Su­per­schnell im Fo­kus

DigitalPHOTO (Germany) - - TEST & TECHNIK -

Der Köl­ner Sport­fo­to­graf Oli­ver Güth war mit dem Tam­ron 100-400mm F/4.5-6.3 Di VC USD un­ter­wegs. Be­geis­tert un­ter an­de­rem vom schnel­len Au­to­fo­kus, gibt er hier ei­ni­ge Tipps für schar­fe Te­le-auf­nah­men.

Das 100-400mm Su­per-telezoom ist die kom­pak­te Al­ter­na­ti­ve zum deut­lich grö­ße­ren Tam­ron SP 150-600mm G2. Bei­de wur­den für Voll­for­mat­sen­so­ren ent­wi­ckelt, doch mit ei­nem Ge­wicht von nur 1115 Gramm und ei­ner Län­ge von knapp 20 Zen­ti­me­tern ist das 100-400mm we­sent­lich hand­li­cher – ver­fügt je­doch über ähn­lich ho­he Leis­tungs­merk­ma­le. Wie die ak­tu­el­le Ge­ne­ra­ti­on der Tam­ron-spOb­jek­ti­ve ist das 100-400mm mit ei­ner „DualMPU“aus­ge­stat­tet, bei der zwei Pro­zes­so­ren für Au­to­fo­kus und Vc-bild­s­ta­bi­li­sa­tor zum Ein­satz kom­men. Die­se Tech­no­lo­gie er­laubt ei­ne schnel­le und prä­zi­se Scharf­stel­lung und ei­ne be­son­ders gleich­mä­ßi­ge Bild­s­ta­bi­li­sie­rung. Klingt gut. Doch wie macht sich das in der Pra­xis be­merk­bar? Der Köl­ner Sport­fo­to­graf Oli­ver Güth war mit dem Ob­jek­tiv im Leicht­ath­le­tik-sta­di­on. „Län­ge­re Te­le­brenn­wei­ten sind ide­al, um das Mo­tiv per­spek­ti­visch neu­tral ab­zu­bil­den und vom Hin­ter­grund frei­zu­stel­len“, so Güth. „Das Be­son­de­re am 100-400mm ist da­bei der ra­sant schnel­le und prä­zi­se Au­to­fo­kus. Vor al­lem beim Ver­fol­gen von sich schnell be­we­gen­den Ob­jek­ten stellt die ho­he Leis­tungs­fä­hig­keit der DU­AL-MPU ei­nen ent­schei­den­den Vor­teil dar. Das ge­rin­ge Ge­wicht er­laubt mir da­bei auch über ei­nen län­ge­ren Zei­t­raum ein sehr fle­xi­bles Ar­bei­ten.“

Zum Vc-bild­s­ta­bi­li­sa­tor des 100-400mm F/4.5-6.3 Di VC USD merkt Güth an, dass die­ser ef­fek­tiv Ver­wack­lun­gen ver­hin­dert, die durch un­er­wünsch­te Ka­me­ra­be­we­gun­gen ent­ste­hen, er ge­gen das Ver­wi­schen der Mo­tiv­be­we­gung im Bild aber macht­los ist. „Bei Auf­nah­men von Sport­lern in Ak­ti­on soll­ten An­wen­der da­her ei­ne ul­tra­kur­ze Ver­schluss­zeit wäh­len, et­wa 1/4000 Se­kun­de. Er­hö­hen Sie da­für ge­ge­be­nen­falls auch den ISO-WERT et­was. So stel­len Sie si­cher, dass die Be­we­gung auf dem Fo­to scharf ein­ge­fro­ren wird.“

Mehr Brenn­wei­te mit Te­le­kon­ver­ter

Zu­sätz­li­che Mög­lich­kei­ten er­öff­nen sich mit dem 1,4-fach-te­le­kon­ver­ter von Tam­ron, mit dem sich die Brenn­wei­te um den Fak­tor 1,4 auf ma­xi­mal 560mm ver­län­gern lässt. „Auf die­se Wei­se kann ich mit dem su­per­kom­pak­ten Telezoom ei­nen enor­men Brenn­wei­ten­be­reich ab­de­cken, der al­le mei­ne An­for­de­run­gen er­füllt“, sagt Güth. „Es gibt so­gar ei­ne op­tio­na­le Sta­tiv­schel­le, was ge­ra­de bei ex­trem lan­gen Te­le­brenn­wei­ten prak­tisch ist, um das Bild zu­sätz­lich zu sta­bi­li­sie­ren und so die ul­ti­ma­ti­ve Bild­schär­fe zu er­rei­chen." (lk)

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Vor­teil Telezoom: Der Brenn­wei­ten­be­reich von 100-400mm er­laubt Fo­to­gra­fen vol­le Fle­xi­bi­li­tät. Vor al­lem bei der Sport­fo­to­gra­fie än­dern sich Mo­ti­ve schnell, da bleibt oft kei­ne Zeit für den Ob­jek­tiv­wech­sel. Auch wenn die hier ge­zeig­ten Bil­der für das Shooting in­sze­niert wur­den, wird doch deut­lich, wie da­mit ver­schie­de­ne Si­tua­tio­nen dar­ge­stellt wer­den kön­nen.

>> Ty­pi­sches Bei­spiel für die Au­to­fo­kus-an­wen­dung: Die Leicht­ath­le­tin wird bild­fül­lend ab­ge­lich­tet, ih­re schnel­len Be­we­gun­gen knack­scharf ein­ge­fro­ren.

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