DAS LICHT UND SEI­NE WIR­KUNG

DigitalPHOTO (Germany) - - 16 SEITEN SPEZIAL -

Form­licht, Ins­ze­nie­rungs­licht, Zei­ge­licht: Licht hat nicht nur ei­nen Na­men, son­dern im­mer auch ei­ne Funk­ti­on und Wir­kung. Wie maß­ge­bend die­se Wir­kung für das Ge­stal­ten Ih­rer Por­träts ist, zeigt Mar­tin Kro­lop an­hand von drei aus­sa­ge­kräf­ti­gen Auf­nah­men, bei de­nen der Fo­to­graf mit sei­ner Ka­me­ra le­dig­lich im 90-Grad-takt um das Mo­del her­um ge­wan­dert ist. 1 Bei Por­trät Num­mer 1 kommt das Licht von vor­ne und das Mo­tiv wird gut aus­ge­leuch­tet ge­zeigt. Die­ses Licht be­zeich­net Fo­to­graf Mar­tin Kro­lop des­halb auch ger­ne als Zei­ge­licht. Es ist das schlich­tes­te und pro­blem­lo­ses­te Licht für Por­träts. Als Fo­to­graf stellt man sich hier­bei zwi­schen die Licht­quel­le und das Mo­del, und fo­to­gra­fiert mit dem Licht um sich her­um kom­mend (sie­he Ma­king-of-bild oben links). Möch­ten Sie Ihr Mo­del im Zei­ge­licht por­trä­tie­ren, soll­ten Sie le­dig­lich dar­auf ach­ten, dass Sie durch den eig­nen Kör­per oder das Ob­jek­tiv kei­nen Schat­ten auf das Mo­del wer­fen.

2 Trifft Licht von der Sei­te oder von

oben auf das Mo­tiv, wie bei Por­trät Num­mer 2, wird das Mo­tiv ma­xi­mal ge­formt und mo­del­liert. Dem­zu­fol­ge & kann die­ses Licht auch Form­licht ge­nannt wer­den. Die­ses er­zeugt ei­nen gro­ßen sicht­ba­ren Schat­ten in Ih­ren

Por­träts: Die ei­ne Hälf­te des Mo­tivs ist hier­bei hell, die an­de­re dun­kel und der Be­trach­ter kann den Be­reich des Über­gangs von hell zu dun­kel deut­lich er­ken­nen. Die­ser Über­gang ist auch der Ort, an dem Mo­du­la­ti­on und For­mung statt­fin­den. in Form­licht Ih­ren Por­träts, er­zeugt kann ma­xi­ma­le de­s­Plas­ti­zi­tät halb je­doch auch nach­tei­lig wir­ken. Im Ge­gen­satz zu Zei­ge­licht ver­stärkt Form­licht nicht nur For­men, son­dern auch jeg­li­che Struk­tu­ren und so wer­den zum & Bei­spiel Hau­t­un­rein­hei­ten, Fal­ten und Nar­ben sicht­ba­rer. Kurz­um: Form­licht ist in der Hand­ha­bung et­was kri­tisch, aber gleich­zei­tig schön. Es er­zeugt ei­ne un­glaub­li­che Plas­ti­zi­tät, kann aber auch un­er­wünsch­te Ma­kel ver­stärkt zum Vor­schein brin­gen. 3 In Por­trät Num­mer 3 fo­to­gra­fiert Mar­tin Kro­lop ent­ge­gen des Lichts. Ge­gen­licht leuch­tet oft di­rekt ins Ob­jek­tiv, formt das Mo­tiv mi­ni­mal und re­du­ziert sei­ne Sicht­bar­keit. Je­doch er­zeugt es auch ei­ne be­son­ders stim­mungs­vol­le Sze­ne­rie und wird von Kro­lop des­halb auch ger­ne als Ins­ze­nie­rungs­licht be­zeich­net. Um das Ge­sicht des Mo­dels von vor­ne aus­zu­leuch­ten, wur­de hier zu­sätz­lich ein Re­flek­tor ver­wen­det.

Pa­na­so­nic G9 | 43mm | 1/5000 s | F/1,2 | ISO 400

Pa­na­so­nic G9 | 43mm | 1/5000 s | F/1,2 | ISO 400

Pa­na­so­nic G9 | 43mm | 1/2000 s | F/1,2 | ISO 400

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