Digital Tested - - Hin­ter­grund - CHRIS­TI­AN TRO­ZIN­SKI

ex­zel­lent in der Hand lie­gen­den Pro-Con­trol­ler ver­langt Nin­ten­do sat­te 70 Eu­ro. Sind Sie eher ein Fan von On­li­ne­wett­kämp­fen, dann müs­sen Sie zu­künf­tig mit ei­ner mo­nat­li­chen Kos­ten­pau­scha­le rech­nen, denn Nin­ten­do kün­dig­te an, den bis­lang kos­ten­lo­sen On­li­ne­ser­vice zu ei­nem kos­ten­pflich­ti­gen Sys­tem um­zu­bau­en. Die ab März be­gin­nen­de Test­pha­se soll 6 Mo­na­te lang gra­tis ab­lau­fen, da­nach sol­len jähr­lich cir­ca 25 Eu­ro fäl­lig wer­den, wenn Sie On­li­ne­du­el­le aus­tra­gen möch­ten. Zu­dem soll­ten Sie un­ter­wegs ihr Smart­pho­ne be­reit­hal­ten, denn an­statt ein Head­set an Switch an­zu­schlie­ßen, sorgt ei­ne Smart­pho­ne-App für die Kom­mu­ni­ka­ti­on in On­li­ne­spie­len. Ist Ihr Freun­des­kreis mit aus­rei­chend Switch-Hard­ware ver­sorgt und du­el­lie­ren Sie sich am liebs­ten An­ge­sicht in An­ge­sicht, so kön­nen Sie Mul­ti­play­er-Ge­fech­te mit bis zu 8 Switch-Kon­so­len aus­tra­gen.

Nichts ist in St­ein ge­mei­ßelt

Im Mo­ment be­steht ei­ne gro­ße Dis­kre­panz zwi­schen dem, was Switch ist und dem, was Switch bis Jah­res­en­de sein kann. Die Markt­ein­füh­rung er­scheint selbst beim Blick durch die ro­sa­ro­te Nin­tendo­bril­le über­has­tet: We­der ist der On­li­ne­ser­vice voll funk­ti­ons­fä­hig, noch sind aus­rei­chend ex­klu­si­ve Spie­le vor­han­den. Neue Ga­mes wie „Ma­rio Odys­sey“er­schei­nen hin­ge­gen erst En­de 2017. Die Hoch­preiss­tra­te­gie ist zu­dem ris­kant: Wer Switch mit drei Spie­len und zu­sätz­li­chem Zu­be­hör (Ex­tra-Con­trol­ler, Spei­cher­kar­te, Schutz­hül­le, Ex­tra-La­de­ka­bel) er­wirbt, muss nicht mit 330 Eu­ro, son­dern mit dem dop­pel­ten Be­trag rech­nen. Für On­li­ne­spie­ler ent­ste­hen zu­sätz­li­che Kos­ten durch die mo­nat­li­che On­li­ne­ge­bühr und die Voice-Chat-Funk­ti­on über die Smart­pho­ne-App er­scheint eher um­ständ­lich als prak­tisch. Den­noch dürf­ten Ear­ly-Ad­op­ter nur we­nig Grund zum Kla­gen ha­ben, denn Nin­ten­dos hand­ver­le­se­ne Ti­tel („Zel­da“, „Ma­rio Kart“) ge­hö­ren zum Bes­ten, was der Vi­deo­spiel­markt her­gibt und auf ei­nem por­ta­blen Ge­rät durf­te man ei­ne der­ar­ti­ge Qua­li­tät noch nie ge­nie­ßen. Zu­dem hat Nin­ten­do mit der Mi­ni­spiel­samm­lung „1-2-Switch“, dem Puz­zle-Spiel „Snip­per­clips“und dem Klas­si­ker „Bom­ber­man R“ein paar Ge­heim­tipps zum Start in pet­to, die al­le an­spre­chen könn­ten, die von Vi­deo­spie­len nor­ma­ler­wei­se die Fin­ger las­sen. Die po­si­ti­ven Ver­kaufs­zah­len zum Start deu­ten dar­auf hin, dass ein Schnee­ball­ef­fekt ein­set­zen könn­te, der sämt­li­che ne­ga­ti­ven Vor­her­sa­gen über­rollt. Die bes­te Wer­bung für die neue Switch-Hy­bridkon­so­le dürf­te nicht von Nin­ten­do selbst aus­ge­hen, son­dern von den Spie­lern, die be­reits am Switch-Er­schei­nungs­tag viel Geld in ei­ne noch un­ge­wis­se Vi­deo­spiel­zu­kunft in­ves­tiert ha­ben.

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