Mehr als nur Blu-ray: Samsung-UHD-Play­er mit ex­zel­len­ter 4K-App-Un­ter­stüt­zung

Samsungs UBD-M9500 wuss­te im Test hin­sicht­lich der Bild- und Ton­qua­li­tät be­reits zu über­zeu­gen, aber die Preis-Leis­tung stimm­te uns nicht ganz glück­lich. Trifft Samsung mit dem güns­ti­ge­ren M8500 samt Me­dia­play­er und VoD-App-Zu­gang nun end­gül­tig ins Schwar

Digital Tested - - Inhalt - CHRIS­TI­AN TROZINSKI

Mit Markt­prei­sen deut­lich un­ter­halb der 200-Eu­ro-Mar­ke ge­hört der UBD-M8500 zu den güns­tigs­ten UHD-Play­ern. Im Ver­gleich zum UBD-M9500 ver­zich­tet Samsung beim M8500 auf ei­nen zwei­ten HDMI-Aus­gang für den Ton, was al­ler­dings nur Be­sit­zer äl­te­rer AV-Re­cei­ver stö­ren dürf­te. Die­se pro­fi­tie­ren wie­der­um von der Dol­by-Di­gi­tal- oder DTS-Neu­co­die­rung, falls be­stimm­te Ton­for­ma­te nicht un­ter­stützt wer­den. Der Weg­fall der Dis­pla­y­an­zei­ge ist ver­schmerz­bar, denn die­se zeig­te beim M9500 kaum nütz­li­che Zu­satz­in­fos an. Der USB-An­schluss wan­der­te von der Sei­te an die Front und auf Zu­satz­fea­tures wie Blue­tooth oder das BD-Strea­m­ing mit Ga­la­xy-Mo­bil­ge­rä­ten müs­sen Sie beim M8500 ver­zich­ten. Was wir be­reits beim M9500 kri­ti­sier­ten, trifft glei­cher­ma­ßen auf den M8500 zu: 3D-Blu-ray-Discs spielt der Play­er eben­so­we­nig ab wie SACDs. Doch das, was der M8500 be­herrscht, ist ein­zig­ar­tig in die­ser Preis­klas­se.

Mehr Spaß mit Apps

Samsung stat­tet den Play­er mit ei­ner feh­ler­frei­en 4K-HDR-Darstel­lung aus, die nicht nur die UHD-Blu-ray-Wie­der­ga­be um­fasst, son­dern auch Apps wie Youtube, Ama­zon oder Net­flix in bes­ter Bild­qua­li­tät er­strah­len lässt. Den Ver­gleich mit Ama­zons Fi­re-TV ge­winnt der M8500: Ab­stu­fungs­ar­te­fak­te, die beim Strea­m­ing mit Ama­zons Hard­ware stör­ten, tre­ten mit dem M8500 in den Hin­ter­grund. Xbox-One-S/X-Be­sit­zer soll­ten den M8500 eben­falls im Blick ha­ben, denn die Be­die­nung und Wie­der­ga­be ge­lingt mit Samsungs Play­er deut­lich an­ge­neh­mer als über Mi­cro­softs Spiel­kon­so­le. Dies ist auch auf die Fern­be­die­nung und On-Screen-Ober­flä­che zu­rück­zu­füh­ren, die zum Bes­ten ge­hö­ren, was wir im ak­tu­el­len Play­er-Be­reich ken­nen. Samsung ge­lingt es mit we­ni­gen Tas­ten, den an­ge­schlos­se­nen Fern­se­her zu steu­ern und zu­gleich die App- und Disc-Wie­der­ga­be auf ei­nem Le­vel zu ver­ei­nen. Als Da­ten­lie­fe­rant ist der Play­er ex­zel­lent ge­eig­net, zu­mal die Disc-Wie­der­ga­be über­ra­schend lei­se er­folgt und der Play­er kaum mehr als 10 Watt ver­braucht. Da­mit die Darstel­lung von In­ter­ne­tin­hal­ten nicht un­nö­tig ru­ckelt, er­laubt Samsung ei­nen au­to­ma­ti­schen Bild­fre­quenz­ab­gleich je nach Qu­el­le. Auch wenn die Au­to­ma­tik den ge­wünsch­ten Ef­fekt er­zielt,

wa­ren wir im Test auf­grund der stän­di­gen Neu­ab­stim­mung (schwar­zer Bild­schirm) von Play­er und TV nicht voll­ends über­zeugt, doch ei­ne Ver­bes­se­rung beim Si­gnal­ab­gleich ist erst mit der nächs­ten HDMI-Ge­rä­te­ge­ne­ra­ti­on in Sicht. Über­ra­schend leis­tungs­stark ist auch der in­te­grier­te Web­brow­ser, der sich im­mer dann als Al­ter­na­ti­ve er­weist, wenn die pas­sen­de Strea­m­ing-App nicht ver­füg­bar ist und der Li­ve-Stream statt­des­sen über die In­ter­net­sei­te ab­ge­ru­fen wer­den kann. Dem nicht ge­nug, kön­nen Sie ein­ge­leg­te CDs über USB-Da­ten­trä­ger im MP3- oder WAV-For­mat spei­chern.

Der Preis ist heiß

Mit Markt­prei­sen ab 150 Eu­ro darf man zu­recht skep­tisch sein, ob es Samsung ge­lingt, an die Bild- und Ton­qua­li­tät des M9500 an­zu­schlie­ßen. Be­reits nach den ers­ten Tests mit DVDs, Blu-rays und UHD Blu-rays wur­de schnell klar, dass Samsung nicht am fal­schen En­de ge­spart hat: Das Up­s­ca­ling und die Voll­bild­kon­ver­tie­rung von schwä­che­ren Qu­el­len klappt auch beim M8500 ta­del­los und UHD Discs se­hen auch mit deut­lich teu­re­ren Play­ern nicht bes­ser aus. Um Film­si­gna­le un­ver­fälscht aus­zu­ge­ben, soll­ten Sie auf den Be­nut­zer­mo­dus wech­seln und sämt­li­che Bil­d­op­tio­nen in der Grund­ein­stel­lung ver­wen­den – um­fang­reich ein­stell­ba­re Fil­ter zur Nach­be­ar­bei­tung bie­tet der M8500 lei­der nicht. Un­nö­ti­ge Ab­stu­fungs­ar­te­fak­te, die wir bei preis­lich ver­gleich­ba­ren Play­ern der Kon­kur­renz und dem Vor­gän­ger­mo­dell aus­ma­chen konn­ten, tre­ten mit dem M8500 nicht auf. UHD Blu-rays las­sen sich nicht nur mit 4K-HDRTVs ge­nie­ßen, son­dern Sie kön­nen auch äl­te­ren HD-Ge­rä­ten die Si­gna­le in SDR zu­spie­len und von der ge­lun­ge­nen Si­gnal­wand­lung pro­fi­tie­ren, die sich in drei Stu­fen an­pas­sen lässt. Ver­mei­den Sie es in die­sem Fall, die Bild­aus­ga­be ma­nu­ell auf das RGB-Aus­ga­be­for­mat zu än­dern, um Darstel­lungs­feh­ler zu ver­mei­den. Je leis­tungs­stär­ker Ihr Fern­se­her, des­to über­zeu­gen­der ge­lingt die Wie­der­ga­be, ein­zig bei sehr hel­len De­tails be­merkt man, dass deut­lich teu­re­re Play­er die HDR-SDRWand­lung noch ein we­nig bes­ser be­herr­schen. Die Fern­be­dieng ist ex­zel­lent auf die Smar­tHub-Steue­rung ab­ge­stimmt Samsungs M8500 lässt sich ein­fa­cher be­die­nen als ei­ne Xbox One und bie­tet mit dem UHD-Blu-ray-Lauf­werk ei­nen gro­ßen Mehr­wert im Ver­gleich zu rei­nen Smart-TVBo­xen. Dass bei den An­schlüs­sen und den ab­spiel­ba­ren Disc-For­ma­ten der Rot­stift an­ge­setzt wur­de, lässt sich ver­schmer­zen, denn die Preis-Leis­tung ist ein­zig­ar­tig: Sind Sie auf der Su­che nach ei­ner güns­ti­gen Lö­sung, um ei­nen leis­tungs­star­ken Me­dia­play­er in­klu­si­ve VoD-App-Zu­gang und UHD-Blu-ray-Lauf­werk zu er­wer­ben, dann ist der M8500 ge­nau die rich­ti­ge Wahl.

Ein zwei­ter HDMI-Aus­gang für ei­ne ge­trenn­te Ton­aus­ga­be fehlt beim M8500. USB-Da­ten­trä­ger las­sen sich nur über die Front­schnitt­stel­le an­schlie­ßen

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