Lu­xus-Sound­bar Ro­berts SB1 mit vie­len Funk­tio­nen über­zeugt im Test­la­bor

Digital Fernsehen - - Inhalt - MI­KE BAU­ER­FEIND

Wer den Klang sei­nes Fern­se­hers ver­bes­sern möch­te, der steht vor ei­ner gro­ßen Aus­wahl an Sound­ver­bes­se­ren von der ein­fa­chen Sound­bar bis hin zur per­fek­ten Heim­ki­no­an­la­ge. Mit der SB1 hat Ro­berts ei­ne Sound­bar der Ex­t­ra­klas­se im Pro­gramm, die noch deut­lich mehr kann als die Mit­be­wer­ber.

Denn die SB1 ist nicht nur ei­ne Sound­bar, son­dern gleich­zei­tig auch ein Di­gi­tal­ra­dio, ein Sub­woo­fer, ein Blue­tooth-Laut­spre­cher und so­gar ein IR-Re­pea­ter. Da­mit hat Ro­berts na­he­zu al­les in sei­ne ed­le Sound­bar ver­packt, was der­zeit am Markt ver­füg­bar ist. Die Wer­tig­keit des Ge­rä­tes er­kennt man da­bei nicht zu­letzt am Ge­wicht. Denn mit 6,3 Ki­lo­gramm ist die Sound­bar in der Far­be Schwarz bei­lei­be kein Leicht­ge­wicht. Das ist nicht nur den ed­len Kom­po­nen­ten im In­ne­ren zu ver­dan­ken, son­dern liegt auch an der be­son­ders ver­win­dungs­stei­fen Kon­struk­ti­on für den ma­xi­ma­len Klang. Im In­ne­ren wer­keln 4 Laut­spre­cher mit Sub­woo­fer­taug­lich­keit im akus­tisch ab­ge­stimm­ten Ge­häu­se mit gut ver­steck­ten seit­li­chen Bas­saus­gän­gen. Das sieht nicht nur schick aus, son­dern klingt auch gut. Front­sei­tig ver­fügt die Sound­bar über das schon vom Flagg­schiff S300 be­kann­te groß­zü­gi­ge Farb­dis­play mit 8,5 Zen­ti­me­tern Dia­go­na­le (3,3 Zoll). Das ist auch aus der Ent­fer­nung noch gut les­bar und wer­tet die Sound­bar wei­ter auf. Rund um das Dis­play sind ei­ni­ge Be­dien­ele­men­te an­ge­ord­net, die die wich­tigs­ten Ein­stel­lun­gen wie Laut­stär­ke oder auch das Aus­schal­ten der SB1 er­mög­li­chen. Selbst­ver­ständ­lich legt Ro­berts aber auch ei­ne Fern­be­die­nung bei. Die ist ein al­ter Be­kann­ter und kommt un­ter an­de­rem auch beim Ro­berts Stream i65 zum Ein­satz. Schö­ner wä­re aus un­se­rer Sicht aber ge­we­sen, wenn der Her­stel­ler hier statt­des­sen auf die Alu-Fern­be­die­nung des S300 ge­setzt hät­te. Denn im Ver­gleich zur Sound­bar selbst wirkt der Si­gnal­ge­ber nicht ganz so edel, was bei der Va­ri­an­te der S300 nicht der Fall ge­we­sen wä­re. In­ter­es­san­ter Hin­weis für al­le, die

auch ein S300 ihr ei­gen nen­nen: Dank iden­ti­scher In­fra­rot­codes lässt sich die SB1 auch mit der Fern­be­die­nung vom S300 be­die­nen. Schwie­rig könn­te das al­ler­dings wer­den, wenn bei­de Ge­rä­te im Raum ste­hen, da sie sich da­durch im un­güns­tigs­ten Fall ge­gen­sei­tig in der Be­die­nung stö­ren könn­ten und Ro­berts kei­ne Än­de­rung der Fern­be­die­nungs­codes in ei­nem sol­chen Fall vor­ge­se­hen hat.

Aus­stat­tung

Die Fea­tu­res der SB1, die üb­ri­gens wie das S300 auch zur ed­len R-Li­ne von Ro­berts ge­hört, sind kaum in ei­nem Satz auf­zu­zäh­len. Ne­ben der Kern­funk­ti­on als Sound­bar kann das Ge­rät auch Ra­dio über die drei Emp­fangs­we­ge DAB Plus, UKW und das In­ter­net emp­fan­gen. Es las­sen sich Smart­pho­nes oder Ta­blets via Blue­tooth kop­peln, die Wie­der­ga­be von Netz­werk­me­di­en ist mög­lich und auch ana­lo­ge Zu­spie­ler kön­nen an­ge­schlos­sen wer­den. Zu­dem hat Ro­berts der Sound­bar ei­nen In­fra­rot­re­pea­ter ver­passt, der im Be­darfs­fall das Fern­be­die­nungs­si­gnal an den Fern­se­her wei­ter­lei­ten kann. Schließ­lich lässt sich der SB1 auch per App steu­ern und in ein Mul­ti­room-Sys­tem in­te­grie­ren. Auch an den Zu­gang zu Strea­m­ing­diens­ten hat Ro­berts ge­dacht und ei­nen Spo­ti­fy-Zu­gang in­te­griert. Le­dig­lich ei­nen USB-An­schluss zur Wie­der­ga­be von Me­di­en per USB-Stick be­zie­hungs­wei­se -Fest­plat­te oder schlicht zum La­den ei­nes Smart­pho­nes ist nicht vor­han­den. Trotz­dem ei­ne be­acht­li­che Viel­zahl an Funk­tio­nen, die das Ge­rät zu weit mehr als ei­ner Sound­bar ma­chen. Mit dem Heim­netz ver­bin­den lässt sich der SB1 üb­ri­gens wahl­wei­se über ein Et­her­net­ka­bel oder draht­los. Zum Kop­peln mit dem Netz­werk kann bei Un­ter­stüt­zung durch den Rou­ter auch auf die prak­ti­sche WPS-Schnell­ver­bin­dung zu­rück­ge­grif­fen wer­den. Ähn­lich kom­for­ta­bel ge­stal­tet sich die Ver­bin­dung via Blue­tooth. Denn wenn das Han­dy oder Ta­blet Ne­ar-Field-Com­mu­ni­ca­ti­on (NFC) un­ter­stützt,kann die Ver­bin­dung dar­über eben­falls sehr be­quem um­ge­setzt wer­den.

An­schlüs­se

Hier zeigt sich eben­falls, dass das Haupt­au­gen­merk auf den Be­trieb als Klang­ver­bes­se­rer für Fern­se­her op­ti­miert ist. So fin­den wir auf der Rück­sei­te gleich drei di­gi­ta­le Ein­gän­ge. Zwei di­gi­ta­le Sound­zu­füh­run­gen kön­nen über je ein op­ti­sches Di­gi­tal­ka­bel rea­li­siert wer­den. Zu­dem gibt es ei­nen wei­te­ren ko­axia­len Di­gi­tal­ein­gang. Ana­lo­ge Si­gna­le kön­nen über ei­ne 3,5-Mil­li­me­ter-Klin­ken­buch­se und zwei Cinch-Buch­sen ein­ge­speist wer­den. Selbst ei­nen Aus­gang zum op­tio­na­len An­schluss ei­nes Sub­woo­fers hat Ro­berts dem Ge­rät spen­diert. Das wird in der Pra­xis aber wohl kaum ge­nutzt, da der SB1 selbst schon mit ei­nem be­ein­dru­cken­den Bass punk­ten kann. Eben­falls per­fekt mit­ge­dacht hat der Her­stel­ler bei der An­ten­ne. So gibt es ei­ne in­ter­ne An­ten­ne, die si­cher­lich in Bal­lungs­ge­bie­ten voll­kom­men aus­rei­chen dürf­te. Soll­te das nicht der Fall sein oder der Käu­fer et­was au­ßer­halb woh­nen, kann die An­ten­ne mit ei­nem Schal­ter auf ex­tern um­ge­schal­tet wer­den. Dann kann ei­ne Zim­mero­der Au­ßen­an­ten­ne an die hier­für vor­ge­se­he­ne F-Buch­se an­ge­schlos­sen wer­den. Das Netz­teil ist üb­ri­gens eben­falls in­tern ver­baut, was ein wei­te­res Qua­li­täts­merk­mal ist.

Auf­stel­lung

Die Sound­bar lässt sich wahl­wei­se auf­stel­len oder an der Wand be­fes­ti­gen. Für letz­te­res lie­fert Ro­berst mit Win­keln und Schrau­ben nicht nur das pas­sen­de In­stal­la­ti­ons­ma­te­ri­al mit, son­dern legt so­gar ei­ne Scha­blo­ne zur ex­ak­ten Mar­kie­rung der Boh­run­gen bei. Wird das Ge­rät auf­ge­stellt, so kön­nen zu­min­dest klei­ne­re Fern­se­her auf die Sound­bar ge­stellt wer­den. Grö­ße­re Fern­se­her über 50 Zoll las­sen sich al­ler­dings je nach Kon­struk­ti­on der Stand­fü­ße nicht im­mer auf die Sound­bar stel­len. Je nach Fern­se­her kommt auch ei­ne Auf­stel­lung vor dem Ge­rät auf­grund der Hö­he nicht im­mer in Be­tracht, so dass der Käu­fer bes­ser vor­her ab­klärt, ob sein Fern­se­her auch passt. Für den Fall, dass die Sound­bar vor den Fern­se­her ge­stellt wird und da­durch even­tu­ell der In­fra­rotem­pfän­ger vom TV ver­deckt wird, hat Ro­berst der Sound­bar ei­ne aus­ge­spro­chen cle­ve­re Funk­ti­on spen­diert: Auf der Rück­sei­te wur­de ei­ne Art In­fra­rot-Strei­fen auf der ge­sam­ten Län­ge der Sound­bar an­ge­bracht, der ein vorn emp­fan­ge­nes In­fra­rot­si­gnal der TV-Fern­be­die­nung hin­ten wei­ter­lei­tet. Ein ver­deck­ter In­fra­rotem­pfän­ger be­kommt da­durch trotz­dem die nö­ti­gen Si­gna­le über­mit­telt – ge­ni­al!

Be­trieb als Sound­bar

Zu­erst ha­ben wir uns na­tür­lich mit der Kern­funk­ti­on be­schäf­tigt, näm­lich dem Ein­satz als Sound­bar. Hier stellt der SB1 zwei op­ti­sche und ei­nen ko­axia­len Di­gi­tal­ein­gang so­wie für äl­te­re Fern­se­her auch ana­lo­ge Sound­ein­gän­ge be­reit. Auf HDMI wur­de al­ler­dings ver­zich­tet, was wir et­was scha­de fin­den. Die ent­spre­chen­de

Qu­el­le muss dann mit der Fern­be­die­nung ge­wählt wer­den und bleibt auch nach dem Aus­schal­ten und wie­der­ein­schal­ten ak­tiv. Schon beim ers­ten Test über den Ko­axi­al­ein­gang be­ein­druck­te uns die Sound­bar mit ei­nem um Wel­ten bes­se­ren Ton als vom ein­fa­chen TV-Laut­spre­cher ge­wohnt. Ins­be­son­de­re der Ste­reo­klang und na­tür­lich die Bäs­se sind im An­be­tracht der Grö­ße der Sound­bar wirk­lich sehr gut. Na­tür­lich lässt sich klang­lich noch ei­ni­ges re­geln. So gibt es zahl­rei­che vor­ein­ge­stell­te Equa­li­zer-Set­tings für ver­schie­de­ne Si­tua­tio­nen und auch ma­nu­ell kann Hö­hen-, Mit­ten- und Bass­wie­der­ga­be nach den ei­ge­nen Wün­schen re­gu­liert wer­den. Se­pa­rat re­geln lässt sich der Sub­woo­fer, dem wie beim S300 so­gar zwei ei­ge­ne Tas­ten auf der Fern­be­die­nung spen­diert wur­den. Spe­zi­el­le Klang­pro­fie­le wie sie bei an­dern Sound­bars oft pro­gram­miert wur­den (al­so zum Bei­spiel „Mu­sik“, „Film“oder „Nach­rich­ten“) gibt es beim SB1 nicht. Ver­misst ha­ben wir die aber auch nicht, denn der SB1 klingt von Hau­se aus schon sehr gut.

Sound­kon­zept

Hier gibt es ei­gent­lich nichts aus­zu­set­zen, der SB1 meis­tert sei­ne Auf­ga­ben in al­len Dis­zi­pli­nen her­vor­ra­gend und eig­net sich da­her so­wohl als Wie­der­ga­be­ge­rät für den Fern­se­her als auch als ei­gen­stän­di­ger ak­ti­ver Laut­spre­cher zur Ra­dio- und Mu­sik­wie­der­ga­be. Auch als Mi­ni­mal­va­ri­an­te für ein Heim­ki­no eig­net sich die Sound­bar, wo­bei hier ver­ständ­li­cher­wei­se auf ech­ten Raum­klang ver­zich­tet wer­den muss. Den­noch lie­gen Wel­ten zwi­schen den ein­ge­bau­ten Laut­spre­chern der meis­ten TV-Ge­rä­te und dem Ki­no­ton der SB1. Al­ler­dings: Spe­zi­el­le Di­gi­tal­klang­for­ma­te wie DTS oder Dol­by At­mos kann die Sound­bar nicht de­co­die­ren. Hier muss auf das Down­s­am­pling im Zu­spie­ler zu­rück­ge­grif­fen wer­den. Das viel­fach bei Fern­seh­sen­dern ge­bräuch­li­che AC3 als Ste­reo oder 5.1 Dol­by Di­gi­tal wird hin­ge­gen er­kannt und von der Sound­bar wie­der­ge­ge­ben. Dank der zahl­rei­chen Ein­stell­mög­lich­kei­ten lässt sich der SB1 per­fekt an die ei­ge­nen Be­dürf­nis­se an­pas­sen und klingt wirk­lich sehr gut. Da­mit ge­hört die­se Sound­bar zu den klang­lich bes­ten ih­rer Art und kann sich auch mit dem eben­falls her­vor­ra­gend klin­gen­den S300 aus dem glei­chen Hau­se mes­sen.

Ra­dio­emp­fang

Beim Ra­dio­emp­fang kann sich der Nut­zer zwi­schen Di­gi­tal­ra­dio, UKW und In­ter­ne­tra­dio ent­schei­den, wo­bei rein klang­lich DAB Plus die bes­te Wahl ist. In die­sem Mo­dus scannt das Ra­dio beim ers­ten Start al­le Fre­quen­zen au­to­ma­tisch und sor­tiert die­se in die Ka­nal­lis­te ein. Lieb­lings­sen­der kön­nen auf ei­ne der zehn Fa­vo­ri­ten­spei­cher ab­ge­legt wer­den. Das ist se­pa­rat für Di­gi­tal­ra­dio, UKW und In­ter­ne­tra­dio mög­lich, so dass ins­ge­samt 30 Sen­der ab­ge­spei­chert wer­den kön­nen. Ein ge­misch­tes Spei­chern ist al­ler­dings nicht mög­lich. Zum Auf­ru­fen der Fa­vo­ri­ten gibt es prak­ti­sche zehn Di­rekt­wahl­tas­ten auf der Fern­be­die­nung. An der Sound­bar selbst sind zwar kei­ne Di­rekt­wahl­tas­ten zu fin­den. Ein Zu­griff über die dor­ti­gen Be­dien­ele­men­te ist aber den­noch mög­lich. Al­ler­dings sind 10 Sen­der pro Emp­fangs­weg nicht wirk­lich viel. Da bie­ten an­de­re Ge­rä­te mit 20 oder 30 Spei­cher­plät­zen doch mehr. Po­si­tiv: Das Ab­le­gen der Sen­der funk­tio­niert sehr in­tui­tiv. Ein län­ge­rer Druck auf die pas­sen­de Zif­fern­tas­te auf der Fern­be­die­nung reicht hier­für aus. Ein kur­zer Druck ruft dann den ge­wünsch­ten Sen­der wie­der auf. Selbst­ver­ständ­lich wer­den auch gra­fi­sche Zu­satz­in­for­ma­tio­nen der Sen­der wie bei­spiels­wei­se Co­ver der Ti­tel an­ge­zeigt. Ein lan­ges Drü­cken der Select-Tas­te auf der Fern­be­die­nung zeigt üb­ri­gens auf Wunsch die Gra­fik bild­schirm­fül­lend an.

UKW

Im UKW-Mo­dus wird der Ka­nal­such­lauf ma­nu­ell durch­ge­führt. Hier­zu wird die Au­to-Tu­ne-Tas­te für den nächs­ten stär­ke­ren Sen­der ge­drückt. Ma­nu­ell lässt sich die Fre­quenz über die Tu­ne-Tas­ten im Steuer­kreuz ein­stel­len. Schließ­lich las­sen sich noch tau­sen­de In­ter­ne­tra­di­os emp­fan­gen. Hier be­steht auch die Mög­lich­keit, das Ra­dio mit der Sen­der­ver­wal­tung im In­ter­net zu kop­peln. Hier­zu muss man sich nur un­ter www.dab.sat­lounge.de ein­ma­lig mit dem Ge­rä­te­co­de re­gis­trie­ren und hat dann Zu­griff auf ei­ne kom­for­ta­ble On­line-Fa­vo­ri­ten­ver­wal­tung, die sich auch mit meh­re­ren Ge­rä­ten syn­chro­ni­sie­ren lässt.

Strea­m­ing

Auch hier bie­tet die SB1 ei­ne Men­ge an Mög­lich­kei­ten. Ent­we­der kop­pelt man ein Smart­pho­ne oder Ta­blet via Blue­tooth

und nutzt dann die ver­schie­de­nen Au­dio-Strea­m­ing­diens­te auf die­sem Weg oder ver­bin­det sich mit dem lo­ka­len Netz­werk. Steht dort die hei­mi­sche Mu­sik­samm­lung über ei­ne Netz­werk­fest­plat­te oder ei­nen an­de­ren Me­dia­play­er zur Ver­fü­gung, las­sen sich die Mu­sik­stü­cke auch auf die­sem Weg wie­der­ge­ben. Zu fin­den ist der Netz­werk­play­er im Me­nü­punkt Mu­sik­ab­spie­ler/ Ge­mein­sa­me Me­di­en. Ist das Ge­rät im hei­mi­schen Netz­werk re­gis­triert, wer­den hier dann al­le taug­li­chen Netz­werk­me­di­en an­ge­zeigt und ein Zu­griff ist mög­lich. Sind im ent­spre­chen­den Ord­ner auch Co­ver hin­ter­legt, wer­den die­se am Ge­rät an­ge­zeigt. Auch bei Blue­tooth ist zu­min­dest ei­ne Ti­tel­an­zei­ge mög­lich. Auch das Skip­pen über das Ra­dio ist mög­lich. Im Test punk­te­te die SB1 hier mit sta­bi­ler und stö­rungs­frei­er Wie­der­ga­be über UPnP und Blue­tooth. Auch die Be­die­nung ist zu je­der Zeit in­tui­tiv und selbst­er­klä­rend.

App-Steue­rung

Kaum er­wäh­nens­wert: Na­tür­lich lässt sich die SB1 auch be­quem via App steu­ern. Hier kommt die schon häu­fig vor­ge­stell­te An­wen­dung Un­dok zum Ein­satz, die für An­dro­id und iOS ver­füg­bar ist. Ein­mal in­stal­liert, er­laubt sie die kom­plet­te Steue­rung des Ge­rä­tes über das Smart­pho­ne. Ei­ne klei­ne Si­cher­heits­lü­cke soll an die­ser Stel­le al­ler­dings nicht ver­schwie­gen wer­den. Denn es gibt kei­nen Schutz vor ei­ner un­be­fug­ten Nut­zung. Je­der mit App und Smart­pho­ne im be­tref­fen­den Netz­werk kann das Ge­rät steu­ern. Die­ser Fall dürf­te zwar sel­ten vor­kom­men, aber hier im Test­la­bor war es nicht das ers­te Mal, dass sich die Laut­stär­ke oder der Sen­der am Ge­rät wie von Zau­ber­hand än­der­te, weil sich ein Kol­le­ge im Nach­bar­bü­ro wie­der ein­mal ei­nen Scherz er­laub­te. Prin­zi­pi­ell ist Un­dok aber ge­ni­al. Ins­be­son­de­re bei der schnel­len Su­che nach dem pas­sen­den Ra­dio­sen­der oder dem schnel­len Qu­el­len­wech­sel ist die App sehr gut zu ge­brau­chen. Un­ver­zicht­bar ist sie au­ßer­dem zur Nut­zung ei­nes ganz be­son­de­ren Fea­tu­res des Ge­rä­tes. Di­rekt ein­ge­baut hat Ro­berts noch ei­nen Cli­ent für Spo­ti­fy. Wer ei­nen Pre­mi­um-Zu­gang zu die­sem Mu­sik­dienst hat, der kann dar­über pro­blem­los auch sei­ne Lieb­lings­ti­tel wie­der­ge­ben. Üb­ri­gens ist mit ei­ner neu­en Schnitt­stel­le ge­plant, künf­tig auch Testac­counts zur Nut­zung der ein­ge­bau­ten Spo­ti­fy-Funk­ti­on zu­zu­las­sen. Das müss­te al­ler­dings erst noch über ein Firm­ware­up­date der SB1 in­te­griert wer­den.

Mul­ti­room-Funk­ti­on

Denn meh­re­re Ra­di­os oder kom­pa­ti­ble Laut­spre­cher las­sen sich da­mit zu ei­nem Ab­spiel­ver­bund ein­rich­ten. Ein Ge­rät über­nimmt da­bei die Rol­le des Mas­ters, al­le an­de­ren Ge­rä­te sind Sla­ves und ge­ben so­fern sie ein­ge­schal­tet sind die glei­che Au­di­o­quel­le wie­der, wie das Mas­ter­ge­rät. Das funk­tio­niert so­gar mit CDs oder ana­lo­gen Qu­el­len. Ein­ge­bun­den kön­nen al­le mul­ti­room­fä­hi­gen End­ge­rä­te, die mit Un­dok kom­pa­ti­bel sind. Da­bei spielt der Her­stel­ler kei­ne Rol­le. Na­tür­lich wer­den Ro­berts-Fans auf Kom­po­nen­ten die­ser Mar­ke set­zen. Hier bie­ten sich Kom­po­nen­ten der R-Li­ne und auch das Ro­berts Stream 65i an. Aber auch pas­sen­de Ge­gen­stü­cke von Ha­ma oder Co­mo Au­dio las­sen sich auf die­se Wei­se mit­ein­an­der ver­net­zen. Im Test­la­bor bei­spiels­wei­se kop­pel­ten wir das S300, das Stream 65i und die SB1 mit­ein­an­der und nutz­ten die zu­sätz­li­chen Ge­rä­te zu ei­ner fas­zi­nie­ren­den Raum­be­schal­lung. Zum rei­bungs­lo­sen Be­trieb soll­ten aber nach Mög­lich­keit – so­fern ein An­schluss vor­han­den ist – al­le Ge­rä­te über Netz­werk­ka­bel mit dem Heim­netz ver­bun­den wer­den. Im WLAN-Be­trieb kam es hin­ge­gen im­mer wie­der ein­mal zu Ab­ris­sen bei der Wie­der­ga­be, da un­ser draht­lo­ses Netz auf­grund vie­ler Ge­rä­te über­las­tet war.

Fazit

Die SB1 ge­hört zwei­fels­frei zu den bes­ten Sound­bars, die durch un­ser Test­la­bor ge­wan­dert sind. Ne­ben den her­vor­ra­gen­den Ei­gen­schaf­ten als Klang­zen­tra­le für den Wohn­zim­mer­fern­se­her lässt sich das Ge­rät auch noch per­fekt als Ra­dio­emp­fän­ger und zur Strea­m­ing­wie­der­ga­be per Blue­tooth und Netz­werk nut­zen. Aus­ge­spro­chen prak­tisch fan­den wir auch das Vor­han­den­sein ei­nes An­ten­nen­ein­gangs und den In­fra­rot-Re­pea­ter – aus un­se­rer Sicht ein Al­lein­stel­lungs­merk­mal der SB1. Wenn wir den feh­len­den HDMI-Ein­gang und die eben­falls nicht vor­han­de­ne USB-Wie­der­ga­be ver­wei­sen, dann kann man das Ge­trost als Jam­mern auf sehr ho­hem Ni­veau ver­ste­hen. Die SB1 bleibt auch trotz die­ser zwei Mi­ni-Kri­tik­punk­te ein­deu­tig Klas­sen­bes­ter.

Ins­be­son­de­re bei In­ter­ne­tra­di­os be­hält man dank der prak­ti­schen App im­mer die Über­sicht

Die di­gi­ta­len Ein­gän­ge der Sound­bar las­sen sich be­son­ders be­quem über die App Un­dok wäh­len

Ei­ne Be­son­der­heit ist der wei­ße Strei­fen oben an der Sound­bar. Da­bei han­delt es sich nicht wie zu­nächst ver­mu­tet um die Ra­dio­an­ten­ne – die­se ist im Ge­rät ver­baut – son­dern ei­nen In­fra­rot-Re­pea­ter. Wenn das IR-Au­ge des Fern­se­hers von der Sound­bar ver­deckt wird, schleift der IR-Strei­fen das Si­gnal ein­fach durch

Gleich zwei op­ti­sche und ein ko­axia­ler Di­gi­tal­ein­gang er­lau­ben das Zu­spie­len der di­gi­ta­len Ton­signa­le. Aber auch ana­lo­ge Au­di­o­quel­len las­sen sich pro­blem­los an der SB1 an­schlie­ßen

Die Fern­be­die­nung ken­nen wir schon vom i65 Stream

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.