Hump­back Wha­les (UHD)

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Un­ter­was­ser­auf­nah­men wa­ren schon im­mer schwie­rig, ins­be­son­de­re wenn sie mit rie­si­gen, schwe­ren IMAX-Ka­me­ras ge­filmt wur­den, de­ren enorm gro­ßes Film­ma­te­ri­al na­tür­lich auch ent­spre­chend be­lich­tet wer­den muss. Und jetzt stel­len Sie sich vor, sie wol­len mit solch schwe­rem Equip­ment das in­tel­li­gen­te Jagd­ver­hal­ten von Wa­len fil­men, die aus­nahms­wei­se in ei­ner Grup­pe agie­ren, ein Netz aus Bla­sen ent­wi­ckeln, mit dem sie den Fisch-Schwarm im­mer wei­ter in die En­ge trei­ben.

Da dies na­he­zu un­mög­lich ist, wur­den auch klei­ne­re, fle­xi­ble­re Di­gi­tal­ka­me­ras ein­ge­setzt so­wie com­pu­ter­ge­ne­rier­te Ani­ma­tio­nen hin­zu­ge­zo­gen. Das Er­geb­nis ist ei­ne sehr un­ter­halt­sa­me und su­per­äs­the­ti­sche Do­ku (39 Min.), die zum ei­nen die im­mer noch schwie­ri­ge Si­tua­ti­on dar­stellt, in der sich die vom Auss­ter­ben be­droh­ten Bu­ckel­wa­le be­fin­den, zum an­de­ren aber auch durch Fak­ten zu den Wal­ge­sän­gen (die z. B. aus­schließ­lich von den Männ­chen prak­ti­ziert wer­den), der Ent­wick­lung jun­ger Wa­le und dem Ver­hal­ten weib­li­cher Wa­le fas­zi­nie­ren. Kom­men­tiert wird das Gan­ze von der sym­pa­thi­schen Syn­chron­stim­me von Ewan McG­re­gor (Phil­ipp Moog)

Schär­fe

Je nach ein­ge­setz­ter Ka­me­ra va­ri­iert die Schär­fe. Al­ler­dings gibt es vor al­lem über Was­ser rich­tig schar­fe Auf­nah­men zu be­wun­dern (z. B. Min. 14 : 30), wenn Wa­le auf­tau­chen oder auch un­ter Was­ser (z. B. Min. 26 : 40), wenn ein Krill-Schwarm aus Mil­lio­nen We­sen zu be­ste­hen scheint. Ge­ne­rell er­schei­nen aber die Über­was­ser-Auf­nah­men als schär­fer.

Kon­trast-Durch­zeich­nung

Auch hier darf sich der Zu­schau­er zwi­schen der HDR- und der SDR-Ver­si­on ent­schei­den, die bei­de auf der UHD-Blu-ray ab­ge­legt sind. In der HDR-Ver­si­on er­scheint der Kon­trast hö­her (sehr schön beim Flug durch den Can­yon sicht­bar, Min. 20). Ob­gleich es trotz HDR-Kon­ver­tie­rung kei­ne zu­sätz­li­chen De­tails zu er­ken­nen gibt. Son­nen­un­ter­gän­ge (z. B. Min.13 : 50 oder Min. 23 : 40) se­hen vom De­tail­grad her ge­nau­so aus wie in SDR. Das glei­che gilt für sprit­zen­des Was­ser oder auch die Struk­tu­ren auf der Wal-Haut.

Co­lor Gra­ding

Un­ter Was­ser ist statt ei­nem tie­fen Blau ei­ne Ten­denz zu Vio­lett er­kenn­bar. In­ter­es­sant an dem hö­he­ren Farb­kon­trast ist, dass nun statt in den dunk­le­ren Be­rei­chen in den hel­le­ren Be­rei­chen manch­mal ei­ne Form von Farb-Ban­ding ent­steht. Pro­ble­ma­tisch sind hier die ein­ge­setz­ten Über­blen­dun­gen wäh­rend der Sze­nen­wech­sel, zu be­ob­ach­ten z. B. in Mi­nu­te 4 : 40, in der sich ein Wal von der Ka­me­ra ent­fernt, wäh­rend sich im hel­len, obe­ren Be­reich ein Kri­seln ein­stellt. In SDR fin­det die­ses in den dunk­len Be­rei­chen im un­te­ren Bild­be­reich statt. Die­se kur­zen Mo­men­te sind al­ler­dings nur die Aus­nah­me.

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