Pa­ci­fic Rim (UHD)

Digital Tested - - Inhalt - FAL­KO THEUNER

P„Pa­ci­fic Rim“ist ei­ner die­ser Fil­me, die wirk­lich vie­le De­tails bie­ten. Ent­we­der es fällt Re­gen, Rauch steigt auf, es schneit Asche vom Him­mel, Rie­sen­ro­bo­ter kämp­fen mit Kai­juMons­tern im wo­gen­den Meer, es gibt un­glaub­lich vie­le Licht­quel­len an den An­zü­gen, in den Mechas und Lo­ca­ti­ons. Und es las­sen sich bei je­dem Schau­en neue De­tails ent­de­cken.

Schär­fe

Schon auf Blu-ray sah die­ser Strei­fen rich­tig gut aus, wes­halb die UHD-Blu-ray dem in nichts nach steht. Doch gibt es ei­nen sicht­ba­ren Schär­fe-Un­ter­schied zwi­schen UHD-Blu-ray und Blu-ray? Lei­der nein. Das zu­grun­de­lie­gen­de 2KMas­ter dien­te als Aus­gangs­ma­te­ri­al, wes­halb es hier kei­ne merk­li­chen Ver­bes­se­run­gen gab. An­ge­sichts der vie­len Vi­su­el­len Ef­fek­te, die si­cher­lich in 2K er­stellt wur­den, ist die­se Ent­schei­dung mög­li­cher­wei­se die rich­ti­ge, da sich die in 5K auf­ge­nom­me­nen Re­al­auf­nah­men sonst zu sehr ab­he­ben wür­den.

Kon­trast-Durch­zeich­nung

Wenn die Schär­fe kein Kauf­ar­gu­ment dar­stellt, dann even­tu­ell die bril­lan­te­ren Far­ben und der er­wei­ter­te Kon­trast­um­fang. Wie oben be­schrie­ben, gibt es vie­le Licht­quel­len in die­sem Film, wo­bei in den be­son­ders hel­len Pas­sa­gen dank HDR theo­re­tisch mehr De­tails sicht­bar wer­den müss­ten. Das ist nur be­dingt der Fall, denn wenn Ma­ko in ih­rer trau­ma­ti­schen Kind­heits­er­in­ne­rung fest­hängt, wäh­rend ihr Rie­sen­ro­bo die Plas­maKa­no­ne auf­lädt (Min. 51), lässt sich lei­der auch nicht viel mehr in dem sich auf­la­den­den Strahl er­ken­nen. An­ders her­um gibt es dunk­le Sze­nen, die we­sent­lich mehr In­for­ma­tio­nen ent­hal­ten, als die SDR-Ver­si­on auf Blu-ray. Ein Bei­spiel fin­det sich in der 56. Min., als Dr. New­ton Han­ni­bal Chau auf­sucht und von des­sen Hand­lan­ger in ei­nen Raum ge­lei­tet wird. Der Hand­lan­ger öff­net die Tür. Wäh­rend auf der Blu-ray des­sen dunk­le Ja­cke mit dem dunk­len Tür­rah­men ver­schmilzt und auch sonst kei­ner­lei (!) De­tails auf­weist, zeigt die HDR-Va­ri­an­te sehr deut­lich Tex­tu­ren, die dank der vie­len Grau­stu­fen zum Vor­schein kom­men. Ich den­ke, die re­al mit ei­ner 5K-Ka­me­ra auf­ge­nom­me­nen Ele­men­te des Bil­des zeh­ren von dem er­wei­ter­ten Kon­trast­um­fang, wäh­rend die CGI-Ele­men­te mög­li­cher­wei­se kei­nen er­wei­ter­ten Kon­trast­um­fang bie­ten. Das ist aber nur mein Ein­druck und als Ver­mu­tung ein­zu­stu­fen.

Co­lor Gra­ding

Ei­ne wei­te­re Be­son­der­heit bei die­sem gi­gan­ti­schen Mons­ter-Film sind die ex­tre­men Farb­kon­tras­te: In der 33. Min. se­hen wir Gi­psy Dan­ger im Han­gar ste­hen, wun­der­schön ein­ge­taucht in blau-ro­tes Licht. Und wenn der Kai­ju in der 85. Min. sei­ne blau leuch­ten­de Spu­cke an die vio­lett be­leuch­te­ten Wän­de rotzt, könn­te es kaum co­mic-haf­ter wir­ken. Ent­spre­chend kommt der er­wei­ter­te Far­b­raum der UHD-Blu-ray voll zur Gel­tung. Am Farb-Mas­ter wur­de nichts ver­än­dert, vie­les wirkt ein­fach sat­ter. Wäh­rend auf der Blu­ray der Him­mel matt blau-grau wirkt, er­strahlt er auf der UHD ab­so­lut bril­lant in schöns­tem Him­mel­blau. Da­vor sieht man die Ge­sich­ter, die we­sent­lich le­ben­di­ger aus­se­hen, in dem al­ler­schöns­ten Oran­ge.

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