Mit Si­cher­heit?

Grund­schuld Wann Lö­schen Sinn macht – und wann nicht

Donau Zeitung - - Immo-Börse -

Vor dem Ver­kauf ei­ner Im­mo­bi­lie kann es sinn­voll sein, ei­ne Grund­schuld aus dem Grund­buch lö­schen zu las­sen. Für man­che In­ter­es­sen­ten sei der las­ten­freie Kauf at­trak­ti­ver, er­klärt Da­vid Riech­mann von der Ver­brau­cher­zen­tra­le Nord­rheinWest­fa­len.

Die Grund­schuld dient der Bank als Si­cher­heit für den Im­mo­bi­li­en­kre­dit und gibt dem Geld­in­sti­tut das Recht zu ei­ner Zwangs­ver­stei­ge­rung, falls der Schuld­ner die Ra­ten nicht zahlt. Ist der Kre­dit ge­tilgt, kann sie ge­löscht wer­den – schließ­lich hat sie ih­re Si­che­rungs­funk­ti­on er­füllt.

Nö­tig ist das nicht im­mer. Das Aus­tra­gen kos­tet Geld. Und: „Ei­ne Grund­schuld ist im Grund­buch als sol­che nicht schäd­lich“, schil­dert Riech­mann. Un­nö­tig sei das Lö­schen zum Bei­spiel, wenn der Kre­dit zwar ab­be­zahlt ist, man aber für ei­ne grö­ße­re Re­no­vie­rung er­neut Geld von der Bank lei­hen möch­te. Zu­min­dest dann, wenn man die ur­sprüng­li­che Grund­schuld da­für nicht er­hö­hen muss, er­läu­tert der Ex­per­te.

Ein wei­te­res Sze­na­rio ist die An­schluss­fi­nan­zie­rung ei­nes lau­fen­den Dar­le­hens. Da macht es aus Sicht des Ver­brau­cher­schüt­zers mehr Sinn, die vor­han­de­ne Grund­schuld zu über­tra­gen, als sie zu lö­schen und dann zu­guns­ten der neu­en Bank ei­ne neue Grund­schuld ein­tra­gen zu las­sen.

Die Lö­schung der Grund­schuld lau­fe über das Grund­buch­amt, führt Riech­mann aus. Man braucht ei­ne Lö­schungs­be­wil­li­gung des ein­ge­tra­ge­nen Gläu­bi­gers in no­ta­ri­el­ler Form und be­glau­big­te Lö­schungs­zu­stim­mun­gen von al­len ein­ge­tra­ge­nen Ei­gen­tü­mern. Die­se Un­ter­la­gen reicht man selbst oder der No­tar bei dem Amt ein. Dort wird der An­trag ge­prüft und die Grund­schuld schließ­lich ge­löscht.

Was kos­tet das? Die Ge­büh­ren beim Grund­buch­amt hän­gen vom Wert der Grund­schuld ab, er­klärt Riech­mann. Bei den Be­glau­bi­gun­gen der Un­ter­schrif­ten auf dem Lö­schungs­an­trag kommt es dar­auf an, ob man das beim No­tar oder ei­ner an­de­ren vom Grund­buch­amt ak­zep­tier­ten Stel­le vor­neh­men lässt. Hier­zu gibt es je nach Re­gi­on un­ter­schied­li­che Re­ge­lun­gen.

Soll der No­tar nicht nur be­glau­bi­gen, son­dern den An­trag auch er­stel­len und da­zu noch die Kor­re­spon­denz mit dem Grund­buch­amt über­neh­men, stei­gen die Kos­ten. Ins­ge­samt kön­nen schnell meh­re­re Hun­dert Eu­ro an­fal­len. tmn

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.