Digital Business Cloud

ZUKUNFTSSI­CHERE AR­CHI­TEK­TU­REN MIT CLOUD SER­VICES

- VON ALEX­AN­DER NEU­HAU­SEN Business · Tech · Software Development · Software · Technology Industry · Business Trends · Digital Equipment Corporation · Amazon · Microsoft · Apple Inc · Journey · Auch · Grad, Grad · JavaScript

Die De­fi­ni­ti­on ei­ner „Next-ge­ne­ra­ti­on”-stra­te­gie für ska­lier­ba­re und zukunftssi­chere Ar­chi­tek­tu­ren so­wie für nach­hal­tig er­folg­rei­che di­gi­ta­le Ge­schäfts­mo­del­le ist, ein es­sen­zi­el­ler Punkt auf der Agen­da vie­ler Her­stel­ler und Händ­ler. Aber der Um­gang mit ak­tu­el­len und po­ten­zi­el­len An­for­de­run­gen durch Tech­no­lo­gie- und Ge­schäfts­mo­del­lin­no­va­tio­nen ist kein leich­tes Un­ter­fan­gen.

Bei ei­nem be­kann­ten deut­schen Kaf­fee­händ­ler heißt es seit je­her: „Je­de Wo­che ei­ne neue Welt“. Die Par­al­le­len zur di­gi­ta­len Wirt­schaft sind nicht zu leug­nen. Hy­per­wett­be­werb und ho­he Kun­den­er­war­tun­gen im Di­gi­tal Com­mer­ce er­for­dern ei­ne stän­di­ge Aus­ein­an­der­set­zung mit tech­no­lo­gi­schen Neue­run­gen, Ge­schäfts­mo­del­lin­no­va­tio­nen und den ge­ziel­ten Kompetenza­ufbau im Un­ter­neh­men. Die De­fi­ni­ti­on ei­ner „Next-ge­ne­ra­ti­on”-stra­te­gie für ska­lier­ba­re und zukunftssi­chere Ar­chi­tek­tu­ren so­wie für nach­hal­tig er­folg­rei­che di­gi­ta­le Ge­schäfts­mo­del­le ist, auch be­dingt durch die ak­tu­el­le Si­tua­ti­on, ein es­sen­zi­el­ler Punkt auf der Agen­da vie­ler Her­stel­ler und Händ­ler.

Doch egal, ob Co­ro­na, der Wett­be­werb, die Er­war­tung von Lie­fe­ran­ten und Kun­den oder die ei­ge­ne Am­bi­ti­on: Der Um­gang mit ak­tu­el­len und po­ten­zi­el­len An­for­de­run­gen durch Tech­no­lo­gie­und Ge­schäfts­mo­del­lin­no­va­tio­nen ist kein ein­fa­ches Un­ter­fan­gen.

NEUE, IN­NO­VA­TI­VE ARCHITEKTU­RANSÄTZE

Kaum ha­ben sich Un­ter­neh­men mit dem Ge­dan­ken an die Nut­zung von Cloud Ser­vices an­ge­freun­det – maß­geb­lich ge­trie­ben durch Sa­les­force, Ama­zon und Mi­cro­soft – wird die An­zahl an Lö­sun­gen und Di­enst­leis­tern täg­lich grö­ßer. Ne­ben der Cloud-pro­vi­sio­nie­rung von Stan­dard­lö­sun­gen wie CRM oder Sto­r­a­ge ste­hen völ­lig neue Mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung. Un­ter den Akro­ny­men JAM (Ja­va­script, APIS und Mark­up) und

Der zen­tra­le Aspekt bei der Kon­zep­ti­on ei­ner Cx-in­fra­struk­tur ist al­so nicht die Fest­le­gung auf ei­ne kon­kre­te Tech­no­lo­gie, son­dern der Auf­bau ei­ner zu­kunfts­si­che­ren Ar­chi­tek­tur als Fun­da­ment.

MACH (Mi­cro­ser­vices, Api-first, Cloud-na­ti­ve und He­ad­less) gibt es neue, in­no­va­ti­ve Architektu­ransätze, die gänz­lich mit Was­ser­fall­vor­ge­hen und mo­no­li­thi­schen Lö­sun­gen bre­chen – zur Freu­de der Ent­wick­ler, aber als Her­aus­for­de­rung für klas­si­sche It-ab­tei­lun­gen und Soft­ware­ent­wick­lungs­an­sät­ze.

Hieß es vor ei­ni­gen Jah­ren bei App­le noch „The­re‘s an app for that“, lässt sich das heut­zu­ta­ge auf al­le Be­rei­che von Cust­o­m­er Ex­pe­ri­ence und Com­mer­ce-an­wen­dun­gen in Form von Cloud Ser­vices über­tra­gen. War­um ein kom­plet­tes Shop-sys­tem, wenn doch „nur“ein Check­out be­nö­tigt wird, oder ein kom­ple­xes Crm-pro­jekt, wenn le­dig­lich Kun­den­seg­men­tie­rung ge­sucht ist? Die Mar­ke­ting Tech­no­lo­gy Land­scape Su­per­gra­phic (chief­mar­tec.com) lis­tet im zehn­ten Jahr be­reits 8.000 Lö­sun­gen von Con­tent und Com­mer­ce bis Sa­les und Da­ten­ma­nage­ment – und dies als Cloud Ser­vices.

Trotz, oder mög­li­cher­wei­se auch we­gen, der Viel­zahl an fer­ti­gen Lö­sun­gen, Frame­works und Cloud Ser­vices ist die De­fi­ni­ti­on ei­nes tech­no­lo­gi­schen Be­bau­ungs­plans und die Aus­wahl pas­sen­der Kom­po­nen­ten nicht ein­fa­cher ge­wor­den.

In­di­vi­du­el­le Ge­schäfts­mo­del­le, die da­zu­ge­hö­ri­gen Zie­le und Am­bi­tio­nen, das Bud­get, der Zeit­plan so­wie na­tür­lich per­so­nel­le Ka­pa­zi­tä­ten und Kom­pe­ten­zen sind die ent­schei­den­de Grund­la­ge für die Wahl der pas­sen­den Ar­chi­tek­tur. Fest steht im Jahr 2020 aber mit ho­her Wahr­schein­lich­keit: ei­ne gu­te, nutz­er­zen­trier­te und er­folg­rei­che Lö­sung kommt nicht ein­fach von der Stan­ge, son­dern setzt sich aus den rich­ti­gen Kom­po­nen­ten zu­sam­men.

COMMODITY ODER DIFFERENZI­ERUNGSMERK­MAL?

Egal, ob B2B oder B2C – in der heu­ti­gen Zeit reicht es nicht mehr aus, ein Web-front­end des ERPS mit Log­in zu rea­li­sie­ren. Viel­mehr ist die Her­aus­for­de­rung, al­le re­le­van­ten Ser­vices und Funk­tio­nen ent­lang der Cust­o­m­er Jour­ney di­gi­tal an­zu­bie­ten. Bei der Iden­ti­fi­ka­ti­on mög­li­cher An­for­de­run­gen wer­den ei­gent­lich es­sen­zi­el­le Fra­gen je­doch nur noch sel­ten ge­stellt, weil sie heut­zu­ta­ge, zu­min­dest schein­bar, zur Selbst­ver­ständ­lich­keit ge­wor­den sind. Dies be­trifft zum Bei­spiel den mo­bi­len Zu­griff, in­tui­ti­ve Su­chen, an­spre­chen­de Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen mit Ver­füg­bar­keit, wähl­ba­re Zah­lungs­op­tio­nen oder Kon­takt­mög­lich­kei­ten.

Wol­len Un­ter­neh­men von ih­ren Kun­den nicht als Commodity wahr­ge­nom­men wer­den, dann dür­fen auch sie nicht nur in Stan­dard­lö­sun­gen den­ken. Die ei­gent­li­che Auf­ga­be ist es, die Al­lein­stel­lungs­merk­ma­le zu iden­ti­fi­zie­ren, die Un­ter­neh­men wirk­lich vom Wett­be­werb ab­he­ben. Din­ge wie Eins-zu-eins-per­so­na­li­sie­rung, Echt­zeit­in­for­ma­tio­nen, Schnitt­stel­len für ei­ne ein­fa­che In­te­gra­ti­on in die Sys­tem­land­schaft von Ge­schäfts­kun­den für Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen, Auf­trä­ge und Be­leg­fluss, Kon­fi­gu­ra­to­ren, Be­standsin­for­ma­ti­on und Ver­füg­bar­keit in der Fi­lia­le oder die di­gi­ta­le Ab­bil­dung des An­ge­bots­pro­zes­ses für Kun­den kön­nen schon eher den Un­ter­schied aus­ma­chen.

Auch die­se Kom­fort­funk­tio­nen er­for­dern meist we­der gro­ße In­ves­ti­tio­nen noch ei­ne lang­wie­ri­ge Um­set­zung. Denn wert­stif­ten­de Funk­tio­nen las­sen sich häu­fig be­quem als Platt­form-ser­vices aus der Cloud in be­ste­hen­de Lö­sun­gen und In­fra­struk­tu­ren ein­bin­den und sind im Ide­al­fall nach kür­zes­ter Zeit ein­satz­be­reit. Über mo­der­ne In­te­gra­ti­ons­kon­zep­te in die vor­han­de­ne In­fra­struk­tur wird si­cher­ge­stellt, dass not­wen­di­ge Di­ens­te und Da­ten zur Ver­fü­gung ste­hen, aber in kei­nem Fall das di­gi­ta­le Ge­schäfts­mo­dell li­mi­tie­ren.

Ei­ne ser­vice­ori­en­tier­te Ar­chi­tek­tur für Mo­du­la­ri­tät und Ska­lier­bar­keit, kom­bi­niert mit den Mög­lich­kei­ten mo­der­ner Platt­form-ser­vices aus der Cloud, er­höht die Fle­xi­bi­li­tät und Agi­li­tät, um bes­ser und schnel­ler auf ver­än­der­te An­for­de­run­gen zu re­agie­ren. Der zen­tra­le Aspekt bei der Kon­zep­ti­on ei­ner Cx-in­fra­struk­tur ist al­so nicht die Fest­le­gung auf ei­ne kon­kre­te Tech­no­lo­gie, son­dern der Auf­bau ei­ner zu­kunfts­si­che­ren Ar­chi­tek­tur als Fun­da­ment.

Hier­bei ist ein ent­schei­den­der Schritt die Ab­kehr von der ei­ge­nen Zen­triert­heit auf Pro­duk­te und Or­ga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren hin zu ech­tem Kun­den­fo­kus. Denn Kun­den in­ter­es­sie­ren sich kaum da­für, auf wel­cher tech­no­lo­gi­schen Ba­sis ei­ne On­line­platt­form um­ge­setzt wur­de. Der zeit­li­che Aspekt, bis ei­ne Lö­sung zur Ver­fü­gung steht, ist aber sehr wohl ent­schei­dend.

MA­KE-OR-BUY?

Der Takt des Mark­tes und die er­for­der­li­che In­no­va­ti­ons­ge­schwin­dig­keit hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich er­höht. Agil ist das Zau­ber­wort, mit dem ver­sucht wird, die­sem neu­en Pa­ra­dig­ma ge­recht zu wer­den. Aber agi­le Pro­jek­te auf Ba­sis mo­no­li­thi­scher Soft­ware­sys­te­me, im ei­ge­nen Re­chen­zen­trum und bei be­schränk­ten per­so­nel­len Res­sour­cen, blei­ben die Aus­nah­me. Auch hier ist es ent­schei­dend, zu ver­ste­hen, wel­che In­fra­struk­tur­kom­po­nen­ten Un­ter­neh­men tat­säch­lich be­sit­zen und kon­trol­lie­ren müs­sen. Cx-tech­no­lo­gi­en wie ein On­li­ne­shop und das Con­tent-ma­nage­ment-sys­tem (CMS) ha­ben nur sel­ten für lan­ge Zeit Be­stand. Schon der Schmerz ei­nes Ver­si­ons-up­grades ist den meis­ten Un­ter­neh­men be­wusst. Den­noch wird im­mer wie­der ver­sucht, über lang­wie­ri­ge Aus­wahl­pro­zes­se die ei­ne, schein­bar rich­ti­ge Lö­sung zu fin­den.

Mo­der­ne Architektu­ransätze, Tech­no­lo­gi­en und Ser­vices ver­hei­ßen, die­sem Di­lem­ma zu­vor­zu­kom­men, schei­tern aber noch zu häu­fig im Aus­wahl­pro­zess ge­gen fea­tu­re-rei­che Stan­dard­soft­ware­lö­sun­gen. Doch letz­te­re ent­täu­schen nach ei­ni­gen Jah­ren meist durch kaum noch be­herrsch­ba­re Kom­ple­xi­tät, ho­he Kos­ten und ei­nen dar­aus fol­gen­den neu­em Aus­wahl­pro­zess.

We­sent­lich bei der Aus­wahl soll­te al­lein der Zu­gang zum Kun­den, die da­durch ge­ne­rier­ten In­sights und die Kon­trol­le über die da­mit ver­bun­de­nen Pro­zes­se sein. Platt­form-ser­vices aus der Cloud ver­rin­gern, den Grad der initia­len Kom­ple­xi­tät, da der Fo­kus auf so­fort nutz­ba­ren Mehr­wer­ten liegt. Die­se ech­te Agi­li­tät ver­langt nach neu­en Ar­beits­wei­sen und Kom­pe­ten­zen, bie­tet aber auch Chan­cen im Hin­blick auf die At­trak­ti­vi­tät als Ar­beit­ge­ber: Nur we­ni­ge Ent­wick­ler sind von der Per­spek­ti­ve, für vie­le Jah­re ein und die­sel­be Tech­no­lo­gie zu be­treu­en, be­geis­tert. Die Ver­ant­wor­tung von Pro­zes­sen und der Um­gang mit neu­en Tech­no­lo­gi­en und Me­tho­den bie­ten je­doch ge­nau die­se At­trak­ti­vi­tät.

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