne. „Das gro­ße Ess­zim­mer schließt di­rekt an die of­fe­ne Kü­che und auf der an­de­ren Sei­te an das Wohn­zim­mer mit un­se­rem Ka­min an, der mit gro­ben Feld­stei­nen ein­ge­fasst ist.“Die­ser ge­müt­li­che Platz am of­fe­nen Feu­er be­schert Ma­ri­an­ne, ih­rem Mann Niels und den Kin­dern Per­nil­le und Ma­thi­as ei­nen be­hag­li­chen Win­ter. Ma­ri­an­ne ar­bei­tet mit viel Lei­den­schaft in ei­nem der be­kann­tes­ten und mo­derns­ten Fa­shion- und In­te­ri­or-De­sign­ge­schäf­ten Dä­ne­marks, im „Fin­ne­gan & Me“in Char­lot­ten­lund. Sie und Niels ha­ben ei­ne na­tür­li­che Af­fi­ni­tät zu De­sign und De­ko­ra­ti­on. Die­ses spie­gelt sich in ih­rem Haus in der per­fek­ten Ba­lan­ce zwi­schen fe­mi­ni­nem und mas­ku­li­nem Stil wi­der. Doch da Ma­ri­an­ne be­ruf­lich tag­täg­lich mit neu­en In­spi­ra­tio­nen in Kon­takt kommt, ist es an ihr, im ei­ge­nen Zu­hau­se oft­mals für Ve­rän­de­run­gen zu sor­gen. Ma­ri­an­nes Stil kann man am ehes­ten als „mul­ti-cul­tu­ral-lounge feel“be­zeich­nen, läs­sig und un­ge­zwun­gen, ei­ne Mi­schung aus dem „ea­sy li­ving“der Süd­staa­ten und klas­si­schen eu­ro­päi­schen Ele­men­ten. Da bei „Fin­ne­gan & Me“der an­ge­sag­te Bo­he­mi­an Style so­wie klas­si­sche fran­zö­si­sche Mö­bel die Rich­tung be­stim­men,

Ein­rich­tung ist nicht sta­tisch, bei Ma­ri­an­ne ist al­les im Wan­del

geht es im Hau­se Hart­mann eben­falls fran­ko­phil zu. Da­zu tra­gen auch die fran­zö­si­schen Wer­be­pla­ka­te bei, die in vie­len Räu­men für High­lights sor­gen. „Fri­sche Far­ben und struk­tu­rel­le Ge­gen­sät­ze sind für uns wich­tig“, be­geis­tert sich Ma­ri­an­ne, „über­all im Haus schaf­fen wir Far­bin­seln.“Der si­che­re Stil­mix ist im Wohn­zim­mer deut­lich zu er­ken­nen. Wie aus der Pro­vence wir­ken das So­fa so­wie die Stof­fe und la­den zu Entspannung und ge­müt­li­chen Plau­der­stun­den ein. Kü­che, Woh­nund Ess­zim­mer sind im Win­ter die Lieb­lings­plät­ze der Fa­mi­lie. Im Som­mer ver­la­gert sich die­ser Be­reich auf die groß­zü­gi­ge Veran­da, so­dass man je­den Son­nen­strahl der kur­zen dä­ni­schen Som­mer­sai­son voll aus­kos­ten kann. Der Brü­cken­schlag zwi­schen dem wei­chen, sam­ti­gen Kli­ma Flo­ri­das zu den un­be­re­chen­ba­ren Wet­ter­ka­prio­len Dä­ne­marks ist den Hart­manns mit Künst­ler­geist und Welt­of­fen­heit bra­vou­rös ge­glückt. Mit viel Fein­ge­fühl und Fan­ta­sie ha­ben sie ge­schaf­fen, was auf den ers­ten Blick un­mög­lich er­schien. Doch star­ke Wün­sche kön­nen be­kannt­lich Ber­ge ver­set­zen oder ei­ne traum­haf­te Süd­staa­ten­vil­la in das raue Skan­di­na­vi­en zau­bern.

„In un­se­rem ge­sam­ten Haus schaf­fen wir fri­sche leuch­ten­de Far­bin­seln.“

Oben Die groß­zü­gi­ge Veran­da der Vil­la er­streckt sich auf der Gar­ten­sei­te über die gan­ze Brei­te des Hau­ses. Durch ein be­son­de­res Heiz­sys­tem kann die Fa­mi­lie bis im Herbst hier sit­zen. Unten von links Per­nil­le bei der Ap­fel­ern­te, in lan­gen Baum­rei­hen wach­sen hier vie­le Vit­ami­ne: Viel Grün und Na­tur prä­gen die Ge­gend.

Wenn sich die Blät­ter im Gar­ten bunt fär­ben und die Wit­te­rung küh­ler wird,

ver­wan­deln sich das Wohn­zim­mer, Ess­zim­mer und die Kü­che zum „Win

ter­quar­tier“der Fa­mi­lie. Hier wird ent­spannt, ge­plau­dert und ge­fei­ert.

Oben Das groß­zü­gig an­ge­leg­te Raum­kon­zept schenkt dem Wohn­zim­mer viel Licht und Wei­te. Links Der of­fe­ne Ka­min ist ein ganz be­son­de­res Schmuck­stück. Rechts Ma­ri­an­ne in den Ver­kaufs­räu­men bei „Fin­ne­gan & Me“.

Ess- und Wohn­zim­mer ge­hen in­ein­an­der über und gren­zen di­rekt an die Kü­che. Der Ess­tisch wur­de von ei­nem Schrei­ner aus

der Region an­ge­fer­tigt und ist mit klas­si­schen Ea­mes-Ess­zim­mer­stüh­len be­stückt, die Platz

für zahl­rei­che Gäs­te bie­ten.

Nach dem Mot­to „Bunt ist mei­ne Lieb­lings­far­be“hat sich die Fa­mi­lie für ei­ne ro­te Kü­che von Bof­fi ent­schie­den. Der fla­schen­grü­ne Kühl­schrank setzt da­zu ei­nen star­ken Farb­kon­trast und un­ter­streicht die Leich­tig­keit des Stils. Die Holz­mö­bel wir­ken ge­müt­lich.

Links Im gan­zen Haus ver­brei­ten fran­zö­si­sche Wer­be­pla­ka­te ganz nost­al­gi­schen Charme. Rechts Die Kü­che von Bof­fi be­ein­druckt durch mo­derns­te Tech­nik so­wie ih­re at­trak­ti­ven op­ti­schen Ele­men­te.

Ganz oben Schlicht und ge­müt­lich ist das hel­le El­tern­schlaf­zim­mer. Auch das Ba­de­zim­mer er­strahlt in hel­len Tö­nen und Ta­ges­licht. Oben Die of­fe­nen Re­ga­le im Bad be­her­ber­gen Lieb­lings­schmuck und Kos­me­tik­ar­ti­kel.

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