Qua­li­täts­ma­nage­ment

Digital Manufacturing - - INHALT - VON DR. IRIS BRUNS

Wir­kungs­vol­les In­stru­ment

Im All­gäu, das in der Bran­che auch gern „Fo­li­en Val­ley“ge­nannt wird, hat Ek-pack Fo­li­en sei­nen Haupt­sitz. Das mit­tel­stän­di­sche, fa­mi­li­en­geführ­te Un­ter­neh­men ent­wi­ckelt und fer­tigt Po­ly­mer­fo­li­en für ver­schie­de­ne Ein­satz­zwe­cke. Das In­te­grier­te Ma­nage­ment­sys­tem Con­sen­se IMS sorgt in der Qua­li­täts­si­che­rung da­bei für norm­kon­for­me, stan­dar­di­sier­te Pro­zess­ab­läu­fe.

DIE IN­TER­NA­TIO­NAL ge­frag­ten Hoch­bar­rie­re­fo­li­en in ei­ner Viel­zahl von Ma­te­ri­al­kom­bi­na­tio­nen von Ek-pack, die im Ex­tru­si­ons-, Kle­ber­ka­schier- und Ex­tru­si­ons­ka­schier­ver­fah­ren her­ge­stellt wer­den, sind ech­te High­tech-pro­duk­te. In im­mer dün­ne­rer Aus­füh­rung, da­bei äu­ßerst stra­pa­zier­fä­hig, ver­ei­nen sie un­ter­schied­li­che funk­tio­nel­le Schich­ten und ver­schie­de­ne Ve­re­de­lun­gen, die ge­nau auf die An­for­de­run­gen der Auf­trag­ge­ber ab­ge­stimmt sind. Da­zu zäh­len bei­spiels­wei­se spe­zi­fi­sche Gleit-, Peel-, Sie­gel- und An­ti­fog-ei­gen­schaf­ten so­wie un­ter­schied­li­che Ein­fär­bun­gen und Druck.

Kun­den aus al­ler Welt ver­trau­en auf den Fo­li­en-spe­zia­lis­ten – und da­mit auch auf des­sen ein­wand­frei­es Qua­li­täts­ma­nage­ment. Im Jahr 2010 ent­schie­den sich die Ver­ant­wort­li­chen für die Ein­füh­rung ei­nes soft­ware­b­a­sier­ten In­te­grier­ten Ma­nage­ment­sys­tems, wel­ches sämt­li­che Nor­men und Stan­dards un­ter ei­ner ein­heit­li­chen Ober­flä­che zu­sam­men­füh­ren soll­te. „Uns war es be­son­ders wich­tig, die Pro­zess- und Do­ku­men­ten­pfle­ge über ein zen­tra­les Sys­tem zu re­geln“, meint Mar­co Zieg­ler aus der Ge­schäfts­füh­rung der Ek-pack Fo­li­en Gmbh.

Nor­men und Re­gel­wer­ke „un­ter ei­nem Hut“

Die Wahl von Ek-pack fiel auf die Soft­ware von Con­sen­se. Das Aa­che­ner Un­ter­neh­men bie­tet Lö­sun­gen für das Pro­zess- und Qua­li­täts­ma­nage­ment an. Das In­te­grier­te Ma­nage­ment­sys­tem Con­sen­se IMS Pro­fes­sio­nal wur­de im März 2011 in­stal­liert. Es ver­eint die Qua­li­täts­ma­nage­ment­norm DIN EN ISO 9001:2008 – in­zwi­schen in der Re­vi­si­on aus 2015 – mit dem Brc-glo­bal­stan­dard für Ver­pa­ckung und Ver­pa­ckungs­ma­te­ria­li­en so­wie dem Ener­gie­ma­nage­ment­sys­tem nach ISO 50001:2011. Die an­wen­der­freund­li­che Soft­ware sorgt da­für, dass die vor­ge­ge­be­nen Stan­dards zur Do­ku­men­ta­ti­on der ver­schie­de­nen Re­gel­wer­ke lü­cken­los ein­ge­hal­ten wer­den. Sie bie­tet ei­ne kom­plet­te elek­tro­ni­sche Un­ter­stüt­zung durch au­to­ma­ti­sier­te Rou­ti­ne­ab­läu­fe, stellt sys­te­ma­tisch In­for­ma­tio­nen be­reit und über­wacht gel­ten­de Norm­vor­ga­ben.

Con­sen­se IMS wird am Stand­ort Er­men­gerst-wig­gens­bach im ge­sam­ten Un­ter­neh­men – von der Ver­wal­tung bis zur Pro­duk­ti­on – ge­nutzt. Die bei Ek-pack ab­lau­fen­den Pro­zes­se wur­den da­zu mit dem in­te­grier­ten Mo­del­lie­rungs-tool ab­ge­bil­det und mit den ver­ant­wort­li­chen Stel­len und Do­ku­men­ten ver­bun­den. Mel­det sich ein Mit­ar­bei­ter im Sys­tem an, wer­den ihm auf dem per­so­na­li­sier­ten Start­bild­schirm die für ihn not­wen­di­gen und wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen zu­sam­men­ge­stellt. Das schafft Trans­pa­renz im Hin­blick auf Zu­stän­dig­kei­ten, Ab­läu­fe, Schnitt­stel­len, an­ste­hen­de Auf­ga­ben und ein­zu­hal­ten­de Ter­mi­ne. „Be­son­ders prak­tisch ist, dass sich die Le­se- und Zu­griffs­be­rech­ti­gun­gen bei Con­sen­se IMS gut steu­ern las­sen. Es muss nicht je­der al­les im Sys­tem se­hen kön­nen, son­dern nur das, was für ihn re­le­vant ist“, er­klärt

Mar­tin Fär­ber, Lei­tung Qua­li­täts­ma­nage­ment bei Ek-pack. Je­der Mit­ar­bei­ter nutzt so­wohl per­so­nen­be­zo­ge­ne In­hal­te wie Ur­laubs­an­trä­ge als auch ar­beits­platz­be­zo­ge­ne In­for­ma­tio­nen. Da­bei ge­währ­leis­tet das Sys­tem stets Zu­griff auf die ak­tu­ell frei­ge­ge­be­ne Ver­si­on von Pro­zes­sen und Do­ku­men­ten, so­dass die Ak­tua­li­tät si­cher­ge­stellt ist. Das Sys­tem er­fasst au­ßer­dem die His­to­rie al­ler Ak­ti­vi­tä­ten wie Än­de­run­gen, Prü­fun­gen und Frei­ga­ben. Bei Sta­tus­än­de­run­gen er­hal­ten al­le be­trof­fe­nen Mit­ar­bei­ter au­to­ma­tisch ei­ne Be­nach­rich­ti­gung.

Sys­tem „er­zieht“zur Ter­min­ein­hal­tung

Das In­te­grier­te Ma­nage­ment­sys­tem ver­ein­facht den Ar­beits­all­tag von Ek-pack vor al­lem durch ei­ne au­to­ma­ti­sier­te Work­flow-steue­rung von Rou­ti­ne­auf­ga­ben, die an­ste­hen­de To-do‘s di­rekt an die da­mit be­auf­trag­ten Kol­le­gen wei­ter­lei­tet. Über ei­ne An­bin­dung an das Mo­dul „Con­sen­se Maß­nah­men­ma­nage­ment“wird die ter­min­be­zo­ge­ne Be­ar­bei­tung al­ler Auf­ga­ben über­wacht. Gera­de für wie­der­keh­ren­de Maß­nah­men hat sich dies als sehr zeit­spa­rend er­wie­sen. So fin­den bei­spiels­wei­se mo­nat­li­che Ab­tei­lungs­be­ge­hun­gen statt, bei de­nen der Zu­stand von An­la­gen und Ge­bäu­de kon­trol­liert wird. Da­bei wer­den vor­ge­ge­be­ne Check­lis­ten ab­ge­ar­bei­tet. Die Ab­tei­lungs­lei­ter stel­len ih­re Be­rich­te da­nach ins Sys­tem. Die dar­aus her­vor­ge­hen­den er­for­der­li­chen Maß­nah­men wer­den di­rekt in das Maß­nah­men­ma­nage­ment und die Wie­der­vor­la­ge über­nom­men. „Das Sys­tem „er­zieht“uns zu ei­ner ter­min­ge­rech­ten Um­set­zung. Denn bei Ter­min­über­schrei­tun­gen wer­den die von uns zu­vor fest­ge­leg­ten Es­ka­la­ti­ons­stu­fen ein­ge­lei­tet. Wird nicht re­agiert, mel­det sich das Sys­tem. Und es ist ein­fa­cher, die an­ste­hen­den Auf­ga­ben dann zu er­le­di­gen, als die Er­in­ne­run­gen ab­zu­stel­len“, schmun­zelt Mar­tin Fär­ber.

Be­son­ders prak­tisch fin­det der Qua­li­täts­ma­na­ger au­ßer­dem, dass sich Ver­lin­kun­gen in das Sys­tem ein­bin­den las­sen. „Man kann zu den Pro­zess­be­schrei­bun­gen Norm­ka­pi­tel hin­ter­le­gen. Das trägt da­zu bei, das Ver­ständ­nis für be­stimm­te Vor­ge­hens­wei­sen zu för­dern. Denn ge­le­gent­lich gibt es Dis­kus­sio­nen über be­stimm­te Ab­läu­fe, die mög­li­cher­wei­se auf den ers­ten Blick et­was um­ständ­lich er­schei­nen. Mit Ver­weis auf die Norm steigt die Ak­zep­tanz. Gleich­zei­tig regt dies auch zum Hin­ter­fra­gen an – und da­mit zu kon­struk­ti­ven Än­de­rungs­vor­schlä­gen im Sin­ne ei­nes kon­ti­nu­ier­li­chen Ver­bes­se­rungs­pro­zes­ses“, freut sich Mar­tin Fär­ber.

Die Ein­füh­rung des In­te­grier­ten Ma­nage­ment­sys­tems stieß bei der Be­leg­schaft von Ek-pack durch spür­ba­re Ar­beits­er­leich­te­rung schnell auf Ak­zep­tanz. „Wir ha­ben ein biss­chen nach­ge­hol­fen: Die ver­schie­de­nen Do­ku­men­te gab es nach und nach nur noch in elek­tro­ni­scher Form. Da­durch konn­te nie­mand mehr die Nut­zung des Sys­tems um­ge­hen. Das In­ter­es­se der Mit­ar­bei­ter lässt sich leicht we­cken, wenn man zu­sätz­lich In­for­ma­tio­nen be­reit­stellt, die über star­re Qm-in­hal­te hin­aus­ge­hen. Bei Ek­pack ver­brei­ten wir auf die­se Wei­se al­le fir­men­in­ter­nen News“, er­klärt der Qua­li­täts­ma­na­ger. Auch im Ar­beits­all­tag des Qm-lei­ters hat sich das Sys­tem be­währt. „In Kun­den­ge­sprä­chen oder in Au­dits kann ich mei­ne Ge­sprächs­part­ner oft da­mit ver­blüf­fen, dass ich zu eben ge­stell­ten Fra­gen die Ant­wort di­rekt auf Knopf­druck in Form ei­nes Be­richts oder ei­ner Auf­stel­lung aus dem Sys­tem zie­he.“

Prüf­mit­tel­ma­nage­ment ef­fi­zi­ent or­ga­ni­siert

Das Con­sen­se-sys­tem ist seit sei­ner Ein­füh­rung kon­ti­nu­ier­lich mit den Be­dürf­nis­sen von Ek-pack mit­ge­wach­sen. So wur­de es un­ter an­de­rem durch das Mo­dul Prüf­mit­tel­ma­nage­ment er­gänzt, das da­bei un­ter­stützt, die in der Pro­duk­ti­on der Hoch­bar­rie­re­fo­li­en ein­ge­setz­ten Prüf- und Mess­mit­tel nach den Vor­ga­ben der Qua­li­täts­ma­nage­ment­norm DIN EN ISO 9001 zu über­wa­chen, über­prü­fen, ka­li­brie­ren oder zu ei­chen. Da­zu zäh­len bei Ek-pack Fein­waa­gen, Zug­prüf­ma­schi­nen und Mess­ge­rä­te zur Be­stim­mung des Fo­li­en­pro­fils. Mit die­sen Ge­rä­ten wird die Di­cke der Fo­li­en über die ge­sam­te Fer­ti­gungs­brei­te des Ma­te­ri­als er­mit­telt. Schwer­last­waa­gen stel­len das Ge­wicht der Fo­li­en­rol­len fest, das spä­ter re­le­vant für die Abrech­nun­gen ist. Auch Sie­gel­ge­rä­te, die in Fo­li­en­tests ein­ge­setzt wer­den, um Sie­gel­näh­te her­zu­stel­len, zäh­len zu den re­gel­mä­ßig kon­trol­lier­ten Prüf­hilfs­mit­teln.

„Die­se Auf­ga­be muss in be­stimm­ten Zeit­ab­stän­den ne­ben den ei­gent­li­chen Tä­tig­kei­ten mit­er­le­digt wer­den und hat uns frü­her sehr auf­ge­hal­ten “, er­klärt Mar­tin Fär­ber. Heu­te hat das Mo­dul „Con­sen­se Prüf­mit­tel­ma­nage­ment“die­se Ar­beit er­heb­lich ver­ein­facht und be­schleu­nigt. Da­zu wur­den die ein­ge­setz­ten Prüf­mit­tel und Prüf­hilfs­mit­tel ein­mal im Sys­tem als Vor­la­ge an­ge­legt. Mit dem Mo­dul las­sen sich nun un­ter an­de­rem Über­wa­chungs­ter­mi­ne und -in­ter­val­le, Re­pa­ra­tur- und An­schaf­fungs­kos­ten so­wie Aus­fall- und Pro­duk­tiv­zei­ten der Prüf­mit­tel er­fas­sen. Auf Knopf­druck kön­nen un­ter­schied­li­che Aus­wer­tun­gen ab­ge­ru­fen wer­den, die in an­schau­li­cher Darstel­lung in Form von Gra­fi­ken, den In­halt auf ei­nen Blick er­fass­bar ma­chen. Dr. Iris Bruns ar­bei­tet in der Ge­schäfts­füh­rung der Con­sen­se Gmbh in Aa­chen.

Das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men Ek-pack Fo­li­en ent­wi­ckelt und pro­du­ziert mo­der­ne Fo­li­en­sys­te­me.

Bil­der: Ek-pack

Das Pro­dukt­spek­trum des Fo­li­en-spe­zia­lis­ten um­fasst sämt­li­che Ma­te­ri­al­kom­bi­na­tio­nen und zahl­rei­che Va­ri­an­ten der Ve­re­de­lung.

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