Ers­tes Ale­xa-Kü­chen­ra­dio VR-Ra­dio QAS100 von Pe­arl

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Di­gi­tal­ra­di­os spe­zi­ell für die Kü­che sind mitt­ler­wei­le kei­ne Sel­ten­heit mehr. Da ver­wun­dert es kaum, dass auch der On­line­händ­ler Pe­arl mit dem VR-Ra­dio QAS-100 ein sol­ches Pro­dukt im An­ge­bot hat. Doch im Ver­gleich zu an­de­ren Kü­chen­ra­di­os kann die­ses Ge­rät mit ei­nem ganz be­son­de­ren Fea­ture auf­war­ten.

Denn ne­ben den ei­gent­li­chen Funk­tio­nen als Ra­dio ver­fügt das kompakt ge­bau­te Ra­dio auch über die Sprach­steue­rung Ale­xa von Ama­zon. Da­mit steu­ern Sie smar­te Ge­rä­te von der Kü­che aus auf Zu­ruf, kön­nen sich das ak­tu­el­le Wet­ter vor­le­sen las­sen oder be­son­ders kom­for­ta­bel In­ter­ne­tra­dio hö­ren. Da­ne­ben ver­fügt das VR-Ra­dio auch über DAB Di­gi­tal­ra­dio, UKW-Emp­fang und ein Blue­tooth-Mo­dul zum Kop­peln von Smart­pho­nes oder Ta­blets. Das Ra­dio sel­ber ist da­bei als Un­ter­bau­ra­dio für den Kü­chen­schrank kon­zi­piert, kann aber auch auf der Rück­sei­te ste­hend be­trie­ben wer­den, wo­bei dies nicht be­son­ders kom­for­ta­bel ist. Denn dann sind al­le Be­dien­ele­men­te und auch das Dis­play nur von oben er­reich­bar. In der Re­gel wird der Käu­fer das Ra­dio aber als Un­ter­bau­ge­rät nut­zen. Hier­zu liegt ei­ne pas­sen­de Mon­ta­ge­plat­te bei, die an den Schrank ge­schraubt wird. An­schlie­ßend kann das Ra­dio dann dort ein­ge­scho­ben

wer­den und sitzt fest und si­cher un­ter dem Schrank. Der Ein­bau­ort soll­te al­ler­dings zwin­gend in Kopf­hö­he oder hö­her lie­gen. Der Grund: Die Vor­der­sei­te mit den Be­dien­ele­men­ten ist leicht nach un­ten ge­bo­gen. Bei ei­ner Mon­ta­ge zum Bei­spiel un­ter der Ar­beits­plat­te sind die­se dann nur noch schwer zu­gäng­lich und auch das Dis­play kann nur noch schlecht ab­ge­le­sen wer­den.

Be­die­nung

Das Ra­dio ver­fügt über ein gut les­ba­res LCD-Dis­play. Die­ses zeigt ne­ben dem Sen­der und wei­te­ren Zu­satz­in­for­ma­tio­nen auch stän­dig prä­sent die Ur­zeit an. In der Kü­che ist das durch­aus prak­tisch. Ins­ge­samt 13 Be­dien­ele­men­te er­lau­ben die kom­plet­te Steue­rung des Ra­di­os. Das ist auch not­wen­dig, denn ei­ne Fern­be­die­nung liegt dem Ge­rät nicht bei. Der Reg­ler für die Laut­stär­ke hat üb­ri­gens ei­ne Dop­pel­funk­ti­on: Ne­ben der Laut­stär­ke­re­gu­lie­rung kann hier der Ton auf Knopf­druck auch stumm­ge­schal­tet wer­den. Zur Ein­stel­lung in­ner­halb der Me­nüs wer­den hin­ge­gen nor­ma­le Druck­knöp­fe ver­wen­det. Prak­ti­scher­wei­se ver­fügt das Ra­dio auch über fünf Di­rekt­wahl­tas­ten für Fa­vo­ri­ten­sen­der. An der rech­ten Sei­te ist der An­schluss für das Netz­teil zu fin­den. Dank dort eben­falls vor­han­de­nem Netz­schal­ter kann das Ra­dio bei Nicht­nut­zung auch be­quem kom­plett ab­ge­schal­tet wer­den. Die An­ten­ne ist al­ler­dings nur als Wur­f­an­ten­ne aus­ge­führt. Das reicht in gut ver­sorg­ten Ge­bie­ten für DAB Plus aus, wird aber in Rand­be­rei­chen für Pro­ble­me und Frust sor­gen. Ei­ne (ab­nehm­ba­re) An­ten­ne wä­re hier ein­deu­tig die bes­se­re Wahl ge­we­sen. Dann hät­te man bei Be­darf auch ei­ne Zim­mer- oder so­gar Au­ßen­an­ten­ne an­schlie­ßen kön­nen. Schließ­lich gibt es noch ei­nen Mi­ni-USB-An­schluss. Die­ser dient al­ler­dings nur zum Ein­spie­len von Up­dates und der Strom­ver­sor­gung ex­ter­ner Ge­rä­te. Ana­lo­ge Ein- und Aus­gän­ge gibt es nicht. Au­di­o­quel­len oder Kopf­hö­rer las­sen sich nicht an­schlie­ßen.

Ein­rich­tung

Das Ra­dio ver­fügt über kei­ne Erst­in­stal­la­ti­on. Statt­des­sen star­tet das Ra­dio auch beim ers­ten Ein­schal­ten schon kom­plett durch. Je nach Funk­ti­on sind dann aber im Nach­gang noch Ein­stel­lun­gen er­for­der­lich. Dies ist bei­spiels­wei­se bei Di­gi­tal­ra­dio, der Blue­tooth-Funk­ti­on und auch der Ein­rich­tung von Ale­xa der Fall. Hier muss je­weils vom Nut­zer vor der Ers­ten Nut­zung noch Hand an­ge­legt wer­den. Zum Ein­rich­ten des WLAN-Zu­gan­ges (Vor­aus­set­zung zur Nut­zung der ein­ge­bau­ten Ale­xa-Sprach­steue­rung) ist zu­dem zwin­gend ein Smart­pho­ne mit der App QAS-Play­er er­for­der­lich. Steht die­ses nicht zur Ver­fü­gung, muss der Nut­zer zu­min­dest auf die Sprach­steue­rung und auch die Wie­der­ga­be von In­ter­ne­tra­di­os auf die­sem Weg ver­zich­ten.

Di­gi­tal­ra­dio

Beim ers­ten Ein­schal­ten die­ser Funk­ti­on be­grüß­te uns das Ra­dio mit Null Sen­dern. Das ist auch lo­gisch, schließ­lich hat­ten wir bis­her noch kei­nen Such­lauf im Di­gi­tal­ra­dio­mo­dus durch­ge­führt. Im Ge­gen­satz zu an­de­ren Ra­di­os wird die­ser auch nicht au­to­ma­tisch beim ers­ten Start ein­ge­lei­tet. Statt­des­sen müs­sen wir die­sen ma­nu­ell über das Me­nü in­iti­ie­ren. Ge­fun­de­ne Sen­der legt das Ra­dio au­to­ma­tisch in ei­ner Sen­der­lis­te an. Bis zu zehn Lieb­lings­sen­der las­sen sich im An­schluss in der Fa­vo­ri­ten­lis­te spei­chern. Da­von kön­nen fünf Sen­der di­rekt über die Kurz­wahl­tas­ten wie­der ab­ge­ru­fen wer­den. Im Dis­play wird beim Emp­fang stets der Sen­der auf ei­ner von zwei Zei­len un­ter der Uhr­zeit an­ge­zeigt. Die zwei­te Zei­le ist für Ra­dio­text oder Zu­satz­in­for­ma­tio­nen re­ser­viert. Durch ei­nen kur­zen Druck auf die Me­nü-Tas­te kön­nen auf der zwei­ten Zei­le zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen bei­spiels­wei­se zu Fre­quenz oder der Feh­ler­ra­te an­ge­zeigt wer­den. Lei­der er­laubt das Ra­dio kei­nen Emp­fang von Zu­satz­in­for­ma­tio­nen der Sen­der.

UKW-Ra­dio

Ei­nen au­to­ma­ti­schen Such­lauf gibt es beim UWK-Emp­fang nicht. Statt­des­sen müs­sen Sen­der hier ma­nu­ell ein­ge­stellt wer­den. Da­zu die­nen die Pfeil­tas­ten rechts/links. Drückt man län­ger auf ei­ne der bei­den Tas­ten, steu­ert das Ra­dio die vor­her­ge­hen­de oder nächs­te Emp­fangs­fre­quenz mit ei­nem Ra­dio­sen­der an. Drückt man nur kurz, kann die Fre­quenz in klei­nen Schrit­ten op­ti­miert wer­den. Da das Ra­dio auch über RDS ver­fügt, zeigt es bei ent­spre­chen­den Sen­dern nach we­ni­gen Se­kun­den auch den mit­ge­sen­de­ten Sen­der­na­men an. Im Ge­gen­satz zu Di­gi­tal­ra­dio zeigt das Ra­dio hier so­gar Ra­dio­text an. Das funk­tio­niert durch mehr­ma­li­gen Druck auf die Me­nü-Tas­te. Wie bei Di­gi­tal­ra­dio auch kön­nen hier

eben­falls zehn Sen­der in Fa­vo­ri­ten­lis­ten ab­ge­legt wer­den. Ei­ne ge­misch­te Spei­che­rung ist aber nicht mög­lich.

Blue­tooth

Hier lässt sich das QAS-100 pro­blem­los mit Blue­tooth-fä­hi­gen Ge­rä­ten kop­peln und dar­über Me­di­en ab­spie­len. Zum Test ha­ben wir ein Samsung S9 mit dem Ra­dio ver­bun­den. An­schlie­ßend kön­nen sämt­li­che Au­dio­aus­ga­ben vom Smart­pho­ne auf das VR-Ra­dio um­ge­lei­tet wer­den. Auch die Steue­rung der Laut­stär­ke über das Samsung war mög­lich. Ne­ben der Wie­der­ga­be lo­kal auf dem Ta­blet ge­spei­cher­ter Da­ten kann auf die­se Wei­se auch der Ton bei­spiels­wei­se von VoD-Di­ens­ten oder Strea­m­ing­por­ta­len auf das Ra­dio um­ge­lei­tet wer­den, wenn dies vom Di­enst un­ter­stützt wird. Bei Sim­fy bei­spiels­wei­se lässt sich die­se Funk­ti­on nur in der kos­ten­pflich­ti­gen Ver­si­on nut­zen. Lei­der er­mög­licht das Ra­dio in die­sem Mo­dus kei­ne Anzeige von Ti­teln. Die Laut­stär­ke lässt sich aber am Ta­blet steu­ern. Beim Kop­peln meh­re­re Ge­rä­te gibt es ei­ne Vor­rang­funk­ti­on: Das je­weils zu­letzt ge­nutz­te Ge­rät wird ver­bun­den. Soll ein an­de­res De­vice ge­nutzt wer­den, muss beim ge­ra­de ak­ti­ven Ge­rät zu­erst Blue­tooth de­ak­ti­viert wer­den.

Ale­xa-Steue­rung

Ein­deu­tig ein Al­lein­stel­lungs­merk­mal ist die Ale­xa-Sprach­steue­rung, die VR-Ra­dio in­te­griert hat. Laut tech­ni­schen Da­ten sind hier­für im Ge­rät zwei Mi­kro­fo­ne ver­baut, die ei­ne gu­te Steue­rung im Raum er­mög­li­chen. Be­vor je­doch die Sprach­steue­rung ge­nutzt wer­den kann, muss die­se noch ein­ge­rich­tet wer­den. Hier­zu muss das Ra­dio zu­nächst mit dem In­ter­net ver­bun­den und an­schlie­ßend bei Ale­xa an­ge­mel­det bzw. frei­ge­ge­ben wer­den. Dies al­les ge­schieht über die App QS-Play­er, die kos­ten­los für An­dro­id und iOS ver­füg­bar ist. Hier wird das Ra­dio zu­nächst über ei­ne tem­po­rä­re und un­ver­schlüs­sel­te WLAN-Ver­bin­dung mit dem Han­dy ge­kop­pelt. An­schlie­ßend wird dem Ra­dio das kor­rek­te WLAN und das er­for­der­li­che Pass­wort über­mit­telt. Ist das Ge­rät mit dem Netz­werk ver­bun­den, er­folgt im nächs­ten Schritt noch die Frei­ga­be bei Ama­zon. Hat auch das ge­klappt, nimmt das Ra­dio fort­an Sprach­be­feh­le ent­ge­gen. Hier un­ter­schei­det sich das Ge­rät nicht von den sonst üb­li­chen Ale­xa-Laut­spre­chern. Auf Zu­ruf las­sen sich nun zum Bei­spiel über das Ra­dio Wet­ter­da­ten ab­ru­fen, smar­te Ge­rä­te im Heim­netz steu­ern und so­gar In­ter­ne­tra­di­os ab­spie­len. Letz­te­res ist be­son­ders in­ter­es­sant, da man hier in der Kü­che durch rei­ne Sprach­steue­rung den Ra­dio­sen­der wech­seln kann.

In­ter­ne­tra­dio

Üb­ri­gens ne­ben Blue­tooth die ein­zi­ge Me­tho­de, In­ter­ne­tra­di­os mit dem QAS100 wie­der­zu­ge­ben, denn das Ge­rät sel­ber hat kei­nen Zu­griff auf In­ter­ne­tra­di­os. Auch das Ab­spei­chern von Lieb­lings­sen­dern in der Fa­vo­ri­ten­lis­te ist nicht mög­lich. Je nach vor­han­de­nen Abos kön­nen auch Mu­sik­ti­tel ge­sucht und ab­ge­spielt wer­den, bei­spiels­wei­se über Ama­zon Mu­sic. Üb­ri­gens wird je­der Auf­ruf von Ale­xa nicht nur akus­tisch, son­dern auch durch das Auf­leuch­ten von fünf blau­en LEDs si­gna­li­siert.

Zum Schutz der Pri­vat­sphä­re lässt sich Ale­xa auf Knopf­druck auch de­ak­ti­vie­ren. Dies wird dann durch ro­tes Leuch­ten der LEDs an­ge­zeigt. Üb­ri­gens re­agiert Alex auch im Stand­by auf Sprach­be­feh­le. Das Ra­dio sel­ber lässt sich al­ler­dings nicht über Ale­xa per Spra­che steu­ern.

App-Steue­rung

Im We­sent­li­chen dient der QAS-Play­er nur der Ein­rich­tung von Netz­werk­zu­griff und Sprach­steue­rung. Zwar lässt sich dort auch die Laut­stär­ke steu­ern und auch die Wie­der­ga­be di­ver­ser Strea­m­ing­diens­te wie Spo­ti­fy, Ti­dal oder Naps­ter ist mög­lich, doch das funk­tio­niert deut­lich kom­for­ta­bler über Blue­tooth und teil­wei­se so­gar über die Sprach­steue­rung. An­de­re Funk­tio­nen las­sen sich über die App hin­ge­gen nicht oder zu­min­dest nicht kom­for­ta­bel steu­ern.

Klang

Für die Kü­che geht der Klang des Pe­arl-Kü­chen­ra­di­os QAS-100 durch­aus in Ord­nung, wo­bei hier kei­ne Höchst­leis­tun­gen zu er­war­ten sind. Lei­der gibt es kei­ne Ein­griffs­mög­lich­kei­ten in die Ton­qua­li­tät, da es kei­nen Equa­li­zer gibt. Gut: Auch bei ho­her Laut­stär­ke (zum Bei­spiel bei lau­ten Brat­ge­räu­schen) lei­det die Ton­qua­li­tät nicht und der Laut­spre­cher neigt auch nicht zu un­an­ge­neh­men Dröh­nen oder Klir­ren. Für die Kü­che ist der Klang des Un­ter­bau­ge­rä­tes im we­sent­li­chen aus­rei­chend.

Fazit

Mit dem VR-Ra­dio QAS-100 von Pe­arl lässt sich die Ale­xa-Sprach­steue­rung pro­blem­los in je­de Kü­che ho­len. Das ist ein gu­ter Coup von VR-Ra­dio, den wir in ei­nem Kü­chen­ra­dio ei­gent­lich nicht er­war­tet hät­ten. Dank zahl­rei­cher Funk­tio­nen ist das Ra­dio zu­dem auch gut ge­rüs­tet für den Emp­fang na­he­zu al­ler ver­füg­ba­ren Me­di­en aus dem Netz und im Heim­netz. Punkt­ab­zug gibt es al­ler­dings für den feh­len­den An­ten­nen­an­schluss bzw. die Wur­f­an­ten­ne, die sich wirk­lich nur in gut ver­sorg­ten Ge­bie­ten ein­set­zen lässt. MI­KE BAU­ER­FEIND

Auf der Ober­sei­te des Ra­di­os ver­deckt ei­ne Klap­pe die Be­fes­ti­gung für die Un­ter­bau­hal­te­rung. Wird die­se ent­fernt, kann das Ra­dio in den mit­ge­lie­fer­ten Hal­ter ein­ge­scho­ben wer­den

Ein Netz­schal­ter und der Ein­gang für das ex­ter­ne Netz­teil sind die ein­zi­gen Ele­men­te an der rech­ten Sei­te. Der eben­falls vor­han­de­ne Mi­ni-USB-An­schluss dient le­dig­lich dem Ein­spie­len von Up­dates

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