Fünf Pro­fis und ihr Weg zum Er­folg

DigitalPHOTO (Germany) - - INHALT -

„Mo­in! Mo­in! Ich bin eu­re Hoch­zeits­fo­to­gra­fin!“, be­grüßt An­ne Hufnagl die Be­su­cher und po­ten­zi­el­len Kun­den auf ih­rer Web­site. Wie es da­zu kam, dass die 31-jäh­ri­ge Ham­bur­ge­rin die Hoch­zeits­fo­to­gra­fie zu ih­rem Haupt­be­ruf ge­macht hat, er­zählt sie im In­ter­view. An­ne, wür­dest du uns er­zäh­len, wie du zur Fo­to­gra­fie ge­kom­men bist?

Das Fo­to­gra­fie­ren ha­be ich be­reits als Ju­gend­li­che von ei­nem Fo­to­gra­fen bei uns in der Nach­bar­schaft ge­lernt, weil ich mich ein­fach für al­les, was mit Bil­dern zu tun hat­te, wahn­sin­nig in­ter­es­sier­te. Zu An­fang ha­be ich mich in ganz ver­schie­de­nen Be­rei­chen aus­ge­tobt: Por­trät, Fa­shion, Pro­dukt­fo­tos usw. Bis mich ei­nes Ta­ges ein be­freun­de­ter Fotograf dar­um bat, als zwei­te Fo­to­gra­fin bei sei­nen gro­ßen Hoch­zei­ten mit­zu­lau­fen. Das hat mir un­glaub­lich viel Freu­de ge­macht, die Er­geb­nis­se wa­ren auch ganz gut, und dann ha­be ich mich nach und nach im­mer mehr auf die Hoch­zeits­fo­to­gra­fie kon­zen­triert, weil die Nach­fra­ge ste­tig wuchs.

Wann hast du dich da­zu ent­schlos­sen, haupt­be­ruf­lich als Hoch­zeits­fo­to­gra­fin zu ar­bei­ten?

Das war ir­gend­wann ein­fach ei­ne Zeit­fra­ge. Es war für mich schlicht­weg nicht mehr mög­lich, die Men­ge an An­fra­gen für Hoch­zeits­re­por­ta-

gen „ne­ben­her“zu be­ar­bei­ten. Die Nach­fra­ge war da und da ha­be ich die Chan­ce ge­nutzt und mich ganz in mei­ne selbst­stän­di­ge Ar­beit hin­ein­ge­wor­fen. Die­se Ent­schei­dung ha­be ich auch nie be­reut, es war der bes­te Schritt in mei­nem Le­ben. Wenn du et­was mit un­ge­teil­ter En­er­gie machst, kannst du es zur vol­len Blü­te brin­gen!

Wie hast du dei­ne ers­ten Kun­den für dich ge­won­nen? Und wie ging es dann wei­ter?

Ich war schon im­mer ein gro­ßer Fan des In­ter­nets und ha­be mei­ne Ar­bei­ten auch im­mer dort ge­zeigt. Zu­dem ha­be ich mich mit der Optimierung mei­ner Auf­find­bar­keit be­schäf­tigt, vie­le Fol­lo­wer in so­zia­len Netz­wer­ken auf­ge­baut und so wei­ter. Mit der Ver­öf­fent­li­chung mei­ner Ar­bei­ten als Se­cond Shoo­ter bei den Hoch­zei­ten mei­nes be­freun­de­ten Kol­le­gen ka­men da­her ganz schnell auch An­fra­gen für mich als al­lei­ni­ge Hoch­zeits­fo­to­gra­fin. Und das ist dann letzt­end­lich ein Kreis­lauf: Wenn du

gu­te Bil­der zeigst und im­mer prä­sent bist, wird dei­ne Reich­wei­te ste­tig grö­ßer, die Nach­fra­gen im­mer mehr, da­durch kannst du bes­se­re Prei­se auf­ru­fen, ge­winnst noch mehr Er­fah­rung, kannst noch bes­se­re Bil­der zei­gen und die Nach­fra­ge wird noch grö­ßer!

Wel­chen Rat­schlag wür­dest du Le­sern ge­ben, die in dei­ne Fuß­stap­fen tre­ten wol­len?

Wenn man mit Fo­tos wirk­lich gu­tes Geld ver­die­nen möch­te, egal, ob mit Hoch­zei­ten oder in ei­nem an­de­ren Be­reich, soll­te man nicht zu­erst an die Koh­le den­ken, son­dern vor al­lem über­le­gen, wo man ein wirk­li­ches Ta­lent und Herz­blut hat. Kun­den spü­ren das. Ssie se­hen, ob je­mand für sei­ne Ar­beit brennt. Und ich glau­be auch dar­an, dass Fo­tos, die mit Lei­den­schaft für die­sen Fo­to­be­reich ge­macht wer­den, im­mer viel bes­ser sind als Fo­tos, die nur rein mit dem Ge­dan­ken ans Geld­ver­die­nen ge­schos­sen wer­den. Herz first, Geld se­cond.

Er­fah­run­gen zu sam­meln. Ge­mein­nüt­zi­ge Or­ga­ni­sa­tio­nen und Ver­ei­ne ver­an­stal­ten zum Bei­spiel oft Be­ne­fiz­ver­an­stal­tun­gen. Re­cher­chie­ren Sie et­was, und fra­gen Sie bei den Ver­an­stal­tern nach, ob Sie dort kos­ten­los fo­to­gra­fie­ren dür­fen. Al­ter­na­tiv kön­nen Sie auch nach Stel­len­aus­schrei­bun­gen oder An­non­cen Aus­schau hal­ten. Sind Sie mit Ih­ren Auf­nah­men zu­frie­den, bie­ten Sie die Bil­der kos­ten­los den Ver­an­stal­tern an. Ver­lan­gen Sie aber nach Ih­rer Na­mens­nen­nung (Co­py­right). Nach und nach wer­den die Kun­den wie­der auf Sie zu­kom­men – dann ver­lan­gen Sie na­tür­lich nach ei­ner Be­zah­lung. Die Event­fo­to­gra­fie ist ein schwie­ri­ges Feld – ins­be­son­de­re für An­fän­ger. Tipps fin­den Sie im gel­ben Kas­ten auf Sei­te 70.

Ein Gen­re, das die Por­trät- und Event­fo­to­gra­fie ge­wis­ser­ma­ßen ver­eint, ist die Hoch­zeits­fo­to­gra­fie. Möch­ten Sie in die Welt der Hoch­zeits­fo­to­gra­fie ein­stei­gen, gilt auch hier, zu­nächst ein an­spre­chen­des Port­fo­lio auf­zu­bau­en. Denn nie­mand wird Ih­nen ei­nen Auf­trag er­tei­len, wenn Sie kei­ne Re­fe­ren­zen vor­le­gen kön­nen. Des­halb soll­ten Sie so oft wie mög­lich auf Hoch­zei­ten fo­to­gra­fie­ren, be­vor Sie den Schritt in die Pro­fes­sio­na­li­tät wa­gen. Fan­gen Sie mit

­Schnapp­schüs­sen auf Hoch­zei­ten an, auf de­nen Sie als Gast ein­ge­la­den sind, oder be­su­chen Sie ei­nen Work­shop zum The­ma. So­bald Sie Ih­re ers­ten Er­fah­run­gen ge­sam­melt ha­ben, kön­nen Sie den nächs­ten Schritt wa­gen und ei­nem er­fah­re­nen Hoch­zeits­fo­to­gra­fen as­sis­tie­ren. Kon­tak­tie­ren Sie da­zu Fo­to­gra­fen in Ih­rer Nä­he. Er­war­ten Sie hier­bei kei­ne ho­he Be­zah­lung. In der Re­gel wer­den nur die Un­kos­ten er­stat­tet. Da­für ist ei­ne As­sis­tenz die bes­te Me­tho­de, um die Ar­beit ei­nes Hoch­zeits­fo­to­gra­fen am ei­ge­nen Leib zu er­le­ben. Soll­ten Sie be­reits über ei­ni­ge Er­fah­rung ver­fü­gen, aber sich noch nicht si­cher ge­nug füh­len, um Hoch­zei­ten al­lei­ne zu fo­to­gra­fie­ren, kön­nen Sie auch an­bie­ten, als zwei­ter Fotograf zu ar­bei­ten – die­sen Weg ging auch Hoch­zeits­fo­to­gra­fin An­ne Hufnagl (sie­he In­ter­view Sei­te 72). Hier­bei be­glei­ten Sie den Haupt­fo­to­gra­fen und fo­to­gra­fie­ren Bil­der, die als Er­gän­zung die­nen. Selbst er­fah­re­ne Fo­to­gra­fen be­nö­ti­gen ei­ni­ges an Zeit, bis sie sich in die Welt der Hoch­zeits­fo­to­gra­fie ein­ge­ar­bei­tet ha­ben. Rech­nen Sie mit sechs Mo­na­ten bis hin zu ei­nem Jahr, be­vor Sie ei­ne Hoch­zeit si­cher al­lei­ne fo­to­gra­fie­ren kön­nen. Vie­le Fo­to­gra­fen nei­gen da­zu, trotz ei­ni­ger Er­fah­run­gen die ers­ten Hoch­zei­ten un­be­zahlt zu fo­to­gra­fie­ren. Soll­ten Sie es ernst neh­men mit der Fo­to­gra­fie, emp­fiehlt es sich, die­sen Schritt un­be­dingt zu un­ter­las­sen, da es ex­trem schwie­rig sein kann, nach ei­ni­gen kos­ten­lo­sen Auf­trä­gen auf ein­mal ei­nen an­ge­mes­se­nen Preis für Ih­re Fo­tos zu ver­lan­gen. Sam­meln Sie lie­ber als As­sis­tent oder zwei­ter Fotograf so vie­le Er­fah­run­gen wie mög­lich, und er­le­di­gen Sie Ih­re ers­ten ei­ge­nen Auf­trä­ge nur ge­gen Be­zah­lung – selbst wenn es sich da­bei um Hoch­zei­ten von Freun­den oder An­ge­hö­ri­gen han­deln soll­te. Zu­dem ra­ten wir da­zu, sich nicht gleich ei­ne kom­plet­te Aus­rüs­tung zu­zu­le­gen, be­vor Sie pro­fes­sio­nell in die Hoch­zeits­fo­to­gra­fie ein­stei­gen – es sei denn, Sie wol­len Tau­sen­de von Eu­ro aus­ge­ben. Für Ih­re ers­ten Auf­trä­ge kön­nen Sie wich­ti­ges Equip­ment auch mie­ten (z. B. über www.ge­aro.de). Die Kon­kur­renz im Hoch­zeits­fo­to-busi­ness ist sehr groß. Ih­re Po­si­ti­on auf dem Markt müs­sen Sie sich des­halb erst er­kämp­fen.

In­flu­en­cer wer­den

Ein noch här­ter um­kämpf­tes Feld in der Fo­to­gra­fie ist die Welt der In­flu­en­cer, die sich der­zeit vor al­lem un­ter jun­gen Hob­by­fo­to­gra­fen sehr gro­ßer Be­liebt­heit er­freut. So­ge­nann­te In­flu­en­cer sind Men­schen, in die­sem Fall Fo­to­gra­fen, die dank ih­rer star­ken Prä­senz und ei­ner gro­ßen Reich­wei­te in so­zia­len Netz­wer­ken (wie zum Bei­spiel auf Ins­ta­gram, Youtube oder Face­book) für Pro­mo­ti­on, Ko­ope­ra­tio­nen und ­Ver­mark­tung

be­zahlt wer­den. In­ter­es­sant für die Tou­ris­mus­bran­che und un­ter­schied­lichs­te Mar­ken sind hier­bei un­ter an­de­rem Rei­se- und Na­tur­fo­to­gra­fen, wie zum Bei­spiel To­bi­as Mey­er, bes­ser be­kannt un­ter sei­nem Pseud­onym Cos­mo­koa­la, oder Ben­ja­min Jaworskyj, der vor al­lem durch sei­ne Tu­to­ri­als auf Youtube zu ei­nem re­gel­rech­ten Star der Sze­ne wur­de. Bei­de Fo­to­gra­fen ha­ben wir für die­ses Spe­zi­al zu ih­ren Er­fah­run­gen be­fragt (sie­he In­ter­views auf S. 74 und 75).

Um sich als Fotograf den Sta­tus In­flu­en­cer und ei­ne für Kun­den in­ter­es­san­te Reich­wei­te im So­ci­al-me­dia-be­reich zu er­ar­bei­ten, ist nicht nur fo­to­gra­fi­sches Kön­nen von­nö­ten, son­dern auch viel Fleiß, Aus­dau­er und Lei­den­schaft. Möch­ten Sie Fol­lo­wer ge­win­nen und Ih­re Reich­wei­te er­hö­hen, sind re­gel­mä­ßi­ge Posts – bes­ten­falls täg­lich – von au­ßer­ge­wöhn­li­chen Mo­ti­ven ein Muss. Bis Sie Rei­sen ge­spon­sert be­kom­men, dau­ert es je­doch ei­ni­ge Zeit und so müs­sen die Kos­ten für Rei­sen und Aus­flü­ge zu Be­ginn selbst ge­tra­gen wer­den. Hoch­wer­ti­ger In­halt bil­det an die­ser Stel­le die Grund­la­ge, je­doch ist es da­mit nicht ge­tan. Grund­sätz­lich gilt: Sie soll­ten sehr ak­tiv sein, ne­ben Fo­tos auch Vi­de­os, Ins­ta­gramS­to­ries und Live-vi­de­os pos­ten, Grup­pen bei­tre­ten oder grün­den, an­de­re Bei­trä­ge li­ken und kom­men­tie­ren und über Kom­men­ta­re in den Kon­takt mit Ih­ren Fol­lo­wern und Fans tre­ten.

Auf Ins­ta­gram ist es zu­dem be­son­ders wich­tig, Hash­tags ge­konnt ein­zu­set­zen. Hash­tags, al­so Wort­mar­kie­run­gen, kön­nen Ih­nen hel­fen, von Nut­zern, die im glei­chen oder ei­nem an­gren­zen­den In­ter­es­sen­ge­biet wie Sie un­ter­wegs sind, ent­deckt zu wer­den. Rei­zen Sie hier­bei die ma­xi­ma­le An­zahl von der­zeit 30 Hash­tags ru­hig aus – so ver­grö­ßern Sie die Wahr­schein­lich­keit, auf­zu­fal­len. Ver­mei­den Sie es je­doch, Hash­tags zu nut­zen, die je­der kennt und dem­ent­spre­chend oft ver­wen­det wer­den. Dies kann zur Fol­ge ha­ben, dass in­ner­halb von kür­zes­ter Zeit neue Bei­trä­ge und Fo­tos un­ter die­sem Hash­tag hoch­ge­la­den wer­den und Ihr Fo­to so­mit schnell un­ter Tau­sen­den „ver­schwin­det“. Ver­wen­den Sie statt­des­sen lie­ber ver­wand­te und da­zu pas­sen­de Hash­tags, die Ih­nen Ins­ta­gram üb­ri­gens au­to­ma­tisch vor­schlägt, so­bald Sie ein Wort mit der Rau­te-tas­te be­gin­nen ein­zu­tip­pen.

Fo­tos für Bild­agen­tu­ren pro­du­zie­ren und ver­kau­fen

Vie­le pro­fes­sio­nel­le Fo­to­gra­fen sind der Mei­nung, der Markt für Stock­fo­tos wä­re tot, doch dies ist nur be­dingt rich­tig. Zu­ge­ge­be­ner­ma­ßen hat sich der Markt in­ner­halb der letz­ten Jah­re ver­än­dert. Die „gol­de­nen Zei­ten“, in de­nen man mit we­ni­gen Fo­tos gu­tes Geld ver­die­nen konn­te, sind lei­der vor­bei, was nicht zu­letzt auf die zu­neh­men­de Flut von Bil­dern und die wei­te Ver­brei­tung von Mi­cros­tock-agen­tu­ren zu­rück­zu­füh­ren ist. Die­ser zu­neh­men­de Kon­kur­renz­kampf führ­te da­zu, dass die Ein­nah­men pro ver­kauf­ter Auf­nah­me ex­trem ge­sun­ken sind. Doch las­sen Sie sich da­von nicht ­ent­mu­ti­gen. Mit ei­nem breit

auf­ge­stell­ten Port­fo­lio kön­nen Sie auch heu­te noch ein re­le­van­tes Ein­kom­men er­wirt­schaf­ten (sie­he Tipps gel­ber Kas­ten Sei­te 76).

Das In­ter­net ist voll von Bild­agen­tu­ren, die Stock­fo­tos an­bie­ten. Um die pas­sen­de für Sie zu fin­den, soll­ten Sie zu­nächst ein paar Nach­for­schun­gen an­stel­len. Ach­ten Sie dar­auf, dass Ihr ei­ge­ner fo­to­gra­fi­scher Stil zu den an­ge­bo­te­nen Auf­nah­men passt und dass Ih­re Fo­tos die Richt­li­ni­en der Agen­tu­ren er­fül­len. Stock­fo­tos wer­den haupt­säch­lich ge­kauft, um als Bild­ma­te­ri­al für Ar­ti­kel, Bü­cher oder Web­sei­ten zu die­nen, die ein be­stimm­tes Kon­zept ver­fol­gen. Des­halb reicht es oft nicht aus, ein­fach nur „gu­te“Fo­tos an­zu­bie­ten. Auf­nah­men, die sich gut ver­kau­fen, soll­ten ein Kon­zept ver­fol­gen. Wenn Sie ei­nen Blick auf die ver­schie­de­nen Fo­to­s­tock­sei­ten wer­fen, wer­den Sie fest­stel­len, dass die­se voll sind von Bil­dern, die ei­ne be­stimm­te Stim­mung aus­drü­cken. Ver­su­chen Sie, mit Ih­ren Stock­fo­tos ei­ne The­men­stel­lung zu be­han­deln. Dies macht es Ih­nen auch leich­ter, pas­sen­de Schlag­wör­ter zu fin­den und mehr Fo­tos zu ver­kau­fen.

Ha­ben Sie ein um­fang­rei­ches Port­fo­lio mit hoch­wer­ti­gen Auf­nah­men, möch­ten Ih­re Fo­tos je­doch nicht auf Bild­agen­tu­ren an­bie­ten, gibt es auch an­de­re Mög­lich­kei­ten: So kön­nen Sie bei­spiels­wei­se ei­nen Ka­len­der mit Ih­ren schöns­ten Land­schafts­auf­nah­men ge­stal­ten oder Ih­re Fo­tos als Prints auf Ih­rer Web­site ver­kau­fen.

Stär­ken er­ken­nen und ein­set­zen

Kön­nen Sie be­son­ders gut mit Men­schen um­ge­hen oder lie­ben Sie es, Bil­der zu be­ar­bei­ten? Oder zie­hen Sie viel lie­ber raus in die Na­tur und ban­nen Land­schaf­ten auf den Sen­sor Ih­rer Ka­me­ra? Wo­mög­lich sind Sie aber auch in ei­nem ganz spe­zi­el­len Be­reich un­ter­wegs und kön­nen dies mit Ih­rer Lei­den­schaft zur Fo­to­gra­fie ver­knüp­fen (sie­he In­ter­view mit Richard Walch rechts)? Ganz egal! Um in der Welt der Fo­to­gra­fie Fuß zu fas­sen und als pro­fes­sio­nel­ler Fotograf Er­folg zu ha­ben, soll­ten Sie her­aus­fin­den, wo Ih­re Stär­ken lie­gen und die­se ge­konnt ein­set­zen. Et­was gut zu kön­nen, be­deu­tet je­doch nicht un­be­dingt, auch Spaß dar­an zu ha­ben. Su­chen Sie sich des­halb ei­nen Be­reich, für den Sie bren­nen und in dem Sie auch oh­ne Ga­ran­tie auf Er­folg, und das ent­spre­chen­de Sümm­chen auf dem Kon­to, ger­ne und viel Zeit in­ves­tie­ren. Denn: Der Weg zum pro­fes­sio­nel­len Fo­to­gra­fen kann durch­aus stei­nig sein und er­for­dert viel Herz­blut und Ge­duld.

Be­vor Sie al­so ins kal­te Was­ser sprin­gen, emp­feh­len wir Ih­nen, Ihr fo­to­gra­fi­sches Kön­nen und Port­fo­lio ge­zielt zu er­wei­tern, ers­te Geh­ver­su­che in dem von Ih­nen ge­wähl­ten Be­reich zu ma­chen, Ih­ren Be­kannt­heits­grad zu er­hö­hen, ei­ne pro­fes­sio­nel­le Web­site auf­zu­bau­en, ge­ge­be­nen­falls ei­nen klei­nen Kun­den­stamm auf­zu­bau­en und sich Schritt für Schritt her­an­zu­tas­ten. Erst dann soll­ten Sie sich die Fra­ge stel­len, ob Sie auch den letz­ten gro­ßen Schritt wa­gen möch­ten und Ihr Hob­by tat­säch­lich zu Ih­rem Be­ruf wer­den las­sen. (je)

>>Vom An­klei­den und Sty­ling am Mor­gen bis zur Par­ty am Abend: Am liebs­ten be­glei­tet Hoch­zeits­fo­to­gra­fin An­ne Huf­na­gel ih­re Kun­den über den gan­zen Hoch­zeits­tag hin­weg. Ih­ren Fo­kus legt die Fo­to­gra­fin hier­bei auf na­tür­li­che und mög­lichst un­ge­stell­te Fo­tos, die Ge­schich­ten er­zäh­len. An­ne Hufnagl www.ro­man­ti­cshoots.de

Canon 5D Mark IV | 35mm | 1/250 s | F/5 | ISO 400 Canon 5D Mark IV | 28mm | 1/320 s | F/5 | ISO 400

To­bi­as Mey­er ali­as „Cos­mo­koa­la“liebt die Na­tur und das Aben­teu­er. Um sei­ne Bil­der zu prä­sen­tie­ren, nutzt er be­vor­zugt Ins­ta­gram als Platt­form. Um sei­nen Ins­ta­gram-feed re­gel­mä­ßig mit tol­len Na­tur­auf­nah­men zu spi­cken, ver­sucht er, min­des­tens ei­ne Wo­che im Mo­nat im Aus­land zu ver­brin­gen. Canon EOS 5D Mark IV | 135mm | 1/160 s | F/2,8 | ISO 1000

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.